Die 21 größten Kinoflops aller Zeiten

flopp2012 kam mit Disneys John Carter ein Film heraus, der nicht nur 250 Millionen Dollar an Produktionskosten verschlang, sondern auch ungefähr 100 Millionen für Werbung verbrauchte. Am Ende der Rechnung stand ein Verlust von fast 70 Millionen und Rich Ross, Chef der Disney-Filmstudios, musste sich nach einem neuen Arbeitgeber umsehen. Nicht jede Comic-Adaption rentiert sich eben, selbst in Zeiten, in denen Marvel und DC am laufenden Band Comic-Verwurstungen auf den Markt werfen. Wer jetzt jedoch denkt, dass John Carter damit die Liste der größten Filmflops aller Zeiten anführen müsste, liegt weit daneben. Doch seht selbst.

Das Kleingedruckte: Die einzelnen Plakate verweisen auf die entsprechende imdb-Seite des jeweiligen Films. Das Ranking der Liste basiert auf dem Verlust, den ein Film gemacht hat, in Bezug auf das Jahr 2013. Die Inflation ist also eingrechnet. Damit ergeben sich die Platzierungen anhand der in rot aufgeführten Zahl hinter „Verlust heute:„. Kosten und Verlust sind dabei die aus dem entsprechenden Release-Jahr. Dabei sollen die Zahlen gar nichts über die Qualität der Filme aussagen. Es geht hier wirklich um den reinen finanziellen Aspekt. Beispielsweise waren auch Metropolis, Donnie Darko  und Fight Club zu ihren Zeiten Kino-Flops, die erst im Nachhinein zu ihrem Ruhm fanden. Gott sei Dank haben die drei es allerdings nicht hier rein geschafft.

 

 

Platz 21: Red Planet (2000)

Der Mars ist ein schweres Pflaster für Filme. Nicht nur John Carter musste diese Erfahrung machen. Im Jahre 2000 startete zudem Red Planet fast zeitglich mit Mission to Mars in den Kinos. So erzeugten die Mars-Filme fast schon so eine Art Überdruss beim gewillten Zuschauer. Da halfen dann weder Val Kilmer, Carrie-Anne Moss oder die arg plumpe Handlung, die teilweise über Rückblenden erzählt wird. Am Ende retten doch tatsächlich die Russen so ein wenig den Tag. Oder MacGyver. Mit dabei sind Sauerstoff produzierende Käfer und ein böser Hunderoboter. Mit horrenden 100 Millionen Dollar Produktionskosten erzielte man jedoch lächerliche Einspielergebnisse und einen Verlust von 89 Millionen. Ich persönlich finde den Film ganz in Ordnung. Er ist ein hohler Sci-Fi-Action-Streifen, aber das Setting ist im Grunde ganz nett, hier und dort wird es auch mal spannend und irgendwie ist Val Kilmer ja schon ein Sympath.Red Planet

Kosten: 100.000.000 $   Verlust: 66.536.031 $   Verlust heute: 88.701.851 $

 

 

Platz 20: Postman (1997)

Kevin Costner spielt im postapokalyptischen Amerika des Jahres 2013 (!!!) einen Typen, der Leuten ihre Briefe bringt. Weil dadurch die Zivilisation wieder in Gang kommt. Voll mit Pathos und unglaubwürdigem Blödsinn, erleben wir hier drei Stunden Belanglosigkeit. Epic Fail. Auch was die Einnahmen angeht. Unterm Srich stehen 89 Millionen Dollar Verlust. Hauptdarsteller und Regisseur Kevin Costner kann halt irgendwie keine kurzen Filme machen. Aber es kommt wohl nicht auf die Länge an. Zumindest bei Filmen. Zurecht gab es hierfür mehrere Goldene Himbeeren. Postman

Kosten: 80.000.000 $   Verlust: 62.373.766 $   Verlust heute: 89.203.278 $

 

 

Platz 19: Ballistic (2002)

Rotten Tomatoes hat dieses Meisterwerk 2007 in seinem „Worst of the worst„-Ranking mit Platz 1 gehuldigt. Bei 108 Reviews war nämlich nicht eine einzige positive zu finden. Geradezu eine Meisterleistung. Mit dabei sind Antonio Banderas und Lucy Liu, die beide überkrasse Geheimagenten sind, die gegeneinander arbeiten und sich dann doch gegen einen größeren Feind zusammentun. Oder so. Ich muss zugeben, dass Antonio Banderas doch in allerhand miesem Schrott mitspielt (The Big Bang und The Code). Und das obwohl er als Desperado der coolste Gitarrist der 90er war. Verflucht, der Mann ist doch außerdem noch Zorro! Schade.Ballistic

Kosten: 90.000.000 $   Verlust: 70.075.967 $   Verlust heute: 89.887.250 $

 

 

Platz 18: Der Schatzplanet (2002)

Disney macht Die Schatzinsel. Aber im Weltraum. Das ist an sich nicht verwerflich und der Film ist offensichtlich nicht wirklich schlecht, aber scheinbar hat man einfach nicht den Nerv der Zielgruppe getroffen. Interessanterweise war die superteure Animationsgeschichte kein totales finazielles Fiasko, denn über Video- und DVD-Verkäufe konnte man sogar Gewinn einfahren. Allerdings erst Monate nach Veröffentlichung. Trotzdem trudelt der Streifen in die Weiten des Weltalls und damit auch in Vergessenheit. Der Schatzplanet war übrigens sogar für den Oscar als besten Animationsfilm nominiert, verlor aber Gott sei Dank gegen den überwältigenden Chihiros Reise ins Zauberland. So macht man Trickfilme!Der Schatzplanet

Kosten: 180.000.000 $   Verlust: 70.421.885 $   Verlust heute: 89.887.250 $

 

 

Platz 17: Inchon (1982)

Inchon ist ein Kriegsfilm über den Koreakrieg. Regie führte Terence Young, den man von gleich drei James Bond-Filmen kennen könnte (Dr. No, Liebesgrüße aus Moskau, Feuerball). Inchon wurde nach kurzer Zeit nicht mehr im Kino gezeigt, weil er viel zu schlecht lief und tatsächlich nie auf VHS oder anderweitigen Medien herausgebracht. Suchende finden das Teil bei Youtube. Lustigerweise besitzt der Film den Flair einer mäßigen TV-Produktion. Es ist allerdings auch kein Beinbruch, jegliche Informationen über dieses Werk dann gleich wieder aus dem Gehirn zu löschen. Dafür gab es gleich vier Goldene Himbeeren. Immerhin etwas.Inchon

Kosten: 46.000.000 $   Verlust: 40.800.000 $   Verlust heute: 97.061.793 $

 

Platz 16: Jack and the Giants

Der Originaltitel ‚Jack the Giant Slayer‘ wäre wohl zu brutal oder unverständlich für den deutschen Markt gewesen. Anders kann ich mir nicht nicht so ganz erklären, warum man das unbedingt umbenennen musste. Konsequenterweise hätte man auch gleich ‚Das tapfere Schneiderlein‘ wählen können, oder war das nicht mehr hip genug? Wer das entsprechende Grimmsche Märchen kennt, sollte wissen, was hier so ungefähr passiert. Der Held Jack wird gespielt von Nicholas Hoult, den man aus ‚Der Tag der toten Ente‘ kennen könnte. Ansonsten sind noch Ewan McGregor, Stanley Tucci und Bill Nighy/John Kassir vertreten, wobei die letzten beiden gemeinsam einen Riesen mit zwei Köpfen spielen. Klingt doch eigentlich ganz lustig, oder? Natürlich kommt hier superviel 3D-Technologie zum Tragen, denn wer will heute noch einen Film in 2D haben? Pfui! Regisseur Bryan Singer ist auch kein Unbekannter (Die üblichen Verdächtigen, X-Men I + II, Superman Returns, Operation Walküre). Am Ende sollten es dennoch fast 100 Millionen Dollar Minus werden.

Ursprünglich war ein Release für Juni 2012 geplant. Warner hatte jedoch Angst vor The Dark Knight Rises im Juli und versetzte Jack gleich um 9 Monate in den März 2013. Warum auch nicht? Schließlich lief Der Hobbit ja nur kurz davor im Dezember an, und die Leute gucken schließlich immer wieder gerne ähnliche Filme *zwinker, zwinker*. Außerdem wurde im Oktober aus ‚Jack the Giant Killer‘ dann der finale ‚Jack the Giant Slayer‘. Offensichtlich war man sich wohl erst dann bewusst geworden, welche Zielgruppe man ansprechen wolle. Oder auch nicht. Der Film, der 200 Millionen in der Produktion und 95 Millionen im Marketing verschlang, entpuppte sich als überdimensionierter und viel zu künstlicher Flop, der für Jüngere zu brutal und für Erwachsene zu kindisch ist. Wie man Kinderbücher verfilmt, bewies dafür Peter Jackson, der wohl einzige Gewinner von Jack and the Giants.Jack and the Giants

Kosten: 295.000.000 $  Verlust = Verlust heute: 97.460.502 $



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