Fast & Furious Five (2011)

Naja, Fast & Furious eben. Man kennt das meiste halt, es geht um Autos. Doch halt? Geht es wirklich um Autos? Nein! Warum auch immer, Rennen und geile Karren spielen irgendwie nur die zweite Geige hier. Paul Walker mit Freundin (die Schwester von Vin Diesel) befreien erst den Vin, um dann nach Brasilien abzutauchen, wo sie diesen dann irgendwann wiedertreffen wollen (man hat sich getrennt). Aufgrund mangelnder Finanzen wird ein Job (inbegriffen Autodiebstahl) angenommen. Der misslingt, ein paar amerikansiche Agenten sterben und man hat nun Beef sowohl mit Dwayne ‚THE ROCK‘ Johnson (irgendsoein Ermittler mit Bizeps und Sherlock Holmes-Allüren *hallo CSI*) als auch dem ursprünglichen Auftraggeber Reyes, welcher zufällig der dickste Boss der Bosse im südamerikanischen Erdteil ist. Die Story war noch nie eine Stärke der Fast/Furious-Filme, aber hier hat man sich wirklich mal was Dümmliches einfallen lassen. Nicht nur dass von allen Seiten auf unsere armen Helden geballert wird, nein, man muss auch in guter alter Ocean’s Eleven-Manier irgendeinen dicken Tresor knacken, wozu man alle wichtigen (oder nicht ganz so wichtigen) Leute aus allen bisher gesehenen Filmen benötigt. Und die Armut in den Elendsvierteln wird thematisiert! In der einen oder anderen Szene besitzt der Film einen revolutionären Pathos, der einfach komplett lächerlich ist.

Ich mag Vin Diesel. Er ist ein cooler Action-Held, hat coole Sprüche (RIDDICK) und auch krasse Kämpfe und dergleichen, aber Fast Five ist einfach mal über zwei Stunden lang und dermaßen überladen mit Zeugs und unnötigen Twists und Gelaber, dass es einem schon mal weh tut. Nach dem Film habe ich mich gefragt, wie viel der Film wohl bei imdb.com haben möge und wurde komplett überrascht:

7.4? 7.4 ist eine Bewertung bei imdb, in der so Filme wie Shrek 2, Spider-Man 1, Tootsie, X-Men 1, Stirb Langsam 4.0, Die Glücksritter, Gottes Werk und Teufels Beitrag, Mein Vetter Winnie, Duell – Enemy at the Gates, Michael Clayton, Precious, Crazy Heart, Hustle und Flow, The Fountain und Im Tal von Elah dabei sind. Und wenn ich die Entwicklung richtig deute, können wir schon mal für den 2013 kommenden 6. Teil bereits einen Oskar für Vin Diesel reservieren.

Wie dem auch sei, es gab auch Dinge, die ich mochte. Das Finale, in dem 2 Autos einen tonnenschweren Safe durch Rios Innenstadt ziehen und alles plattwalzen, war ganz geil. Die eine oder andere Panorama-Aufnahme vom Zuckerhut ist auch nett anzuschauen. Und jeder, der die anderen Teile kennt, freut sich, dass man so viele bekannte Gesichter wiedersieht (u.a. Ludacris und den einen Asiaten aus Tokyo Drift). Andererseits ist, sofern man geile Autorennen erwartet, nicht viel zu sehen. Zum Ende hin ein wenig, aber um Rennen geht es irgendwie nicht mehr. Das ist schade, denn die mochte ich eigentlich. The Rock als Schnüffler, Marine und Schläger ist einerseits cool, aber so dermaßen fernab von jeglicher Realität.

Ach Herr Gott, die Handlung ist wirklich dämlich. Da könnte ich mich wirklich ewig darüber aufregen! Doch dann muss auch ich wieder einsehen, dass der Film einfach nichts für mich war. Ich fand ihn schwach. Jeder, der die vorherigen Filme mochte, findet ihn gut. Warum? Weil er denen einfach das bietet, was man erwartet, garniert mit dem guten Gefühl, alte Bekannte wiederzusehen. Und dann rückt auch das ganze Drumherum auch ein wenig in den Hintergrund.

Darum: Gefällt mir Fast & Furious, so ich auch den 5. gucken muss. Der Rest, nicht dumm, macht einen Bogen drum. (Entschuldigung für den Versuch, zu reimen.)

Regie: Justin Lin (Fast & Furious 3 + 4, Better Luck Tomorrow)

Schauspieler: Vin Diesel, Paul Walker, (das meiste was sonst in den vorherigen Teilen mitgespielt hat)

Bewertung: