Shaun of the Dead (2004)

Shauns (Simon Pegg) Leben ist so ziemlich am Sack, genau wie er selbst. Anstatt seine Freundin glücklich zu machen, hängt er lieber mit seinem Kumpel und Mitbewohner Ed (Nick Frost) in deren Lieblingspub ab. Auf der Arbeit genießt er keine Autorität und der Mann seiner Mutter ist ein Arsch. Als die Zombie-Apokalypse über sein beschauliches Leben hereinbricht, muss er sich beweisen und zeigen, dass er kein Taugenichts ist.

Legendär sind einfach nur die ersten 30 Minuten, in denen Shaun durch seinen Alltag tingelt und praktisch nicht mitbekommt, wie um ihn herum Menschen zu wandelnden Untoten werden. Er holt sich irgendwas in einem Kiosk neben seinem Haus und bemerkt vor Schlaftrunkenheit nicht die Blutflecken überall im Laden. Und so geraten er und sein Kumpel in die schwierige Lage, sich zur Wehr setzen und Shauns Lieben in Sicherheit bringen zu müssen. Und praktisch an jeder Stelle gibt es geilen britisch-schwarzen Humor. Mitten in einer Schar von Zombies kriegt Ed einen Anruf und fängt an, seelenruhig Dope zu  verticken.

Dabei sind Nick Frost und Simon Pegg ein cooles Duo, so wie auch in Hot Fuzz. Ein richtiges Buddy-Movie ist ‚Shaun of the Dead‘ jedoch nicht, da auch viele andere Charaktere auftauchen und die Beziehung zwischen Shaun und seiner Freundin Liz oft thematisiert werden. Insofern ist dieser Zombiefilm sympathischer als die vielen anderen Verwurstungen der Thematik, weil im Grunde die Menschen und nicht die Zombies im Vordergrund stehen. So bleibt die Handlung simpel und an jeder Stelle logisch, außerdem ist das Ende rundum befriedigend.

Zum Ende hin wird die Komödie hin und wieder ernst. Soll man Infizierte, aber Noch-Nicht-Zombies, erschießen oder nicht? Allzu viel hineininterpretieren will ich da jetzt nicht, aber der Umgang damit wirkt durchdacht. Irgendwelche lächerlichen Verschwörungstheorien gibt es nicht, wodurch sich halt auch alles auf dem kleinen Raum der wenigen auftauchenden Personen abspielt. Langweilen tut man sich zu keiner Zeit in den fast 100 Minuten Laufzeit.

So schafft es Edgar Wright, mit einem fast lächerlichen Budget von 5 Milionen US-$ (Quelle), eine wahre Perle des Zombie-Film-Genres zu erschaffen. Ich hab den Film nun schon zum dritten oder vierten Mal gesehen und finde ihn immer noch unheimlich sehenswert. Übrigens ist ‚Shaun of the Dead‘ erst der erste Teil der Blood-and-Ice-Cream-Trilogie, Hot Fuzz ist der zweite und wohl in Planung ist bereits der dritte. Mir fällt keiner ein, dem der Film nicht gefallen sollte. Vielleicht Leute, die sich bei jedem bisschen Blut ins Höschen machen oder, naja, Arschlöcher eben.

Regie: Edgar Wright (Hot Fuzz, Scott Pilgrim, Spaced)

Schauspieler: Simon Pegg, Nick Frost

Bewertung: