Devil (2010)

5 Personen bleiben in einem Hochhaus in Philadelphia im Fahrstuhl stecken. Zeitgleich untersucht Detective Bowden (Chris Messina) einen Selbstmord in besagtem Gebäude und muss feststellen, dass alle Personen im Aufzug Dreck am Stecken haben. Es dauert nicht lange, bis wieder jemand sterben muss.

Allzuviel mehr kann man auch nicht sagen. Schließlich findet ein großer Teil des Films im Fahrstuhl statt. Entsprechend kurz ist dieser Mystery-Horror-Thriller mit lediglich 72 Minuten. Langeweile kommt jedoch nicht auf, denn es gibt viele Wechsel zwischen den ‚Gefangenen‘ und dem Cop. Das ist ganz nett und wird auch nicht langweilig. Jedes mal, wenn einer im Fahrstuhl stirbt, geht das Licht aus und man hört nur noch Atmen und Schreien. Das hat mir wirklich gut gefallen und war auch überraschend.

Dass M. Night Shyamalan die Story geschrieben hat, merkt man dem Film vor allem an seiner sowohl religiösen wie auch philosophischen Komponente an. Das hätte man, meiner Meinung nach, in realistischer Form, viel überzeugender hinbekommen können. So driftet das Ganze zum Ende hin in etwas zu viel ‚Mystery‘. Das stört den Gesamteindruck nicht. Im Gegenteil, für einen Shyamalan-Film wurde ich sehr positiv überrascht.

Das Verwirrspiel, wer denn nun der Mörder ist und wer warum in diese Situation gelangt ist, unterhält und wird durch die Kürze des Streifens auch nich zu sehr gedähnt. Die Charaktere in dem Höllending hingegen sind mehr oder weniger alles Gurken. Der Hausmeister ist so blöd wie sinnlos, jedoch als potenzielles Todesopfer einfach zu integrieren. Sogar die alte Frau im Fahrstuhl ist unsympathisch. Einzig der Bulle, der immer noch durch den Tod seiner Familie traumatisiert ist, ‚tut‘ etwas. Er arbeitet und versucht die Leute am Leben zu halten. Letztendlich bleibt er jedoch auch nur Zuschauer der Ereignisse im Aufzug. Dieses Ausgelifersein

Was ist ‚Devil‘ nun also? Es ist definitiv kein Blockbuster. Ein Horror-Film ist es auch nicht, auch wenn die eine oder andere Szene gruselig ist. Wer aber mal ein wenig Lust auf so einen kleinen Thriller à la ‚The Others‘ oder ‚Disturbia‘ Lust hat, wird ‚Devil‘ nicht schlecht finden. Es gibt einiges, was einen stören kann, aber ich wurde nicht gelangweilt. Er ist in Ordnung. Man guckt ihn, vergisst ihn zwar schnell, sauer über ihn wird man aber wohl nicht sein.

Regie: John Erick Dowdle (Quarantäne)

Schauspieler: Chris Messina, Logan Marschall-Green, Bokeem Woodbine, Geoffrey Arend

Bewertung: