Fler: Im Bus ganz hinten – Eine deutsche Geschichte (2011)

Es gab mal eine Zeit, da dachte ich, ich würde mich in der deutschen Hip-Hop-Szene auskennen. So vor 10 Jahren vielleicht. Nicht, dass ich deutschen Hip-Hop exzessiv gehört hätte, aber der tägliche Konsum von MTV und der Sendung TRL machte mich quasi zu einem Insider der Szene. Heute ist mir eigentlich alles egal, zumal MTV vor Jahren seinen Bildungsauftrag aufgegeben hat und nicht mal mehr für mich Normalsterblichen empfangbar ist. Da kommt jetzt dieser Fler daher, mit seiner Autobiographie und bringt ein wenig Licht ins Dunkel.

Bürgerlich heißt er Patrick Losensky und schildert uns in „Im Bus ganz hinten“ sein Leben, von den jüngsten Kindheitstagen bis heute (2010 oder 11). Dabei kann man das Buch in zwei Abschnitte gliedern: Die erste Hälfte ist die Zeit vor dem Rappen, die zweite Hälfte dann mit dem Rappen. Wir erleben mit, wie der junge Patrick in schwierigen Verhältnissen aufwächst. Sein Vater ist Alkoholiker und seine Mutter scheint ihn nie richtig zu lieben. Als sich seine Eltern trennnen, hat er Schwierigkeiten, damit umzugehen. Dabei bleibt sein Leben stets schwierig, zumal er über seine als „Ghetto“ bezeichnete Wohngegend an allerlei zwielichtige Gesalten gerät. Prägnant werden Patricks psychische Zerwürfnisse geschildert, die ihm sogar einen Aufenthalt in der Psychiatrie bescheren. Irgendwann landet er beim Besprayen von S-Bahnen und schließlich gerät er mit Hip-Hop in Kontakt, hauptsächlich dank seiner Freunde. So beginnt dann irgendwann seine Karriere, die wiederum Probleme mit sich bringt.

Die erste Hälfte, in der Fler noch nicht von seinem krassen Fame erzählt, ist dabei um einiges interessanter als dann die oft sehr protzigen Schilderungen weiter hinten. Die Kindheitserinnerungen wirken authentisch und man entwickelt Mitleid mit ihm. Dass seine Sicht der Dinge eigentlich immer sehr einseitig ist, fällt erst einmal noch nicht auf. Auf mich wirkt er sogar symapthisch, was eben im Mitgefühl begründet liegt. Seine Erlebnisse schildert er mit der naiven und einfachen Art eines Kindes und dabei erlebt Fler eben Sachen, die ein Kind nicht erleben sollte, allen voran der Nervenzusammenbruch.

Dann kommt der zweite Teil, indem er bei Aggro Berlin unterkommt und, zugegebenermaßen mit Erfolg, rappt. Dass Fler eigentlich nie so richtig selber die Motivation hatte, mit der Musik anzufangen und eher eine Art Anhängsel am Anfang war, kommt überhaupt nicht rüber. Eher gesagt, es kommt rüber, aber er selbst scheint es nicht zu realisieren. Noch nerviger für mich ist dann seine zunehmend arrogante Art. Es gibt Stellen, in denen Fler über seine sexuellen Eskapaden schwadroniert und dabei so machohaft und oberflächlich rüberkommt, dass ich jegliche Sympathie für den armen Patrick Losensky verloren habe. Und vor allem wird das Buch dann immer einseitiger, denn er macht einfach nie einen Fehler. Es sind immer die anderen, die böse sind oder sich gegen ihn verschwören. So gibt es dann nur wenige Leute, die nicht in irgendeiner Weise negativ auffallen.

An einer Stelle beschreibt Fler eine Szene, in der er im MTV-Studio ausgerastet ist und es sich so anhört, als ob er das ganze Inventar zerlegt hätte. Dass er dabei eigentlich nur ein wenig an einem Bushido-Poster rumgerissen hat, verstärkt den Eindruck, dass er nur „posen“ will und sich in die Rolle des harten Gangsters begibt. Andererseits gibt es auch in der zweiten Hälfte noch relativ persönliche Momente sowie den einen oder anderen Einblick in die Hip-Hop-Szene des letzten Jahrzehnts. Allzu tiefgründig wird es jedoch nie und so bleibt das Buch auf einem eher seichten Niveau. Mir gefiel der kleine Einblick in das Sprayer-Milieu von Berlin, welches mit Fotos von besprühten S-Bahnen Flers Vergangenheit belegt.

Überraschenderweise fühlte ich mich meistens gut unterhalten. Ich weiß nicht, ob alle Rapper ständig den Harten markieren müssen. Das tut Fler leider hier und da etwas zu oft, was den anfänglichen guten Eindruck stört und „Im Bus ganz hinten“ zu einem Buch macht, was ich nur ok fand. Wer sich ein wenig für die Thematik interessiert oder eine gewisse Verbundenheit zu den Szenen, in denen sich Patrick bewegt, verspührt, darf dieser Biografie gerne eine Chance geben. Sie bietet auf alle Fälle mehr Tiefe, als das Werk der Katzenberger und weckt Emotionen, auch wenn man noch nie ein Lied von Fler gehört hat.

Bewertung:  

Rubber (2010)

Ein Film von dem Typen, der den Flat Beat gemacht hat! Über einen mordenden Autoreifen! Mit telekinetischen Kräften! Und explodierenden Köpfen! Und ganz viel Metaebene! Wuut?

In Rubber sehen wir, wie ein Autoreifen zum Leben erwacht und losrollt, dabei jedoch seine finstere Seite entdeckt und anschließend mordend durch die Unweiten der amerikanischen Landstraßen tigert. Beobachtet von einer Gruppe Menschen mit Ferngläsern, die die Zuschauer darstellen sollen und zeitgleich die Metaebene des Zuschauers selber durchdringen. Oder so. Eigentlich ist die Handlung ziemlich egal, weil der Film sich nie so wirklich ernst nimmt. Als ein Zuschauer dann anfängt, mit den Protagonisten zu reden, wird es total absurd…

Der Anfang ist ziemlich cool. Wir sehen, wie der Reifen losrollt und seine dunkle Seite entdeckt. So tötet er erstmal ein Karnickel und freut sich auch ein wenig darüber, begleitet von netter Musik. Der Kontakt zu anderen Menschen wird dann jedoch schnell weniger nett und die ersten Köpfe müssen explodieren. So habe ich mir zumindest anfangs noch versucht, einen Sinn dahinter zu denken. Das wird aber immer schwieriger, sodass am Ende das totale Chaos herrscht. Auf dieser Seite habe ich jedoch eine wirklich gut passende Interpretation gefunden:

The movie interperates the movie companies. The officer at the beggining is a high up man that gives the orders to other people. The pale man with the bike is his ’servant‘ and does anything. The people spectating are regular movie goers that easily get poisoned by the crap that the movie industry puts out. The old man in the wheel chair represents a critic that isnt fooled into taking the poison. At the end, the tire turns into a tricycle and that is the same idea being reproduced. The tricycle then gathers an army of tires and goes to hollywood to mass produce that idea again and again.

Und in diesem Licht wirkt der Film wirklich clever. Das war mir persönlich nicht klar, denn trotz seiner kurzen 82 Minuten Laufzeit bin ich fast eingepennt. Emphelen würde dahingehend Rubber kaum jemandem. Es ist ein Kunstfilm, ohne richtiges Plot. Wer mit sowas umgehen kann und wer Lust hat, sich hinter jeder möglichen Szene einen Sinn dahinterzudenken, wird sich wohl unterhalten fühlen. Somit ist Rubber halt auch nichts für den Massenmarkt. Ich habe ihn geguckt, weil Leute meinten, dass das wohl ein total (absichtlich) doofer Film über einen psychopathischen Autoreifen wäre und ich keine Lust hatte, mein Gehirn zu überfordern (was einem Studenten nach seiner Klausurphase ja wohl erlaubt sein dürfte). Das ist er aber eben nicht.

Mein Problem ist auch, dass wenn man eine Botschaft eines Films nicht versteht, eher dazu geneigt ist, ihn für schlecht zu halten. Vor allem, weil man sich seine eigene Dummheit nicht eingestehen will. Und weil ich gut mit meiner eigenen Dummheit leben kann, ziehe ich mein Fazit folgendermaßen:

Rubber ist ein chaotischer, esoterischer Kunst-Film, dessen Bedeutung sich mir anfangs überhaupt nicht erschlossen hat und der trotz Splatter-Elementen kein Splatter-Film ist. Die Musik ist meistens wirklich gut und unterstreicht die Gefühlslage des Reifens. Die Interpretation aus dem Internet ist einleuchtend, aber nicht offensichtlich und somit bleibt Rubber schwierig, vor allem schwierig zu genießen. Auf jeden Fall ist das hier etwas, was einem sonst nicht alle Tage über den Weg läuft.

Regie: Quentin Dupieux (Mr. OIZO!!!!)

Schauspieler: Stephen Spinella

Bewertung:  

Land of the Dead (2005)

Ein wenig in der Zukunft ist die gesamte Erde zombifiziert. Doch halt, die ganze Erde? Nein, denn ein kleines Dorf irgendwo in den U.S.A. lebt umzäunt von den Untoten vor sich hin. In der Mitte der Siedlung steht ein Turm, in dem die Schickeria haust, drumherum muss der Rest in ärmlichen Verhältnissen hausen. Einen Moment, ein Turm mit Schnöseln drin, irgendwo in der Pampa? Fallout 3? Ja, die Ähnlichkeit ist schon groß. Ob sich das Spiel von Bethesda vom Film hat inspierieren lassen? Auf jeden Fall, wie man in diesem Interview mit einem Entwickler entnehmen kann.

Jedenfalls wohnt in der City Riley Denbo (Simon Baker), der zusammen mit einem Trupp (darunter John Leguizamo) durch die Zombie-Gegenden herumfährt und noch brauchbare Sachen in die Stadt trägt. Merkwürdigerweise scheinen die Teile einen Verstand zu haben und sich (oha!) zusammenzurotten. Das wäre noch nicht so schlimm, aber einige tragen auch, Achtung!, Waffen! Ja, lernende Zombies! Holy Shit, eine Frage der Zeit, bis die Stadt in der Kacke sitzt. Übrigens ist Kaufman (Dennis Hopper) der böse und fiese Regent über das Örtchen und so ergeben sich innerhalb der menschlichen Gemeinschaft, nun ja, sagen wir Interessenkonflikte. Mord und Totschlag, und sogar noch ein Hauch Kapitalismus haben den Weltuntergang überlebt. So merken die dämlichen Menschen nicht, dass die nicht ganz so dämlichen Zombies sich langsam der Stadt nähern und irgendwann einfach alle am Sack sind.

Gut und gerne 90 Minuten dauert der Zombie-Horror-Film von George A. Romero. Ich persönlich habe mit einem ziemlich dummen und dämlichen Splatter-Gedöns gerechnet und wurde positiv überrascht. Einerseits ist ‚Land of the Dead‘ wohl ein B-Movie, aber das ist nicht unbedingt schlimm. Den einen oder anderen Schauspieler kennt man und dadurch, dass die Untoten ein wenig kommunizieren und nicht ganz so stupide sind wie in allen anderen Filmen, hat das ganze einen leicht innovativen Touch.

Natürlich gibt es auch hier wieder eine Gruppe weniger guter Leute, wo ab und an mal einer stirbt. Das ist immer ein wenig ungewollt komisch, stört aber im groben Verlauf nicht (unbedingt). Unser Held Riley Denbo ist der gutaussehende, ehrliche Ritter der Apokalypse, der stets die Ruhe bewahrt. Der Rest ist ziemlich egal. Was solls? Den Part, mit dem man ein wenig mitfühlt, sind lustigerweise die Zombies! Es werden die Menschen als Monster dargestellt, die die teils wehrlosen Biester niedermetzeln und nun folgt der Aufstand. Meiner Meinung nach ist das einzigartig in diesem Genre und man kann das, wenn man schon so viele andere Zombie-Filme gesehen hat (wie ich), tatsächlich akzeptieren. Wenn man sich natürlich darauf einlässt.

Ansonsten ist ‚Land of the Dead‘ wohl eher als altmodisch zu sehen. Die modernen schnellen Untoten sind dies hier nicht, trotz ihrer scheinbaren Evolution. Und das muss ich Romero lassen: Es ist kein Rip-Off von irgendwas, kein Remake oder so. Es ist ein kleiner feiner Zombie-Film. Wem das Genre liegt, dem gefällt auch dieser Streifen. Er ist wirklich brauchbar. Wer Zombies nicht mag, wird auch hiermit nicht glücklich. Dafür gibt es einfach nicht genug andere Elemente, die es interessant machen würden. Meine Erwartungen wurden jedenfalls übertroffen und im Hinblick auf das ganze Resident-Evil-Franchise hat ‚Land of the Dead‘ auf jeden Fall seine Daseinsberechtigung.

Regie: George A. Romero

Schauspieler: Simon Baker (der Mentalist!), John Leguizamo, Dennis Hopper

Bewertung: 

Resident Evil (2002)

Die Umbrella Corporation ist ganz schön gemein. Im Untergrund von Raccoon City lässt sie an Regenschirmen forschen. Ach ja, und am T-Virus, das Tote wieder zum Leben erwecken soll (und dies dann auch tut). Der Staat hat da nichts zu sagen. Wie dem auch sei, wer hätte das gedacht? Es geht etwas schief! Ein Novum im Zombie-Film-Genre… Eine Special-Forces-Über-Truppe (darunter auch Michelle Rodriguez) muss runter in die Labore, die sich tief im Untergrund der Stadt verbergen, um die Lage zu checken und den Sicherheitscomputer oder so auszuschalten. Irgendwie gabeln die Leute auf dem Weg Alice (Milla Jovovich) auf und obwohl diese sich an kaum etwas erinnert und nur ein kleines rotes Kleid trägt, denkt man sich „Hey, die nehmen wir mit!“. So begibt man sich halt runter und muss festellen, dass nicht nur der böse Computer Probleme bereitet, sondern auch das T-Virus: Böse Zombies, böse Zombiehunde und böse Zombie-Mutanten-Viecher.

Einer nach dem anderen stirbt, manchmal auch ganz viele auf einmal. Und man muss den Untergrund verlassen, bevor er in die Luft gesprengt wird. UND NATÜRLICH WIRD EINER (oder EINE?) IN DER GRUPPE GEBISSEN UND MAN WARTET DARAUF, DASS DIE PERSON SICH VERWANDELT, UM DIE ANDEREN ZU ZERFLEISCHEN. Das gibt es wirklich in viel zu vielen Zombie-Filmen! Lustigerweise soll entsprechende Person im 5. Teil mitspielen. Keine Ahnung, wie das vonstatten gehen soll. Und eigentlich ist der geringfügige Spoiler, den ich jetzt hier gegeben habe, auch ziemlich Wurst. Denn Resident Evil ist so nah dran, eine plausible Handlung zu haben, wie Paul W. S. Anderson von einem Regie-Oskar entfernt ist. Dazu sollte man sich einfach nur mal seine ‚Werke‘ auf imdb anschauen. Die Action ist an sich ganz nett und Milla Jovovich (des Regisseurs Ehefrau übrigens) ja eigentlich auch. Es wird hier und da gesplattert, aber jetzt nicht so außerordentlich viel. Außerdem ist der Film übelst schlecht gealtert. Damit meine ich einen computeanimierten Zombie-Irgendwas, der aussieht wie ausgekotzte Spaghetti Bolognese. Es ist eben eine Low-Budget-Produktion, genauso auch alle Nachfolger. Die Serie lebt dadurch von ihren Fans und der Popularität der Spiele, auf denen der Film basiert. In einer kleinen Nebenrolle erleben wir übrigens Heike Makatsch, falls die noch irgendwer kennt.

Ich glaube, mir bleibt die ‚Resident-Evil‘-Reihe vor allem wegen einem in Erinnerung: die härtesten Cliffhanger aller Zeiten. Genauso auch hier. Allerdings stört das im ersten Teil noch nicht, später dann irgendwie schon. So entwickelt sich das ganze zu einer unendlichen Geschichte…. Im großen und ganzen ist ‚Resident Evil‘ solide Zombie-Survival-Action. Absolut ok. Mehr auch nicht. Wer sich an der reichlich flachen Story nicht stört, Fan des gesamten Szenarios ist (Games und so) oder ein wenig auf Milla Jovovich gaffen will, wird durchaus Gefallen hieran finden.

Regie: Paul W. (William) S. (Scott) Anderson (Die 3 Musketiere, Alien vs. Predator, Resident Evil 4, Mortal Kombat)

Schauspieler: Milla Jovovich, Michelle Rodriguez

Bewertung:  

Cowboys & Aliens (2011)

Ein einsamer Cowboy (Daniel Craig) wacht irgendwo im nirgendwo auf und weiß weder, wer er ist, noch, warum er da ist wo er ist. In der nächsten Stadt gelangt er schließlich zu seinem Namen, denn scheinbar ist er wohl ein gesuchter Straftäter. Das fällt auch dem Gesetz auf sowie dem Quasi-König des Kaffs, dem Colonel (Harrison Ford). Nach einer guten Weile kommen schließlich noch Aliens ins Spiel, welche Menschen entführen und ein bisschen umherballern. So werden diverse Leute entführt und man macht sich in einer illustren Runde auf den Weg, den Tag zu retten und alle gesund nach Hause zu bringen.

Der Sci-Fi-Western-Film ist fast genau zwei Stunden lang. Und das ist auch meiner Meinung nach das größte Problem: Er ist zu lang! Fast eine Stunde lang wird nach den Aliens gesucht, nebenbei trifft man auf Banditen, Indianer, erfährt, dass die eine Frau (Olivia Wilde) auch nicht von der Erde ist (SPOILER!) und trifft kurz auf ein einzelnes Alien. Hier geht dem eigentlich interessanten Setting die Puste aus. Es ist durchaus nett, zwei so vollkommen nicht zueinander passende Genres zu mixen, aber nur weil man irgendwie einen Western dreht, muss man nicht auch noch z. Bsp. Indianer ins Spiel bringen. Mut zur Kürze! Das hätte den wirklich laaaaangen mittleren Teil, also die Verfolgung bzw. Suche deutlich knackiger gemacht. Die Story beruht auf einem Comic und es scheint so, als ob man sich nicht traute, einfach irgendwas wegzulassen. Stattdessen musste einfach alles draus auch in den Film.

Betrachtet man nur den Western-Part, so gibt es da schon Unterschiede. Daniel Craig ist ein markiger, raubeiniger und verdammt cooler Cowboy. Harrison Ford ist Bösewicht und Vater zugleich, auch charismatisch. Und dann gibt es so unglaublich bescheuerte und beknackte Leute, allen voran den Sohn des Colonels, der nichts weiter tut außer Scheiße zu faseln und unsympathisch zu sein. Sam Rockwell spielt einen Barkeeper, dessen Frau entführt wird. Und wer ihn aus ‚Moon‘ kennt, weiß, dass hier viel schauspielerisches Können in eine einfach nur nicht besonders anspruchsvolle, ja geradezu doofe Rolle gesteckt wurde. Insofern gibt es bessere Western, sowohl moderne (True Grit, Todeszug nach Yuma, Open Range) als auch alte (Zwei glorreiche Halunken, Spiel mir das Lied vom Tod, Für eine handvoll Dollar).

Die Sache mit den Aliens ist auch nicht völlig befriedigend. Die Viecher sehen cool aus, die Raumschiffe sind nett. Doch warum man unbedingt so ins Details gehen musste, um zu erklären, warum die überhaupt auf der Erde sind… Das Problem an der Sache ist, dass es eigentlich ganz cool wäre, wenn unsere Cowboy-Helden mit ihren beschränkten Mitteln sich solchen Dämonen stellen müssten, waffentechnisch unterlegen als auch vom Wissensstand. Nun stellt sich jedoch heraus, dass eine Person ganz genau alles weiß. Das wirkt dann immer so dahingeschustert. Als Zuschauer muss man es dann halt schlucken. Ich denke, ein wenig weniger Details und mehr Unklarheit hätten dem Setting ganz gut bekommen. Und so gibt es auch bessere Alien-Filme, allen voran die ersten beiden Teile der Alien-Saga mit Sigourney Weaver, aber auch das supergeile ‚District 9‘ oder ‚Cloverfield‘.

Ansonsten ist ‚Cowboys & Aliens‘ solide und alles in allem akzeptabel. Es gibt Längen, die sich aber aushalten lassen und auch ganz nette Effekte. Ich musste eine Weile überlegen, bis mir etwas einfiel, dass dem Genremix ähnlich kommt, doch siehe da: Firefly! Firefly ist eine Sci-Fi-Serie mit Western-Elementen, die leider nur eine Staffel hat, sich jedoch dank DVD-Vermarktung und einem richtig guten Film (Serenity – Flucht ins Weltall) einer großen Fanbase erfreut. Die mischen Cowboy-mäßige Ballereien mit Raumschiff-Alltag. Ansonsten ist die Riege der Sci-Fi-Western eher überschaubar, ‚C & A‘ ist jedoch garantiert nicht der schlechteste darin.

Regie: Jon Favreau (Iron Man I + II, Zathura, Buddy – Der Weihnachtself)

Schauspieler: Daniel Craig, Harrison Ford, Olivia Wilde, Sam Rockwell

Bewertung: 

Bad Boys (1995)

Aus dem Drogendezernat in Miami wird Heroin im Wert von 100 Millionen Dollar entwendet. Gott sei Dank gibt es noch Mike Lowrey (Will Smith) und Marcus Burnett (Martin Lawrence), denen nur wenige Tage bleiben, um die bösen Buben ausfindig und dingfest (bzw. tot) zu machen. Nebenbei wird ihnen die Kronzeugin Julie (Téa Leoni) aufgehalst.

Es entwickelt sich ein Action-Cop-Geballer mit zwei sich ständig belabernden Stereotypen. Will Smith als junger, frischer und reicher Draufgänger, Martin Lawrence als lahmer, verstaubter und nicht so reicher Familienvater. Die Unterhaltungen der beiden sind mitunter lustig, manchmal auch ein wenig doof. Anders ist man es auch nicht gewöhnt von Michael Bay. Aber das sei mal dahingestellt.

Die Story finde ich nachvollziehbar und auch unterhaltsam. Einige Dinge sind öfter mal einfach unnötig, beispielsweise warum sich unsere beiden Helden der Zeugin zwangsläufig in vertauschten Rollen gegenüber treten müssen und dies auch versuchen, über längere Zeit durchzuziehen. Das sorgt zwar für ein paar lustige Situationen, Eifersucht und hitzige Diskussionen, jedoch passt es meiner Meinung nicht unbedingt zum relativ ernsten Ende.

Das Finale! Viel Geballer, eine dicke Explosion. Und ein mulmiges Gefühl, als ob irgendwer auf irgendwen ballert, in beliebiger Reihenfolge, scheißegal was passiert. Dadurch sind ein paar Situationen völlig beliebig und austauschbar. Und gerade dann bei der letzten Verfolgungsjagd nerven mich ein paar doofe Oneliner besonders. Das fand ich alles nicht besonders befridiegend.

‚Bad Boys‘ soll ein Buddy-Movie sein, und ja, er lebt von den zwei Bullen-Kumpels. Der Rest aller Leute ist jedoch ziemlich lieblos und nutzlos. Jully, die Zeugin, ist heiß, sympathisch irgendwie nicht. Alle anderen sind nicht einer Erwähnung wert. Die bösen Buben klauen professionell das Dope, um im Verlauf des Films diletantisch wie Milchbubis über den Haufen geballert zu werden.

Wie auch immer. Vieles stört mich, unterhalten wurde ich trotzdem. Michael Bay war und ist immer noch (siehe Transformers I bis III) der Meister der flachen Charaktere und Dialoge. Die ‚Bad Boys‘ sind aber ok. Eine Action-Komödie mit wenig Tiefgang, viel Geballer und ganz viel Gelaber. Wer sich über den exzentrischen Kleidungsstil der 90er Jahre informieren möchte oder Will Smith am Anfang seiner Karriere erleben will, wer Eddie Murphy mag und Chris Tucker liebt, oder wer den Film noch nicht kennt und nicht zu anspruchsvoll ist: Viel Spaß.

Regie: Michael Bay (Transformers I, II, III, Armageddon, Pearl Harbor)

Schauspieler: Will Smith, Martin Lawrence, Téa Leoni

Bewertung: 

Hancock (2008)

John Hancock (Will Smith) ist ein Superheld, Alkoholiker und Arschloch. Bei jeder seiner Rettungsaktionen entstehen erhebliche Schäden, weswegen er von jedem in Miami gehasst wird. Als er den erfolglosen PR-Berater Ray (Jason Bateman) rettet, versucht dieser, das ramponierte Image des Heroen zu retten.

Die Handlung ist knapp und kurz, weil quasi nicht vorhanden. Das ist nicht schlimm, weil die erste Hälfte des Films wirklich unterhaltsam ist. Abgehalfterter Mann bekommt Hilfe und wird zum strahlenden Ritter der Bevölkerung. Natürlich ist Hancock der klassische Antiheld. Sein Mentor ist ein eigentlich naiver Weltverbesserer, der seine positive Energie jedoch auf ihn übertragen kann. Dabei ist Hancock einfach mal der schwarze Superman, nur ohne Cape und Laseraugen.

Ab der Mitte des Films nimmt das Unheil jedoch seinen Lauf, als man versucht, der eigentlich so einfachen wie irgendwie auch sympathischen Titelfigur Tiefe zu verleihen. Der Ursprung von Hancocks Kräften und seine Verbindung zu Mary (Charlize Theron), Rays Frau. Und mein Gott, ist das alles dann konstruiert und weit hergeholt! Keine Sau hätte geheult, wenn man die Ursprünge unangesprochen gelassen hätte. Ich will das jetzt hier nicht spoilern, aber wer schreibt denn sowas? Und schon ist das Filmchen nicht mehr so einfach, die Verhältnisse der Figuren untereinander auch nicht mehr und am Ende kriegt man auch kein wirklich überzeugendes Ende. Schade!

Will Smith gefällt mir ganz gut, er bringt seine Rollen eigentlich immer gut rüber. Der Rest ist auch ok. 90 Minuten wird man unterhalten. So ist ‚Hancock‘ auch nicht mehr als Mittelmaß. Das Problem ist, dass man zwar am Anfang eine Komödie vorgesetzt bekommt, danach jedoch ein episches Superhelden-Epos (oder Ansätze davon). Unnötiger Tiefgang. So muss man sich dann auch gleich mit ähnlicher Konkurrenz messen, allen voran ‚Batman‘ und den ‚Watchmen‘. Und da ist und bleibt Hancock ein Riesen-Arschloch.

Dass in absehbarer Zeit eine Forsetzung folgt, lässt mich nicht die Arme in die Luft reißen. Zumindest kann ich mir das ganze nicht in ein allzu sinnvolles Franchise verwurstet vorstellen. Man sollte sich jedoch überraschen lassen. Ernste Superhelden: Batman, Watchmen. Lustige Superhelden: Hellboy, Iron Man. Alle besser als Hancock!

Regie: Peter Berg (Operation: Kingdom, Welcome to the Jungle, Battleship)

Schauspieler: Will Smith, Charlize Theron, Jason Bateman

Bewertung: 

 

Hellboy (2004)

Kurz vor dem Ende des zweiten Weltkriegs gelangt über ein mystisches Portal ein kleines rotes teufelähnliches Geschöpf in unsere Welt, welches von dem Priester Trevor (John Hurt) aufgezogen und zu Hellboy (Ron Perlman) aufgezogen wird, der wichtigsten Waffe der US-Behörden gegen übernatürliche Gefahren. Der junge Agent Myers (Rupert Evans) soll dem inzwischen alten Trevor helfen, den überheblichen roten Riesen unter Kontrolle zu halten.

Hellboy ist eine Comic-Adaption und besticht durch den vor allem sehr unkonventionellen Helden. Dieser ist groß und feuerefest, mag Kätzchen und Schokoriegel und sprudelt nur so vor dumpfen One-Linern. Das macht ihn sehr sympathisch, da er gerne auch mal aufs Maul bekommt und sich immer wieder aufraffen muss. Gleichzeitig ist das die größte Schwäche des Films: Praktisch jede andere Figur ist im großen und ganzen scheißegal. Da kämpft sich Red (aka Hellboy) durch U-Bahnschächte, während seine menschlichen Kollegen einer nach dem anderen zerfleichst werden. Interessiert es ihn? Nicht die Fliege!

Agent Myers soll sowas wie der menschliche Part sein in dem Team, doch der ist einfach nur ein ziemlich nebensächliches Greenhorn. Es entstehen keine Sympathien. Der Bösewicht Rasputin will die Apokalypse heraufbeschwören, großartig bösartig oder charismatisch ist er jedoch auch nicht. Vor ein paar Jahren, im Kindesalter, fand ich den Film noch total toll. Doch heute stört es mich einfach, wenn so viele wichtige Personen im Grunde egal sind. Soweit gibt es auch keine bedeutenden Dialoge.

Gefallen tut mir die Welt, in der sich alles abspielt. Halbmystisch, halbrealistisch mit Paralleluniversen und echt nett anzuschauenden Monstern. Die heutigen modernen Superhelden sind da viel konventioneller. So ist Hellboy vielleicht am ehesten mit Duke Nukem zu vergleichen, nur mit weniger Frauen eben. Kindergerechter! Zum Ende hin bekommt der Film dann fast epische Ausmaße, als mal ein kurzer Blick auf die (drohende) Apokalypse geworfen wird.

Was soll man noch sagen? Ich finde ‚Hellboy‘ absolut in Ordnung. Er könnte mit mit einem besseren Skript und intelligenteren Nebencharakteren besser sein. Allerdings ist es auch mal sehr angenehm, neben den bierernsten Dark Knights und Captain Americas eine witzigere Auslegung des Superheldengenres zu sehen.

Regie: Guillermo del Toro (Pans Labyrinth, Blade 2, Hellboy 2)

Schauspieler: Ron Perlman, John Hurt, Selma Blair, Rupert Evans

Bewertung: 

Matthew Delaney: Golem (2010)

Die Welt im Jahre 2049: Praktisch jede Krankheit ist besiegbar, alles durch Veränderung der Gene. Die Firma Genico beherrscht den Markt, und so bleibt nur gesund, wer auch Geld hat. Zur gleichen Zeit werden Transkriptoren produziert, eine Art künstlicher Mensch mit Verfallsdatum, der jedoch über keine Rechte verfügt und ein moderner Sklave ist. Mittendrin ist unser Held, Thomas Roosevelt, Sohn des Konzerngründers. Als Herr Papa ihn und nicht seinen Bruder zum Nachfolger erwählt, eskaliert der brüderliche Wettstreit und Thomas ist plötzlich auf der Flucht.

‚Golem‘ ist ein Thriller über ca. 500 Seiten. Das Zukunfts-Szenario ist ganz nett und erfreulicherweise nicht ganz so bis ins kleinste Detail ausgemalt wie ‚Limit‚ von Frank Schätzing. Richtig Science-Fiction sieht man nicht (so wirklich, finde ich), Autos haben einen neuen Antrieb und die Sache mit den Genen halt. Der Rest erinnert einen an heute. Dezente Veränderungen. In ‚Limit‘ gab ja noch so viel neues, dass man seitenlang darüber unterrichtet wurde und bald nicht mehr wusste, was zur Hölle das alles denn soll.

Wir erleben, wie Thomas ein eigentlich sorgenfreies Leben in der Oberschicht führen darf. Sein Bruder hängt ihm jedoch einen Mord an und so wird er als Transkriptor abgestempelt, frei von Rechten, verheizt als Arbeiter und Gladiatoren-Kämpfer. Sonderlich bewegende Wendungen sollte man nicht erwarten, zumindest war mir früh schon klar, worauf alles hinausläuft. Es wird so oft mit dem Finger auf die Transkriptoren gezeigt und geschrien „Sie sind auch Menschen und verdienen Rechte!“, dass die Grundbotschaft natürlich etwas auch mit Thomas Roosevelt zutun haben muss. Doch wird wirklich Sozialkritik betrieben? Meiner Meinung nach nicht, was vor allem zum Ende hin deutlich wird. Eine Lösung wird nicht präsentiert, die Sklaven werden nicht wirklich befreit, die Welt wird zwar erschüttert, aber das interessiert uns da schon nicht mehr so. Das fand ich schade. So geht eigentlich eine Message flöten. Übrig bleibt ein futuristischer Thriller mit eher wenig Tiefgang. Da wäre mehr drin gewesen.

Besonders die erste Hälfte des Buches gefiel mir gut. Dort wurde noch viel von der Welt ‚gemalt‘, jedoch immer in eher kurzen Kapiteln. Das gab dem Ganzen eine Portion Dynamik und Abwechslung. Hälfte Nummer 2 ist dann wieder so eben etwas, das man in jedem anderen Roman dieser Art auch liest. Kampfszenen, Weglaufszenen, Racheszenen. Und zum Schluss dann ein wenig seicht. Langweilig war mir aber nie, zu 100% sympathisch war mir der Held aber auch nicht. Dafür ist er zu perfekt. Keine einzige schlechte Eigenschaft hat er. Die Natur will er schützen, Vegetarier, perfekte Freundin, freundlich, beliebt, sympathisch, Top-Job, Top-Abschluss, Top-Sportler, Top-Auto (für heutige Standards). Da wirkt der drogenabhängige Verräter-Bruder doch gleich ein wenig greifbarer, trotz des Verratens eben. Sympathie-Punkte sammelt der jedoch auch nicht, vor allem weil er ein ziemliches Arschloch ist. Deswegen liest man eher nicht wegen den Personen als viel mehr des Szenarios wegen.

Wie dem auch sei. ‚Golem‘ ist absolut ok. Keine Weltliteratur, nichts was einem lange in Erinnerung bleibt. Im Vergleich zu ‚Limit‘ aber würde ich ‚Golem‘ vermutlich lieber emphelen, ganz einfach weil man sich nicht durch teils unendliche Bauanleitungen und Standortbeschreibungen durcharbeiten muss. Mehr Platz für die Fantasie des Lesers! Allerdings frage ich mich, ob heutzutage alle Romane mit einer Szene beginnen müssen, in der eine Person ellenlang vorgestellt wird, um sie dann übers Messer springen zu lassen. Oder ist das einfach modern? Oder bin ich zu ignorant für wahre Kunst? Keine Ahnung, aber wer noch Lektüre für den Strand braucht, macht hier nichts falsch.

Bewertung: 

 

Transformers 3 (2011)

Sam Witwicky (Shia LaBeouf) muss mit Hilfe der Autobots, angeführt von Optimus Prime, und seiner überaus heißen Freundin Carly (Rosie Huntington-Whiteley) die Decepticons daran hindern, ein altes Autobot-Raumschiff vom Mond zu bergen und so über wichtige Alien-Technologie zu verfügen. Die gesamte Erde ist also (wider einmal) in Gefahr.

Wirklich wichtig ist die Handlung nicht. Aber das sind wir ja von Michael Bay gewöhnt. Womit der 2,5 Stunden dauernde Actionfilm aufwartet sind viel mehr Effekte und Explosionen. Und zugegebenermaßen sieht das alles in 3D echt lecker aus. Da windet sich zum Beispiel ein haushoher Wurmbot um ein Gebäude und zerquetscht es, während sich diverse Protagonisten im Inneren befinden und um das nackte Überleben kämpfen. So besteht das letzte Drittel fast nur aus der Zerstörung Chicagos, kaum ein Stein bleibt auf dem anderen.

Doch bis man diese Verwüstungsorgie erreicht, vergehen erst einmal viele Minuten mit nicht immer sinnvollen Szenen. Die Rahmengeschichte rund um das abgestürzte Raumschiff auf dem Mond verspricht noch Logik und vielleicht sogar Tiefe. Dann summieren sich jedoch zunehmend sinnfreie Charaktere, die öfter flach und leider nur auf eine sehr hohle Art und Weise komisch sind. Ein paranoider asiatischer Stalker von Shia ist irgendwie peinlich, John Malkovich spielt einen belanglosen Chef in ungefähr 3 knappen Szenen, ein dicker muskulöser Soldat zum Ende der ständig rumheult, Shias Freundin, die nichts weiter ist als Lustobjekt, der aus den Vorgängern bekannte John Turturro, der nur Scheiße labert, Shias Eltern als peinlicher Kameo und so weiter. Viele Leute tauchen auf, kurz und knapp, labern irgendeinen Dreck, und sind dann wieder weg. Das mag vielleicht die Actionpassagen auflockern, aber das geht deutlich auf Kosten des Niveaus. Ich will nicht überheblich wirken, aber es darf doch nicht an jeder Ecke so inhaltsleere Rollen geben. Zum Beispiel ist die Figur, die Patrick Dempsey (aus Grey’s Anatomy) verkörpert, nicht auch nur im mindesten nachvollziehbar oder glaubhaft.

Dann kommt mein größtes Problem mit dem gesamten Transformers-Franchise (unter der Regie von Michael Bay), nämlich das, was Optimus Prime, Anführer der Autobots, Kriegsherr und weiser Regent einer überlegenen Alien-Rasse, verzapft: Scheiße. Das stört bei weitem nicht jeden, aber mir fällt es in jedem Film auf. Optimus sagt ständig nur One-Liner, dumme Phrasen und ganz allgemeinen Quark. Nicht einmal kommt ein Dialog mit ihm Zustande. Weder irgendein Gespräch noch eine Interaktion. Die Bots sind nur für die Action zuständig, in keinster Form für den Inhalt. Die Menschen widerum sind alle flach oder wenig wichtig, mit Ausnahme von Shia (bzw. Sam Witwicki). Mir persönlich sagt jedoch Shia LaBeouf wenig zu, aber das ist nur eine Geschmacksfrage.

Dann kommen logische oder einfach hingeschluderte Fehler. Der Typ, der Obama verkörpert, sieht ihm nicht ähnlich, obwohl auf dem einen Foto noch der Original-Obama zu sehen ist. Es werden Originalaufnahmen von Kennedy benutzt, der Typ, der ihn dann aber kurz verkörpert, sieht ihm jedoch nicht ähnlich. Optimus Prime fehlt kurz in der finalen Schlacht, da er sich in irgendwelchen Streben verheddert. Dann sind Szenen hier und da einfach nicht wirklich gut geschnitten. Ich bin kein Experte in diesem Gebiet, aber solche Passagen erschienen mir dann irgendwie hastig und lieblos.

So, ich hatte ganz viel zu meckern. Doch bereue ich es, ‚Transformers 3‘ im Kino gesehen  und volle 13 € für den Schinken hingeblättert zu haben? Die Antwort ist nein. Der Film kommt gut auf großer Leinwand. Er ist kein Meilenstein, doch rein von der Action war er in Ordnung. Ich bin nicht sauer, meine Zeit vergeudet zu haben. Lange daran zurückdenken werde ich jedoch garantiert nicht. Dazu fehlt es einfach an einer grundsätzlich sinnvollen oder intelligenten Handlung oder gar interessanten Charakteren, wobei interessant nicht ‚bescheuert‘ oder ‚abgedreht‘ bedeutet (dann wäre ‚Transformers 3‘ nämlich ein Roman von Dostojewski). Der Film ist ok. Ob jemand jedoch bereit ist, Geld für diese belanglose Achterbahnfahrt voller Produktplacement und Patriotismus auszugeben, bleibt jedem selbst überlassen.

Regie: Michael Bay (Bad Boys I + II, Transformers I + II, Armageddon, Die Insel, Pearl Harbor, The Rock)

Schauspieler: Shia LaBeouf, Josh Duhamel, Rosie Huntington-Whiteley

Bewertung: 

Walhalla Rising (2009)

Der Kämpfer Einauge (Mads Mikkelsen) wird als Sklave gehalten, um gegen andere auf Leben und Tod zu kämpfen. Einauge selbst spricht nicht, das erledigt später der kleine Junge Are (Maarten Stevenson) für ihn. Als er sich befreien kann, schließen sich die beiden einer Gruppe von Kreuzfahrern an, die ins gelobte Land fahren wollen. Die Reise dorthin ist jedoch nicht wirklich einfach.

In gut eineinhalb Stunden wird eine etwas diffuse Geschichte erzählt. Dabei muss man bedenken, dass ‚Walhalla Rising‘ weder Abenteuer- noch Action-Film ist. Es ist ein Kunstfilm und ich kann mir gut vorstellen, dass so etwas dem einen oder anderen gefällt. Mir persönlich nicht, aber wie gesagt, Geschmacksfrage. Was meine ich mit Kunstfilm?

Zum einen redet der Hauptcharakter Einauge nicht. Es wird wenig gesprochen und viel Natur gezeigt. Lange Szenen von Landschaften mit einer diffusen Musik. Eine kalte und rauhe Welt wird  präsentiert, hier und da gibt es brutale Szenen. Alles untergliedert in 6 Kapitel, die jedoch selbst nicht hilfreich bei der Erzählung sind, sondern eher Phasen darstellen.

Mir fällt es schwer, das alles zu beschreiben, zumal solche Filme selten sind. Mads Mikkelsen spielt einen total rohen und distanzierten Wilden, der ohne zu fragen jeden umbringt, wenn es sein muss. So rücken eigentlich alle Figuren in den Hintergrund, man identifiziert sich mit niemandem. Die teilweise langen Shots geben dem ganzen noch einen etwas dokumentarischen Charakter. Alles findet langsam statt, alles ist irgendwie kalt und unwirklich. Vielleicht auch irgendwie verträumt.

Die Handlung an sich ist relativ wirr, ich hatte Schwierigkeiten, alles nachzuvollziehen und musste mir am Ende den Wikipedia-Artikel zum Film durchlesen, um zu wissen, was genau denn nun passiert ist. Vieles wird halt eben nur angedeutet, man merkt sich nicht jedes Gesicht und wenn eines dann fehlt, ist man als Zuschauer auf sich alleine gestellt. Dinge passieren, ohne dass man es mitbekommt und werden dann auch nicht erklärt. Das machte mir alles sehr unzugänglich, obwohl wir nur einen linearen Handlungsstrang vorfinden.

So gibt es auch keinen wirklichen Spannungsbogen, man plätschert bis zum Ende und steht auch dort wieder völlig allein da. Vielleicht soll das auch dem Einzelnen Interpretationsspielräume lassen. Die einzelnen Kämpfe fand ich ganz nett, brachial und brutal, so auch realistisch. Doch dann gerät wieder alles in Langsamkeit. Nicht jede Szene ist chronologisch auf die andere folgend bzw. gibt es Sprünge. Dass Einauge Zukunftsvisionen hat, hat sich mir gar nicht erschlossen (dies soll jedoch laut Wiki der Fall sein). Und zwischen den Szenen wird vieles auch nicht erklärt. Das wirkt dann lückenhaft.

Wer mal für 90 Minuten etwas fernab von Hollywood oder den üblichen Filmchen erleben will, sollte sich ruhig mal ‚Walhalla Rising‘ geben. Es ist auf jeden Fall ein individuelles Filmerlebnis. Nichts für einen gemütlichen Filmabend. Am ehesten kommt Mel Gibsons ‚Apocalypto‘ vielleicht heran, wenn man die Spannung herausnimmt und ein wenig mehr schneidet. Mir persönlich ist so ein Arthouse-Streifen einfach zu abgehoben, ich bin mir nicht sicher, ob ich auf so etwas noch einmal Lust hätte. Ich bereue es nicht unbedingt, ihn gesehen zu haben, doch am Ende stellt sich halt kein Gefühl wie „Jetzt habe ich eine tolle Geschichte miterlebt“ ein.

Man kann sicherlich viel hineininterpretieren. Doch ob man das will, bleibt jedem selbst überlassen. Auf jeden Fall ist ‚Walhalla Rising‘ nicht dumm, zugleich aber auch nur eine schwer-verdauliche Kost. Ich bleibe neutral, denn der Film ist nichts für so Zwischendurch.

Der Trailer ist ein wenig irreführend, da er mehr Action und Spannung verspricht, als der Film zu bieten hat.

Regie: Nicolas Winding Refn (Bronson, Pusher I – III)

Schauspieler: Mads Mikkelsen, Gary Lewis, Maarten Stevenson

Bewertung: 

Paul – Ein Alien auf der Flucht (2011)

Die beiden britischen Nerds Graeme Willy (Simon Pegg) und Clive Gollings (Nick Frost) besuchen gerade die Alien-Schauplätze der USA, als sie zufällig auf das Alien Paul (Seth Rogan) treffen. Dieses flieht gerade vor den amerikanischen Behörden und ist auf die Hilfe der beiden Chaoten angewiesen.

Ja, viel Handlung steckt in dieser knapp 100-minütigen Komödie nicht. Sehr sinnvoll ist auch nicht alles. Das waren die Filme von Simon Pegg und Nick Frost aber noch nie. Man denke nur zurück an die beiden großartigen Filme ‚Hot Fuzz‘ und ‚Shaun of the Dead‘. Die haben jedoch mehr unterhalten als Paul. Das liegt unter anderem an einigen Witzen. Zum Beispiel wird des öfteren auf die englische Herkunft der zwei Helden eingegangen, doch in der deutschen Synchronisation und ohne vielleicht den nötigen Background versteht man diesen Humor nicht. Dass die Nerds ständig Tee trinken ist für mich nicht besonders interessant oder lustig, für einen Amerikaner vielleicht eher.

Auch schwierig ist, dass Graeme und Clive zwei so riesige Nerds sind, dass man irgendwo auch keine Sympathie für beide empfindet.  Für mich war der abgehalfterte Loser, den Simon Pegg in ‚Shaun of the Dead‘ verkörperte, um einiges lustiger und auch nachvollziehbarer. So sind hier beide einfach nur Weicheier. Gefallen tut mir hingegen, dass sie erst durch ein Alien an das Normale herangeführt werden. Fast schon tiefsinnig.

Und dann ist da noch die eine oder andere Sache, die irgendwie vohersehbar ist. Als Paul einen toten Vogel wiederbelebt, kann man sich schon denken, dass diese Fähigkeit bestimmt noch eine Relevanz bekommen wird. Dass die Truppe die Frau besucht, die das Alien damals geborgen hat, ist so unglaublich unwichtig und gibt keiner der Personen wirklich mehr Tiefe. Zwei ihrer Verfolger sind einfach nur dämlich. Das ist anfangs lustig, aber unterhält eben nicht über die ganze Zeit. Der Vater einer ihrer Mitstreiterinnen ist ihnen auch auf den Fersen. Der ist auch blass und farblos, auch irgendwie nicht wichtig.

Und so plätschert der Film mehr oder weniger vor sich hin. Hier und da werden Witze darüber gerissen, dass Graeme und Clive schwul sind, das Alien raucht und kifft nebenbei, man gabelt irgendwo eine Olle auf, die mit einem anbandelt. Wohin Paul eigentlich will, sagt er nicht, denn das sieht man schon. Ich hab es nicht so recht erkannt, aber was solls. Ist ja nicht so wichtig. Das Finale hat mich dann auch nicht umgehauen, aber auch nicht stark gestört. Es war in Ordnung für einen Film, der auch in Ordnung war, jedoch nicht mehr.

Anmerken muss ich jedoch, dass das Alien echt cool aussieht und so verdammt gut in die Szenerie passt. Man hat nie den Eindruck, irgendein CGI-Plüsch-Vieh beim animierten Treiben zuzusehen. Doch insgesamt täuscht dies nicht darüber hinweg, dass ‚Paul‘ einfach zu viel Zeug auf einmal reinpackt. Weniger beknackte Leute hier und da und mehr Absurditäten mit Pegg und Frost hätten dem Film bestimmt gut getan. Langweilig war die Komödie nicht, aber noch einmal angucken möchte ich sie nicht. Mit ‚Hot Fuzz‘ und ‚Shaun of the Dead‘ ging es mir anders. Ich denke, die beiden hatten ein kleineres Budget damals und so waren die beiden Streifen ‚einfacher‘. Weniger Erzählstränge, linearere Charaktere und Handlungen. Deswegen emphehle ich lieber die als ‚Paul‘, oder jedoch das gute ‚Tucker & Dale vs. Evil‘ (klick). Ärgern wird man sich aber auch nicht mit ‚Paul‘, der ist ja schließlich auch ganz ok.

Regie: Greg Mottola (Superbad, Adventureland, Arrested Development)

Schauspieler: Simon Pegg, Nick Frost, Seth Rogan (Stimme), Jason Bateman

Bewertung: 

Devil (2010)

5 Personen bleiben in einem Hochhaus in Philadelphia im Fahrstuhl stecken. Zeitgleich untersucht Detective Bowden (Chris Messina) einen Selbstmord in besagtem Gebäude und muss feststellen, dass alle Personen im Aufzug Dreck am Stecken haben. Es dauert nicht lange, bis wieder jemand sterben muss.

Allzuviel mehr kann man auch nicht sagen. Schließlich findet ein großer Teil des Films im Fahrstuhl statt. Entsprechend kurz ist dieser Mystery-Horror-Thriller mit lediglich 72 Minuten. Langeweile kommt jedoch nicht auf, denn es gibt viele Wechsel zwischen den ‚Gefangenen‘ und dem Cop. Das ist ganz nett und wird auch nicht langweilig. Jedes mal, wenn einer im Fahrstuhl stirbt, geht das Licht aus und man hört nur noch Atmen und Schreien. Das hat mir wirklich gut gefallen und war auch überraschend.

Dass M. Night Shyamalan die Story geschrieben hat, merkt man dem Film vor allem an seiner sowohl religiösen wie auch philosophischen Komponente an. Das hätte man, meiner Meinung nach, in realistischer Form, viel überzeugender hinbekommen können. So driftet das Ganze zum Ende hin in etwas zu viel ‚Mystery‘. Das stört den Gesamteindruck nicht. Im Gegenteil, für einen Shyamalan-Film wurde ich sehr positiv überrascht.

Das Verwirrspiel, wer denn nun der Mörder ist und wer warum in diese Situation gelangt ist, unterhält und wird durch die Kürze des Streifens auch nich zu sehr gedähnt. Die Charaktere in dem Höllending hingegen sind mehr oder weniger alles Gurken. Der Hausmeister ist so blöd wie sinnlos, jedoch als potenzielles Todesopfer einfach zu integrieren. Sogar die alte Frau im Fahrstuhl ist unsympathisch. Einzig der Bulle, der immer noch durch den Tod seiner Familie traumatisiert ist, ‚tut‘ etwas. Er arbeitet und versucht die Leute am Leben zu halten. Letztendlich bleibt er jedoch auch nur Zuschauer der Ereignisse im Aufzug. Dieses Ausgelifersein

Was ist ‚Devil‘ nun also? Es ist definitiv kein Blockbuster. Ein Horror-Film ist es auch nicht, auch wenn die eine oder andere Szene gruselig ist. Wer aber mal ein wenig Lust auf so einen kleinen Thriller à la ‚The Others‘ oder ‚Disturbia‘ Lust hat, wird ‚Devil‘ nicht schlecht finden. Es gibt einiges, was einen stören kann, aber ich wurde nicht gelangweilt. Er ist in Ordnung. Man guckt ihn, vergisst ihn zwar schnell, sauer über ihn wird man aber wohl nicht sein.

Regie: John Erick Dowdle (Quarantäne)

Schauspieler: Chris Messina, Logan Marschall-Green, Bokeem Woodbine, Geoffrey Arend

Bewertung: 

The Mechanic (2011)

Arthur Bishop (Jason Statham) ist der beste Auftragskiller. Eines Tages muss er seinen eigentlichen Auftraggeber Harry McKenna (Donald Sutherland) umbringen. Daraufhin nimmt er dessen ziellosen und erfolglosen Sohn Steve (Ben Foster) unter seine Fittiche und bringt ihm das ‚Mechaniker‘-Handwerk bei. Der kennt jedoch den wahren Mörder seines Vaters nocht nicht.

Ja, so viel Handlung ist nicht drin. Es werden noch ein oder zwei Twists verbaut, aber ansonsten handelt es sich um einen geradlinigen Action-Film. Und verdammt, ist der brutal. Das hat mich an einigen Stellen ein wenig überrascht, aber warum nicht?  Da kocht das Testosteron, da gibt es Kopfschuss um Kopfschuss und auch mal eine Harpune durchs Bein. ‚The Mechanic‘ ist hart und versucht noch nebenbei ein wenig tiefgründig zu sein.

Da haben wir Jason Statham in seiner Parade-Rolle als abgeklärter Auftragsmörder, der lebt wie ein zurückgezogener Eremit (wie in Transporter). Dann bekommt er einen Auftrag, der sein geregeltes Leben durcheinander bringt (wie in Transporter). Das führt wiederum dazu , dass er jemanden bei sich aufnehmen muss (wie in Transporter), hier jedoch einen jungen Mann (nicht so wie in Transporter!). Die killen dann zusammen. Killer als Perspektive für Perspektivlose, um das Leben wieder in geregelte Bahnen zu lenken. Diese gewisse Pseudo-Philosophie versucht ‚The Mechanic‘ zu verkaufen, warum aber im Endeffekt Arthur Bishop den einzigen Menschen umbringt, mit dem er eine Freundschaft pflegt, bleibt schleierhaft. Womöglich war auch in den 93 Minuten nicht genug Zeit, die persönlichen Gefühlswelten zu beleuchten.

Der Film nimmt dann zur Mitte hin Züge einer dieser Mentor-Schüler-Filme an, wie z. Bsp. Karate Kid, nur halt mit Waffen und einer Menge Blut und Leichen. Dieser anfängliche Mord am Anfang am eigenen Mentor hat mich dann auch stutzig gemacht und so dachte ich lange Zeit an mehr Tiefgang, der dann jedoch fehlte. Zurückblickend musste ich dann meine Erwartungen überdenken und komme zu dem Schluss, dass ich eine Menge Spaß hatte. Ja, man kennt den Jason Statham aus diversen anderen Filmen in der immer gleichen Rolle. Doch die ist eigentlich ‚cool‘. Und der Brutalitätsgrad tut sein Übriges, um das Action-Herz höher schlagen zu lassen. Und auch wenn ich das Ende nicht supertoll fand, es blieb diese Jason-Statham-Coolness übrig, wenig Reflektion, aber diese Besonnenheit und Schlagfertigkeit in höchster Not.

Im Endeffekt läuft es darauf hinaus, in welchem Umfeld man sich ‚The Mechanic‘ reinzieht. Mit ein paar Bier und (männlichen) Freunden macht er sicherlich Spaß und ist ein netter Action-Film. Bei der Freundin oder Gattin wird man sich dann wohl keine Lorbeeren abholen dürfen, außer die ist Fan des Jason S. Ich muss auch sagen, es gibt deutlich schlechtere Filme dieser Art, dazu zählen vor allem viele Filme der letzten 10 Jahre mit Steven Seagal in der Hauptrolle. Und es gibt bessere. ‚Transporter‘ gefiel mir mehr oder aber auch die beiden ‚Crank‘-Filme. Wer ein bisschen mehr Substanz braucht, greift zu ’96 Hours‘. Im Endeffekt aber hat mich ‚The Mechanic‘ angemessen unterhalten und ich würde mir auch zu jeder Zeit wieder einen Statham-Actioner ansehen, denn da weiß man wenigstens, was man bekommt.

Regie: Simon West (Con Air, Tomb Raider, Wehrlos)

Schauspieler: Jason Statham, Ben Foster, Donald Sutherland

Bewertung: 

World Invasion: Battle Los Angeles (2011)

Ein Meteoritenschauer entpuppt sich leider als hochgradig aggressive Alien-Invasion. Sgt. Michael Nantz (Aaron Echkart), der eigentlich am Tag der besagten Invasion sich von den Marines verabschieden wollte, muss nun doch noch einmal mit einer jungen Truppe auf einen Einsatz, um Zivilisten aus dem völlig verwüsteten L.A. zu retten.

Jawohl, handlungstechnisch ist das so ziemlich alles. Die ersten 3/4 des Films bestehen aus der Rettungsmission und dem Lauf gegen die Zeit, denn man muss die Zivilisten evakuieren, bevor das Gebiet bombardiert wird. Das ist alles noch schön und gut, man fühlt sich erinnert an ‚Black Hawk Down‘, nur halt mit Robo-Aliens. Nebenbei wird noch unter Beschuss und noch mehr Zeitdruck vor Ort ein Alien seziert und seine Schwachstelle ausfindig gemacht. Wer bitte, der sich verschanzt und kurz davor steht, von Feinden angegriffen zu werden, nimmt sich die Zeit, um noch an einem Außerirdischen rumzuschnippeln? Scheinbar US-Marines.

Und so geht es eigentlich primär um das Squad, das sein Land verteidigt. Die Gruppe muss zusammenhalten, Verluste hinnehmen und dem scheinbar übermächtigen Feind ins Gesicht sehen. Also quasi ein Remix aus ‚Black Hawk Down‘ und ‚Independence Day‘. Es wird versucht, die einzelnen Mitglieder kurz vorzustellen und sie in einen menschlichen Kontext zu packen. Bei ungefähr 10 Leuten ist das aber nicht so wirklich erfolgreich. Ich zumindest hab mir kaum einen Namen eingeprägt und wusste auch hin und wieder nicht mehr so richtig, wer denn jetzt eigentlich noch alles am Leben ist.

Die Kamera wackelt, überall wird geballert und man soll sozusagen mittendrin im Geschehen sein. Die Anfangssequenzen, in denen erst alle mitbekommen, was da überhaupt vor sich geht, finde ich ganz ansprechend. Die kennt man aber auch alle aus dem Trailer, der es eher schafft, Emotionen hervorzulocken, als der Film selber. Ganz nett schaut auch das zerstörte Los Angeles aus: brennende Ruinen und ein Haufen Schutt, ähnlich wie in ‚2012‘. Überhaupt, die Stelle, an der das Squad einen Überblick über L.A. erhaschen darf, fühlt  sich auch an wie in dem Spiel ‚Call of Duty: Modern Warfare 2‘, wo man nach einem Anschlag vor dem zerstörten Washington steht.

Ganz grob gesagt: Der Film macht nichts wirklich neu. Es gibt keine spannende, innovative Idee. Alles hat man schon mal irgendwo gesehen. Es existiert praktisch keine Handlung, nur eine Mission. Und ein Feind, dessen Motivation eher egal ist. Das wichtigste ist die Einheit und ihr Kampfwille. Bis zum letzten zu fighten, sich zu opfern und für jeden anderen in der Not einzusprigen. Patriotisch, nicht wahr? Man hätte überall einen Bogen schlagen und zeigen können, dass Krieg niemals gut ist, egal wer der Feind ist. Doch ‚Battle Los Angeles‘ verschließt sich hier, denn dafür ist keine Zeit, oder auch nicht genügend Drehbuch vorhanden. Es findet null Reflexion statt, kein Leitmotiv. Lediglich heldenhaftes Soldatentum. Da hatte sogar ‚Independce Day‘ mehr Message. Mit ein wenig angedeutetem Sub-Plot um die Person von Aaron Eckhart wird noch versucht, den Figuren mehr Tiefe und Emotionen zu verleihen, doch das ist nicht viel mehr als Nebensache.

Und dann kommt das letzte Viertel. Das Ende. Und für so einen Film ist es mitunter nicht leicht, ein gutes Ende zu finden. Aber ich empfand das Finale als sehr enttäsuchend und wenig sinnvoll. Einfach nur ein Abklatsch zu anderen Filmen dieser Art. Sogar ‚Mars Attacks‘ hat eine ähnliche Struktur, die zu beschreiben jedoch in einem harten Spoiler enden würde. Schließlich noch die allerletzte Szene, die eine 1 zu 1 Kopie einer Szene aus dem Film ‚Swat‘ (auch mit Michelle Rodriguez) ist (wer beide Filme kennt, versteht was ich meine). Das fand ich unglaublich doof. Deswegen halte ich ‚WI: BLA‘ für nicht viel mehr als einen amerikanischen Kriegs-Durchhalte-Film. So motiviert man Soldaten im Irak erfolgreich, auch bei Aussichtslosigkeit weiter zu machen. Das ist schade, denn der Trailer ist super. Mit bewegender Musik und total bewegenden Szenen, Mutlosigkeit und Verzweiflung. Doch hier verpufft alles ein wenig.

Was bleibt einem also von diesem Streifen im Kopf? Erstens, dass Alien-Invasoren die USA tunlichst meiden sollten, denn die haben die besten Soldaten. Zweitens, dass jedes Alien einen Schwachpunkt besitzten MUSS, den unsere tapferen Krieger immer ausfindig machen werden. Wer also auf viel Story zugunsten von Kampf-Geballer mit vielen Explosionen usw. verzichten kann und wem ‚Independence Day‘ noch heute als Top-Film erscheint, der wird mit ‚WI: BLA‘ nicht viel falsch machen. Im Großen und Ganzen fand ich den Film mittelmäßig. Man wird unterhalten und langweilt sich nie. Aber vieles ist so leer und nicht vollständig durchdacht, dass dieser Streifen auch nicht lange im Gedächtnis hängen bleibt. Das finde ich traurig, denn wie gesagt, den Trailer fand ich spitze. Doch wie sagt man so schön: Man darf ein Buch nicht nach seinem Einband bewerten.

Wer ähnliche Filme sucht, die besser sind, dem emphele ich das tolle ‚District 9‘ oder sogar ‚Starship Troopers‘. Die erzählen eine bei weitem befriedigendere Geschichte.

Regie: Jonathan Liebesman (Der Fluch von Darkness Falls, Texas Chainsaw Massacre: The Beginning)

Schauspieler: Aaron Eckhart, Ne-Yo, Michelle Rodriguez, Cory Hardrict

Bewertung: 

Die Herrschaft des Feuers (2002)

Durch Bauarbeiten in London werden die seit vielen Jahren ruhenden Drachen wieder zum Vorschein gebracht und bringen die Menschheit an den Rand des Untergangs. Quinn (Christian Bale) und Creedy (Gerard Butler) leben verschanzt in einer Festungs-Siedlung unter widrigsten Umständen. Es mangelt an Nahrung und auch die ständige Gefahr vor den fliegenden Ungeheuern bestimmt den Alltag. Eines Tages taucht der Drachenjäger Denton van Zan mit seiner Truppe vor den Toren auf und ‚bittet‘ um Unterkunft.

Es ist also ein apokalyptischer Film, der in diesem Szenario versucht, die Drachen plausibel zu erklären. Z. Bsp. wie diese Feuer spucken können oder auch warum sie in älteren Mythologien auftauchen. Insofern wird man in diese Welt durchaus gut hineingeleitet. Man sieht wie die Menschheit beinahe auf den technischen Stand des Mittelalters zurückgeworfen wird und das Überleben in dieser feindlichen Umgebung von Dreck und Gefahr geprägt ist. Christian Bale in seiner Rolle als Quinn leitet das Dorf, regelt den Alltag und organisiert das Zusammenleben. Das erinnert ein wenig an seine Rolle in Terminator: Salvation. Ist er als einziger dazu in der Lage, die Menschheit aus der Unterdrückung durch eine höhere Macht zu führen? Auf keinen Fall. Er ist passiv, will sich eingraben und abwarten. Man scheut den Kampf, sowohl aus Angst und Respekt als auch aufgrund der beschränkten technischen Möglichkeiten.

Dann taucht der wilde Amerikaner Denton van Zan auf. Schwer bewaffnet und erfahren im Kampf mit den Ungetümen. Jedoch besitzt er, so verrückt er auch sein mag, die Vision, den Kampf mit den Drachen aufzunehmen und sich nicht zu verkriechen. Da er aber alles andere als ein guter Mensch ist, entsteht ein gewisser Konflikt. Welche der beiden starken Figuren unterstützt man nun als Zuschauer? Natürlich ist Quinn der ‚Gute‘, doch auch er gibt sich irgendwann dem Kampf hin, denn die Situation ist unmöglich hinzunehmen und auszusitzen.

Und dadurch finde ich, dass der Film viel an Logik verliert. Das spürt man dann zum Ende hin. Man kann die Apokalypse exakt erklären und skizzieren, wenn dann jedoch die Protagonisten nicht in ihrem Rahmen sinnvoll handeln, wird das Geschehen flach. Christian Bale ist ein toller Schauspieler, den ich wirklich gut leiden kann. Doch mit seinem Alter Ego hier wird man nie so wirklich 100% warm. So fehlt irgendwo jemand, der dies alles trägt. Die Figur des Quinn ist nicht so wirklich heldenhaft. Er ist mehr oder weniger Opfer seiner Lage. Und der andere starke Charakter ist ein klischeehafter Waffennarr.

Auch der Rest der Besetzung ist durchaus namhaft, doch auch hier wird wieder teilweise auf unglaublich sinnlose Weise gestorben (der letzte, der im Film stirbt, verdient einen Preis für den dümmlichsten Filmtod). Andererseits ist das Visuelle durchaus gelungen. London als eine Ruine voller Drachen, viele dunkle Farben, viele dreckige Gesichter. Außer natürlich die eine einzige relevante Frau im Film, die sehr gut und gepflegt aussieht.

Für einen Film, der sich darum bemüht, diverse Sachen zu erklären und so realistisch zu erscheinen, ist das Ende irgendwie unbefridiegend. Im Finale wird viel geschlichen und wenig mit den Action-Möglichkeiten gearbeitet, die die Drachen bieten könnten. Und warum nimmt man eine Axt mit in den Kampf gegen ein haushohes Ungetüm? Es wird anfangs erwähnt, dass konventionelle Kriegsmaschinerie nichts gegen die Flugbiester ausrichten kann bzw. dass diese sich so schnell vermehren, dass man ihnen nicht Einhalt gebieten kann. Doch scheinbar können sich ein paar vereinzelte und verzweifelte Kämpfer behaupten. Merkwürdig. Es ist natürlich nicht ganz richtig, solche Dinge anzukreiden, denn schließlich will uns der Film eine Geschichte in einem fiktiven Szenario erzählen. Doch auch sowas könnte man mit einem etwas clevereren Drehbuch beheben.

Das Finale als solches ist dann auch nicht überwältigend spannend, es gibt weder Twists noch ein nachdenklich machendes Ende. ‚Die Herrschaft des Feuers‘ ist somit eher ein wenig geistreicher Action-Apocalypse-Survival-Film. Ich mochte das Szenario und die einzelnen Orte. Der Rest war jedoch im Großen und Ganzen nicht mehr als ok. Man wird schon ein wenig unterhalten. Doch es gibt eindeutig ähnliche Filme, die um Längen besser sind. Wem Endzeit-Szenarien gefallen, der wird mit ‚Children of Men‘ oder ’28 Days Later‘ mehr Freude haben. Jedoch sind aktuelle Drachenfilme eher eine Rarität, ausgenommen natürlich der Kinderfilm-Sektor.

Regie: Rob Bowman (viele Serien: Akte X (ach den ersten Film), Castle, Parker Lewis)

Schauspieler: Christian Bale, Matthew McConaughey, Gerard Butler

Bewertung: 

Cannibal Holocaust (1980)

Eine Gruppe Naturfilmer begibt sich in den Dschungel, um Kannibalen zu filmen. Jedoch fehlt nach zwei Monaten jede Spur von ihnen. Also begibt sich der Wissenschaftler Harold Monroe (Robert Kerman) dorthin, den Gefahren des Dschungels zum Trotz.

Also gut. Ich bin kein Freund von Splatter- und Schocker-Filmen, und man hat mir erzählt, dass dieser Film richtig hart und brutal ist. Und ja, das ist er. Man muss schon wissen, ob man sich sowas reinziehen will. Das ist weder ein Feel-Good-Movie noch irgendwie lustig oder herausragend geschauspielert. Vor allem ist das hier überhaupt nichts für Kinder!!! Und doch ist das nicht einfach nur Müll. Schwierig, aber auch solche Filme haben wohl irgendwo ihre Daseinsberechtigung.

Man sieht diverse Tötungs- und auch Vergewaltigungsszenen, Genitalien und die echte Tötung von Tieren. Wie gesagt, man muss wissen, worauf man sich einlässt.

Das ist nicht wirklich geistreich oder spannend, aber doch guckt man es sich an. Man gafft dem Zeug hinterher. Naja.

Die Erzählweise der ganzen Geschichte finde ich nicht schlecht. Der Film besteht quasi aus 2 Teilen. Im ersten reist der Professor in den Dschungel, im zweiten wird seine Suche sozusagen ausgewertet (klingt doof, aber anders formuliert ergäbe sich ein Spoiler).

Durch ziemlich befremdliche Musik wird auch oft eine gewisse bedrohliche Atmosphäre erzeugt. Große Spannung kommt aber nie auf. Die einzelnen schauspielerischen Leistungen sind gewiss auch nicht überragend, vielleicht ist das aber auch nicht wirklich nötig, denn im Großen und Ganzen hat der Streifen einen dokumentarischen Charakter.

Natürlich kann man die Brutalität im Film verurteilen. Womöglich ist das aber auch in gewisser Weise eine Darstellung der harten Realität. Es ist in jedem Fall etwas, das Aufmerksamkeit erregt. Und für einen Film mit einem Budget von 100 000$ sehen die Szenen sehr echt aus. Ich kann niemandem wirklich „Cannibal Holocaust“ uneingeschränkt empfehlen. Er zeigt aber, wie weit man in diesem Medium gehen kann. Im Endeffekt war er auch nicht langweilig. Auf jeden Fall schwierig und kontrovers.

Ich finde den Film ok. Was ihn für mich erträglich gemacht hat, war, dass er im Gegensatz zu solch neuem Splatter-Gedöns wie Hostel oder Saw eine Botschaft zu vermitteln wusste. Undzwar wurde angesprochen, wer die wirklichen Kannibalen waren bzw. sind, wir als moderne Menschen oder die Eingeborenen.

Regie: Ruggero Deodato

Schauspieler: Robert Kerman, Francesca Ciardi, Perry Perkanen

Bewertung: 

* Anmerkung: Ich habe den Film in English geguckt, im Deutschen heißt er „Nackt und Zerfleischt“ *

 

 

Wall Street: Geld schläft nicht (2010)

Regie: Oliver Stone (Wall Street, Platoon, Natural Born Killers)

Schauspieler: Shia LaBeouf, Michael Douglas, Josh Brolin

Handlung: In der Fortsetzung des ersten Teils aus dem Jahre 1987 kommt Gordon Gekko (Michael Douglas) aus dem Gefängnis frei, in dem dem er wegen Finanzbetruges 8 Jahre verbracht hat. Er hat nicht viel, zumal sich auch seine einzige Tochter Winnie (Carey Mulligan) von ihm abwendet. Da kommt es ihm gerade recht, dass Winnies Verlobter, Jake Moore (Shia LaBeouf), mit Gekkos Hilfe Rache an Bretton James (Josh Brolin) nehmen will, welcher verantwortlich ist für den Selbstmord von Jakes Mentor und Ziehvater Louis Zabel (Frank Langella). Klingt kompliziert, ist es aber bei Weitem nicht. Nebenher ereignet sich noch die Weltwirtschaftskrise und verändert das Leben der meisten involvierten Menschen.

Flüchtige Ähnlichkeit möchte man anfangs noch Shia LaBeouf mit Charlie Sheen im ersten Teil unterstellen, die beiden unterscheiden sich jedoch grundlegend. Währen Jake Moore bereits abgebrühter und wohlverdienender, junger Investmentbanker ist, muss Bud Fox sich erst noch von einem kleinen Schuabtreter hocharbeiten und quälen. Das ändert die Motivationen der beiden Rollen grundlegend: Im 1. Film war es noch der Drang und die Sucht nach Geld und Anerkennung, im 2. steht jedoch vielmehr die Beziehung Jakes zu seiner Verlobten sowie seinem Mentor im Vordergrund. Dieser wird in den Selbstmord getrieben, was ihn nach Rache sinnen lässt. So tritt der gealterte und vermeintlich gebrochene Gorden Gekko in Erscheinung und greift ihm unter die Arme, angeblich um der Tochter Willen.

Leider macht dies den Film in gewisser Weise kitschig und völlig überladen. Wo in Wall Street noch gezeigt wurde, wie schnell man die Karriereleiter hinunterfallen kann, wird nur in Wall Street 2 ein großer Brei aus Intrigen gekocht, ohne jedoch auch nur annähernd die wertvolle Botschaft des ersten Films zu transportieren. Schade eigentlich, denn gerade im Zuge der Finanzkrise hätte man die gierige Finanzwelt vor den Pranger stellen können. Das tut Oliver Stone jedoch nicht, und so sind wir als Zuschauer in einer endlosen Spirale von gierigen Kredithaien und Finanzblasen umgeben.

Wo Charlie Sheen noch den in gewisser Weise den sympathischen Anfänger mimte, ist Shia LaBoeuf irgendwie charakterlos. Das liegt bei weitem nicht an seiner schauspielerischen Leistung als vielmehr an der irgendwie eigenschaftslosen Rolle.

Sehr gut kommt jedoch wieder Michael Douglas rüber, auch wenn seine Rolle familiär aufgeweicht wurde und nicht mehr die Härte und Gefühlslosigkeit des ersten Teils versprüht. Man merkt, der Mann ist gealtert.

Vor allem dann zur zweiten Hälfte des Films wirkt der Film einfach nur ein wenig langweilig und überladen. In die langwierigen Interaktionen der Charaktere tritt plötzlich die Finanzkrise. So wirken einigen Szenen teilweise auf dokumentarische Art und Weise langweilig. Das hat in Wall Street 1 noch besser funktioniert. Auch das Ende war weit weniger überzeugend wie im ersten Teil und wirkte auf mich aufgesetzt.

Fazit: ‚Wall Street: Geld schläft nicht‘ war als Film für mich ok. Freunde des ersten Teils freuen sich über den Gastauftritt von Charlie Sheen und der Immobilienmaklerin aus dem ersten Film. Auch hier gilt: Wer auf Spannung verzichten kann und auch mal 2 Stunden lang ohne großen Bumms Charaktere beim Interagieren erträgt ohne gleich einzuschlafen, wird den Film nicht unbedingt schlecht finden. Jedoch ist der Streifen so schnell wieder vergessen wie man ihn gesehen hat. Monunmentale Gesellschaftskritik, so sehr man es sich erhofft hätte, wird nicht geübt und irgendwie wird man dann doch den Gedanken nicht los, warum man denn ‚Wall Street‘ hatte unbedingt fortgesetzen müssen.

Bewertung: