Zombie Strippers! (2008)

Hurra, Titten! Hurra, Stripperinnen! Und Zombies? Nein! Zombie-Stripperinnen!

Also irgendwie in der Zukunft ist George W. Bush in seiner 4. Amtszeit und er braucht mehr Soldaten, weil er viele Kriege führt. Also lässt er halt ein Virus oder so entwickeln, welches tote Soldaten weiterkämpfen lässt (wie schlau!). In der Forschungseinrichtung kommt es jedoch zur Katastrophe und die ganze Belegschaft wird zombifiziert. Ein Super-Duper-Überkrass-Überhart-Ultra-Special-Einsatzteam soll die Viechers beseitigen. Einer in der Crew (der Neue) wird gebissen. Um nicht von den Kollegen exekutiert zu werden, flieht er. Lustigerweise ist gleich neben dem Labor ein geheimes Striplokal. Ach Moment mal. Man sollte noch wissen, dass unter dem guten alten George W. Nacktheit und somit auch Striplokale verboten sind. So. Deswegen ist die Bude auch illegal und geheim und wird geführt von Robert Englund. Wie seine Rolle hieß, habe ich leider vergessen. Ist auch egal. So. Wo waren wir? Ach ja: unser gebissener Soldat versteckt sich also in dieser Busenhölle, die scheinbar vier Meter von dem Labor entfernt ist. Dort chillt er dann, während wir ein paar Mädels zu sehen bekommen. Hurra, Titten! Unter anderem die von der Ober-Stripperin Jenna Jameson (ihren Filmnamen hab ich auch vergessen, kann aber nach gründlicher Recherche auf einschlägigen Seiten sagen, dass sie in vielen Pornos mitspielt. In sehr sehr vielen…). Unser gebissener Recke fällt jetzt die Jenna an (die übrigens riesige Milchtüten hat) und beißt sie. Ihr Ableben scheint kaum wen zu kratzen und kurz darauf steht sie auch wieder auf, blutüberströmt und irgendwie mit fehlender Luftröhre. Und was macht man in solch einer Situation? Na klar, Strippen! Hurra, Titten! So. Äh, jetzt muss man noch wissen, dass das dumme Virus (bla bla) Männer in dümliche Zombies, aber Frauen in untote Superheldinnen verwandelt, die noch 1000 mal krasser strippen als vorher. Also hurra, Titten! Aber halt? Will man verwesende Milchtüten mit blutüberströmten Weibers beim Tanzen zusehen? Keine Ahnung, das Publikum ist jedoch begeistert und so lassen sich auch ein paar andere Stripperinne beißen (wie schlau!), um zu supergeilen Zombie-Stripperinnen zu werden.

Ich glaube damit habe ich ungefähr das erste Drittel des 1,5-Stünders abgedeckt. Danach gibt es auch keine Titten mehr, zumindest keine geilen. Was man dafür aber noch zu sehen bekommt: Die untote Jenna Jameson, die ihre Zombie-Stripper-Erzfeindin mit Tischtennisbällen und Billardkugeln aus ihrer Mumu torpediert, einen mexikanischen Hausmeister, der jedes auch nur erdenkliche Klischee über Mexikaner abdeckt und einen riesigen Haufen der mit Abstand behindertsten Dialoge, die das menschliche Gehör vernehmen durfte. Kostprobe?

Paco: [after seeing that a bar patron has been killed] Holy shit! Hey, do I have to clean this mess up?

~

Jessy: Your optimism makes you an idiot.
Berengé: What did you call me?
Jessy: An idiot.
Berengé: No, an optimist! Don’t you ever call me an optimist again!

~

Jessy: They’re zombies.
Madame Blavatski: No. They’re strippers.
Berengé: [cocking shotgun] They’re zombie strippers!

Aber was erwartet man auch, ist ja nur ein B-Movie. Mit Titten und Zombies. Die sowieso schon beknackte Handlung nimmt ganz am Ende noch einmal ein wenig Schwung und wird noch beknackter (Achtung, es gibt einen Twist!). Und jede einzelne Nutte, entschuldigung, ich meinte Stripperin, ist so schlau wie eine Packung Schuhcreme. Robert Englund ist ein ganz komischer Typ. Ihm gehört zwar der Stripladen, aber Frauen oder Körperkontakt scheint er nicht zu mögen. Und Herr im Himmel, ein paar der Splatter-Momente sind so künstlich, dass man die benutzte Puppe schon fast bauchreden hört.

Irgendwie bleibt die Zombie-Apokalypse jedoch aus, denn unsere ‚Helden‘ schaffen es, den Virus im Laden zu halten. Dass alles doch irgendwann aus dem Ruder läuft, ist natürlich abzusehen. Der wahre Star des Films ist somit der Zuschauer, der sich teilweise an total beknackten Sachen amüsieren darf. Allerdings unterhält das alles nicht durchgängig. Die ersten 30 Minuten gehen noch, teilweise auch Dank dem vermehrten Einsatz leicht bekleideter, barbusiger Damen. Der Rest plätschert dann so vollkommen ziel- und hirnlos in die Hölle und man wünscht sich, Robert Englund würde sich die Krallen umschnallen und wie in der Elm Street dem Trauerspiel ein Ende bereiten.

Ich muss allerdings zugeben, schon langweiligere Filme gesehen zu haben. Insofern bekommt man eigentlich alles, was auf der Packung steht: einen großen Brei aus Möpsen und Untoten. Und die Mädels sehen auch alle ganz nett aus. Nichtsdestotrotz bleibt ‚Zombie Strippers‘ Trash, den man jedoch in einer illustren und betrunken Männerrunde durchaus konsumieren kann. In diesem Sinne:

Paco: It’s Paco time.

 

Regie: Jay Lee (The Slaughter, Empty Rooms)

Schauspieler: Jenna Jameson, Robert Englund

Bewertung:  

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