Tucker & Dale vs. Evil (2010)

Tucker und Dale sind zwei typische Landeier, die mal ihr neues Ferienhaus auf Vordermann bringen wollen. Auf dem Weg dahin begegnen sie einer Gruppe von (typisch amerikanischen) Studenten. Infolge unglücklicher Umstände glauben diese, dass Tucker und Dale ihre Freundin gekidnapped haben und sie umbringen wollen. Die Clique versucht sie zu „befreien“, was jedoch nicht ganz so gut gelingt.

Bei dem Film handelt sich um eine illustre Hommage an diverse Horror-Splatter-Schock-Filme, allen voran Texas Chainsaw Massacre. Jedoch auf eine derart lustige Art und Weise, dass die „originalen“ Schinken in ihrer Klichee-Haftigkeit entblößt werden. Es gibt wirklich nicht viele Filme dieser Art, die nicht in total belanglosen Klamauk abdriften. Insofern erinnert das etwas tollpatschige Duo an Shaun of the Dead.

Der Film startet wirklich super. Die Teenies sterben Reih um Reih beim Versuch, ihre Freundin zu befreien. Hierbei spart der Film nicht mit blutigen Szenen, die jedoch wieder derart überzogen sind, dass man im Hinblick auf Splatter-Schocker wie Saw oder Hostel lächelnd zurückblicken kann oder auch muss.

Die erste Hälfte ist hierbei sehr schnell bzw. behält ein sehr hohes Tempo bei. Leider fand ich dann die 2. Hälfte nicht mehr ganz so unterhaltsam, was dem sehr guten Gesamteindruck keinen großen Schaden antut. Postiv bemerken kann man noch die Spezialeffekte. Der Film hat garantiert kein großes Budget gehabt, doch das Gesplatter sieht auf jeden Fall sehr nett aus.

Die beiden Hauptcharaktere sind zudem, trotz eines gewissen Landeier-Touches und ihrer hohen Affinität zu Bier, durchaus sympathisch (oder gerade deswegen?). Der Film ist mit seinen 90 Minuten auch nicht in die Länge gezogen.

Besonders bemerkenswert finde ich die Tatsache, dass das übliche Gut-Böse-Schema, das den persiflierten Filmen dieser Art beiwohnt, aufgebrochen wird und man so auch eine gewisse Message mit auf den Weg bekommt, welche auch explizit erwähnt wird (Die meisten Konflikte beruhen auf einem Defizit an Kommunikation zwischen den Parteien).

Tucker & Dale vs. Evil ist super.  Es ist kein tiefgründiger Film, aber eine gute Komödie, wenn man Freunde zu Gast hat und die Geschmäcker zu weit auseinander gehen. Leute, denen Hot Fuzz, Shaun of the Dead oder Evolution gefallen haben, werden Tucker und Dale eine große Freude bereiten.

Regie: Eli Craig (The Tao of Pong)

Schauspieler: Tyler Labine, Alan Tudyk, Katrina Bowden

Bewertung: 

2 Gedanken zu „Tucker & Dale vs. Evil (2010)“

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