Transmorphers (2007)

Es gibt ja Filme, die sind lustig. Das sind relativ oft Komödien. Wenn ein Film einen aber zum Lachen bringt, weil etwas total doof und merkwürdig ist, dann ist das ja eher nicht so gut. Und schon wären wir bei Transmorphers.

90% der Menschheit sind ausgelöscht worden, weil wir irgendwelche Signale an einen weit entfernten Planeten gesendet haben und Robo-Aliens auf die Erde kamen um diesen zu okkupieren. 400 Jahre in der Zukunft lebt der Rest der menschlichen Rasse im Untergrund, denn die bösen Maschinen haben den Himmel verdunkelt und die Oberfläche zu einem unwirtlichen Ort gemacht. Momentchen mal, das hört sich ja ein wenig nach Matrix Revolutions an!  Und ja, Transmorphers ist sehr ähnlich. Nur in schlecht. Aber halt, war Matrix Revolutions nicht schon schlecht? Ach ja, nur eben noch VIEL schlechter.

So erleben wir, wie die Menschen gegen die Maschinen kämpfen und sich auf den finalen Fight vorbereiten. Weil der vorherige Commander Sowieso leider zuvor in ein Himmelfahrtskommando geschickt wurde, wird der eingefrorene Warren Mitchell (Matthew Wolf) aufgetaut und auf den letzten Kampf angesetzt. Warum und weshalb weiß ich nicht genau. Irgendwie brauchen die Leute einen der Roboter, um damit irgendwas zu machen. Warum auch immer. Die Oberkommandeurin ist dabei die merkwürdigste Person mit einer noch merkwürdigeren Frisur, aber vielleicht ist das ja auch einfach mal so in der Zukunft. Dem Plot konnte ich ab einer gewissen Stelle nicht mehr so recht folgen, zumal noch irgendwas mit Verrätern und menschlichen Maschinen reinkam, was bei bestem Willen nicht Sinn ergeben wollte.

Ist ja auch egal. Viel geiler ist dagegen, dass ich ständig lachen musste und mir der Film deswegen mehr oder weniger Spaß gemacht hat. Zuallererst wäre da mal die Synchronisation. Die stammt nämlich direkt aus der Hölle und ist so dermaßen scheiße, dass es immer wieder einfach nur lustig wird. Der eine Commander, der mit dem Himmelfahrtskommando, der hat eine Stimme, die viel zu tief ist und sich eher so anhört, als würde er eigentlich gerade einen Porno drehen. Oder als ob er gerade Sulfur-Hexafluoride eingeatmet hätte. Da der Typ in den ersten 10 Minuten öfter mal spricht, muss man da auch öfter mal lachen. Lachhaft. Und es ist nicht nur seine Stimme, eigentlich sind alle Synchronisationen total mies und erzeugen diesen gewissen billigen Erotik-Film-Flair, sodass man alle 10 Minuten erwartet, dass die sich da gleich ausziehen und rammeln. Tun sie aber nicht. Auch das Geschauspielere ist richtig mies und deswegen wirken total ernste Szenen manchmal so unglaublich bescheuert, dass es einfach ein Fest ist. Die Oberkammandeurin mit der komischen Frisur beispielsweise versucht hin und wieder, Autorität auszustrahlen, was ihr aber, naja, sagen wir einfach, nicht so wirklich gelingt. Und hin und wieder hält einer der Protagonisten eine übelst wichtige Ansprache, über das Ende der Menschheit und so weiter, und gerade da wird es dann besonders witzig. Einfach weil man denen nichts abkauft.

Das vielleicht verstörendste am ganzen Film ist die Tatsache, dass unsere „Helden“ anstatt irgendwelcher Helme oder Masken ganz herkömmliche Schwimmbrillen tragen. Die kämpfen also gerade gegen die bösen Roboter und sehen so aus, als ob sie gleich in den nächsten Pool springen wollen. Das ist ganz so, als ob Neo im Kampf gegen Mr. Smith mit Schwimmflügeln und Flossen angewatschelt kommt. In einer der Szenen setzen sich 3 Protagonisten gleichzeitig ihre Schwimmbrille, Verzeihung, Ultra-Kampf-Protection-Goggles auf und marschieren los und ich muss laut lachen, weil es keinen Schauspieler gibt, der sowas ernsthaft spielen kann. Großartig. Vielleicht bin aber auch einfach ein wenig voreingenommen, weil ich weiß, dass man in der Regel Schwimmbrillen zum Schwimmen und nicht zum Kämpfen benutzt.

Und dann das mit Abstand merkwürdigste an Transmorphers: die Special-Effects. An dieser Stelle entschuldige ich mich bei allen Effekten, weil das in diesem Film bei bestem Willen keine Effekte sind, sondern eher mit Microsoft Paint gemalte und animierte Bildchen. Die Roboter sehen aus, als ob die gerade ein Kindergarten in der Vormittags-Malstunde zusammengeschustert hätte. Das ist einerseits relativ schlau, weil billig, sieht aber aus wie ausgekackt. Und auch da bin vor Lachen fast jedes mal vom Stuhl gefallen. Die Raumschiffe und Weltraumanimationen stammen aus der Feder eines wahren Künstlers und bewirken ebenfalls einen doch mehr als billigen Eindruck.

Genau wie bei Matrix Revolutions habe ich das Ende nicht ganz verstanden, aber ist ja auch egal. Dafür gibt es hierzu noch Sequels! Außerdem frage ich mich, wie viele Leute aus Versehen diesen Film gesehen haben, weil sie ihn fälschlicherweise für Transformers hielten. Transmorphers ist also totaler Müll, könnte aber für das eine oder andere Trinkspiel taugen. Wenn man zum Beispiel immer beim Auftauchen einer Schwimmbrille trinken muss, könnte ich mir die eine oder andere Alkoholvergiftung vorstellen. Auch kann man ihn in einer illustren und betrunkenen Männerrunde vermutlich einigermaßen genießen, wenn man sich von jeglichen Ansprüchen an Handlung / Effekten / Darstellern befreit. Prost.

Regie: Leigh Scott (Art House, Beach House, Frankenstein Reborn)

Schauspieler: Matthew Wolf, Amy Weber

Bewertung:  

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