hoerdatei Episode 2: Alien

In der zweiten Episode dieses Podcast-Formats diskutieren und reden wir, das sind Olly und Kyrill, über das Alien-Franchise. Also über die Alien-Quadrilogie mit Alien, Aliens, Alien 3 und Alien – Die Wiedergeburt, um dann zu guter Letzt noch auf Prometheus zu sprechen zu kommen, das ja ein Prequel der Reihe darstellt. Ganz zum Schluss gibt es noch einen kurzen Abstecher ins Predator-Universum, das sich in zwei (oder sogar drei) Filmen mit der Welt der Aliens überschneidet.

Technisch hat der Podcast einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Soll heißen, Kyrill hört sich nicht mehr so an, als ob er gerade im Regen steht und in eine Blechbüchse samt Schnur reinredet. so wars jedenfalls im ersten Podcast über die Oscars 2013. Kritik, Lob und Anregungen sind immer erwünscht, wenn nicht sogar notwendig und gehören nach weiter unten. Ansonsten viel Spaß.

Achtung, wir spoilern die Filme zum Teil! Man kann aber sonst unmöglich über alle Filme übergreifend reden. Allerdings beinhalten die Filme im Alien-Universum nicht unbedingt Story-Twists, die alles zuvor Gesehene auf den Kopf stellen. Dennoch seid Ihr gewarnt! 

 

 

00:03:56 Alien, oder der Beginn einer wunderbaren Feindschaft

00:21:29 Aliens, denn mehr ist immer besser

00:34:11 Alien 3, oder der Beweis, warum nicht aller guten Dinge drei sind

00:48:58 Alien: Resurrection, weil in Hollywood niemend wirklich stirbt

01:00:54 Prometheus, denn wenn du kein Sequel hinbekommst, machst du eben ein Prequel

01:13:00 Predator und der Versuch, das Alien-Franchise mit in den Abgrund zu ziehen

01:25:12 Ende (endlich)

 

weiterführunde Links:

[imdb] Alien Aliens Alien3 Alien 4 Prometheus

[youtube] Prometheus-FAQ Honest Trailer Prometheus Everything wrong with Prometheus How Prometheus should have ended

[web] Maikel Das über die Alien-Filme Alien-Zeitlinie

 

 

 

Predator 2 (1990)

Die meisten Menschen, die man auf die Fortsetzung vom Original anspricht, machen erst einmal ein verdutztes Gesicht. Dann glauben die Leute, man redet von ‚Predators‘, was aber so eine Art Remake-Fortsetzung aus dem Jahre 2010 mit Adrien Brody in der Hauptrolle ist. Aber nein, darum geht es hier tatsächlich nicht. Und Arnold Schwarzenegger spielt hier auch nicht mit. Eigentlich sollte er einen Auftritt bekommen, aber der gute Mann hatte damals zu viel mit ‚Terminator 2‘ zu tun. Und natürlich musste auch ein Sequel gemacht werden, denn ‚Predator‚ hatte an den Kinokassen weltweit beinahe das 7-fache seiner Produktionskosten eingespielt. Doch wie Hollywood so ist, verzichtet man intelligenterweise auf im Grunde alles, was den Vorgänger so groß gemacht hat.

Und leider war dieser Streifen der Ideengeber für die widerlichen ‚Alien vs. Predator‘-Filme. Dazu kommen wir noch.

Nachdem ein Predator-Alien Arnis Crew im Dschungel dezimiert hat, verfolgen wir nun die lustigen Abenteuer eines weiteren Außerirdischen in Los Angeles. Die Stadt gleicht dabei eher einem Kriegsgebiet, in dem sich die Polizei jeden Tag gegen über die Zähne bewaffente Gangsterhorden behaupten muss. In der Hauptrolle sehen wir Lieutenant Mike Harrigan (Danny Glover). Richtig gehört, Danny „Ich bin zu alt für so eine Scheiße.“ Glover! In irgendwelchen Nebenrollen erscheinen Gary Busey und Bill Paxton, wobei Kevin Peter Hall wieder den Predator gibt.

Es gibt keinen Dschungel mehr und auch keine eingeschworene männliche Crew. Nur den eigentlich viel zu alten und ungelenken Danny Glover, der einfach mal so rein gar nicht in diese Rolle passt und sich ungefähr ein halbes dutzend Mal über vorbeischwirrende Tauben aufregt. Es kann doch kein Mensch mit halbwegs brauchbarem Verstand annehmen, dass man Arni auf diese Art und Weise ersetzen könnte. Aber was solls. Dafür kriegt unser Freund aus dem Weltall jetzt ein wenig mehr Screentime und Szenen aus der Ego-Perspektive. Warum sich Herr Predator allerdings in L.A. aufhält und wofür er dort die ganzgen Gangster umbringt, ist allen ein Rätsel. Wahrscheinlich auch den Drehbuchschreibern. Lustig ist aber dafür, dass der Predator jamaikanische Gangmitglieder umbringt. Wahrscheinlich, weil die seine Rastafari-Frisur abgekupfert haben.

In einer Szene wird fröhlich in der U-Bahn geschnetzelt. Das ist eigentlich ziemlich sinnbefreit. Aber zu dem Zeitpunkt hat man sich bereits daran gewöhnt. Und irgendwie, ja geradezu auf eine nostalgische „Die meinen es doch nur gut!“-Weise, ist das Filmchen doch irgendwie ein wenig unterhaltsam. Zwar sind im Grunde alle Protagonisten trotz ihrer Berufe und dem Stadtszenrio sogar fast noch ein stück weit flacher als die beinharte Söldnertruppe um Arni. Aber irgendwie mag man Danny Glover. Vielleicht weil er wirklich zu alt ist, um sich mit Aliens rumzuschlagen. Oder weil der Gute ein Stück weit realistischer und greifbarer ist als der muskulöse Arnold.

Hier und da spricht der Predator dann auch noch. Das ist für die Freunde, die unbedingt noch mehr von dem Vieh sehen müssen. Zum Ende hin gibt es dann noch so ein wenig Kritik an der exekutiven Obrigkeit. Allerdings bleibt es handlungstechnisch natürlich sehr flach. Der Film bemüht sich dann, so ein wenig mehr Antworten zu geben als ‚Predator‘, was gerade im Sci-Fi-Genre ein dämlicher Fehler ist. Man darf sich selbst nicht des Mystischen berauben, denn puren Realismus, in dem alles vorne bis hinten durchdacht ist, kann man ohnehin nicht erreichen. Schon alleine wegen des futuristischen Settings.

‚Predator 2‘ ist ein unnötiger Film. Ganz eindeutig. Aber kein schlechter. Wer das Genre mag und die ganze Geschichte rund um die Predatoren, findet vielleicht einen gewissen Unterhaltungswert hierdrin. Alle anderen halten sich dann wohl lieber fern und lassen sich eher nochmal von ‚Arni‘ im Dschungel berieseln. Und tun dabei so, als ob es das Sequel nicht gibt und ‚Predator‘ einfach nur alleine für sich steht.

Predator: Want some candy?

 

Regie: Stephen Hopkins (24, Lost in Space, Der Geist und die Dunkelheit)

Schauspieler: Danny Glover, Gary Busey, Kevin Peter hall, Bill Paxton

Bewertung: