The Mechanic (2011)

Arthur Bishop (Jason Statham) ist der beste Auftragskiller. Eines Tages muss er seinen eigentlichen Auftraggeber Harry McKenna (Donald Sutherland) umbringen. Daraufhin nimmt er dessen ziellosen und erfolglosen Sohn Steve (Ben Foster) unter seine Fittiche und bringt ihm das ‚Mechaniker‘-Handwerk bei. Der kennt jedoch den wahren Mörder seines Vaters nocht nicht.

Ja, so viel Handlung ist nicht drin. Es werden noch ein oder zwei Twists verbaut, aber ansonsten handelt es sich um einen geradlinigen Action-Film. Und verdammt, ist der brutal. Das hat mich an einigen Stellen ein wenig überrascht, aber warum nicht?  Da kocht das Testosteron, da gibt es Kopfschuss um Kopfschuss und auch mal eine Harpune durchs Bein. ‚The Mechanic‘ ist hart und versucht noch nebenbei ein wenig tiefgründig zu sein.

Da haben wir Jason Statham in seiner Parade-Rolle als abgeklärter Auftragsmörder, der lebt wie ein zurückgezogener Eremit (wie in Transporter). Dann bekommt er einen Auftrag, der sein geregeltes Leben durcheinander bringt (wie in Transporter). Das führt wiederum dazu , dass er jemanden bei sich aufnehmen muss (wie in Transporter), hier jedoch einen jungen Mann (nicht so wie in Transporter!). Die killen dann zusammen. Killer als Perspektive für Perspektivlose, um das Leben wieder in geregelte Bahnen zu lenken. Diese gewisse Pseudo-Philosophie versucht ‚The Mechanic‘ zu verkaufen, warum aber im Endeffekt Arthur Bishop den einzigen Menschen umbringt, mit dem er eine Freundschaft pflegt, bleibt schleierhaft. Womöglich war auch in den 93 Minuten nicht genug Zeit, die persönlichen Gefühlswelten zu beleuchten.

Der Film nimmt dann zur Mitte hin Züge einer dieser Mentor-Schüler-Filme an, wie z. Bsp. Karate Kid, nur halt mit Waffen und einer Menge Blut und Leichen. Dieser anfängliche Mord am Anfang am eigenen Mentor hat mich dann auch stutzig gemacht und so dachte ich lange Zeit an mehr Tiefgang, der dann jedoch fehlte. Zurückblickend musste ich dann meine Erwartungen überdenken und komme zu dem Schluss, dass ich eine Menge Spaß hatte. Ja, man kennt den Jason Statham aus diversen anderen Filmen in der immer gleichen Rolle. Doch die ist eigentlich ‚cool‘. Und der Brutalitätsgrad tut sein Übriges, um das Action-Herz höher schlagen zu lassen. Und auch wenn ich das Ende nicht supertoll fand, es blieb diese Jason-Statham-Coolness übrig, wenig Reflektion, aber diese Besonnenheit und Schlagfertigkeit in höchster Not.

Im Endeffekt läuft es darauf hinaus, in welchem Umfeld man sich ‚The Mechanic‘ reinzieht. Mit ein paar Bier und (männlichen) Freunden macht er sicherlich Spaß und ist ein netter Action-Film. Bei der Freundin oder Gattin wird man sich dann wohl keine Lorbeeren abholen dürfen, außer die ist Fan des Jason S. Ich muss auch sagen, es gibt deutlich schlechtere Filme dieser Art, dazu zählen vor allem viele Filme der letzten 10 Jahre mit Steven Seagal in der Hauptrolle. Und es gibt bessere. ‚Transporter‘ gefiel mir mehr oder aber auch die beiden ‚Crank‘-Filme. Wer ein bisschen mehr Substanz braucht, greift zu ’96 Hours‘. Im Endeffekt aber hat mich ‚The Mechanic‘ angemessen unterhalten und ich würde mir auch zu jeder Zeit wieder einen Statham-Actioner ansehen, denn da weiß man wenigstens, was man bekommt.

Regie: Simon West (Con Air, Tomb Raider, Wehrlos)

Schauspieler: Jason Statham, Ben Foster, Donald Sutherland

Bewertung: 

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