Aliens vs. Predator 2 (2007)

Willkommen zu AvP 2, dem Film der Superlativen. Von den Strause-Brothers, die mit ‚Skyline‚ bereits einen der einflussreichsten und besten Alien-Streifen aller Zeiten abgeliefert haben. Von den zwei Genies, die an Skyfall, Looper, Avengers, The Social Network, Iron Man 2, Terminator 3, Constantine, Kiss Kiss Bang Bang, X-Men 3, 300, Shooter, Benjamin Button und Avatar beteiligt waren (kein Witz, siehe hier). Aliens vs. Predator 2, der vermutlich größte und einzigartigeste Film seiner Art. Ein Film, der es wagt, Grenzen zu überschreiten und neue Maßstäbe zu setzen. Vor allem im Bereich der Kindes- und Säuglingstötung. Und allen voran: Der dunkelste Film, der je gemacht wurde. Ein Film, der Aliens mit Predatoren gekreuzt hat und der ein Alien beinhaltet, das aussieht, als ob es eine Rastafari-Perücke anhat. Völerkverständigung, auf Strause-Art. Pass that dutch!

Und die beiden müssen eine Menge Ganja geraucht haben. Ansonsten ist das hier nämlich nicht zu erklären. Der fucking Film ist zu dunkel! Man erkennt in über 50% aller Szenen kaum etwas, geschweige denn in den Actionsequenzen. Das macht es schwierig, die ganzen Aliens und den einen Predator auseinanderzuhalten. Außerdem watschelt da jetzt auch noch ein Alien-Predator-Mischling rum, der die Predator-Locken trägt. Und weil es dunkel ist, kann man die beiden noch viel öfter als ohnehin schon verwechseln. Hallo, hat denn keiner mal vielleicht in das Filmchen reingeguckt, bevor es auf den Markt kam? Wie kann man denn vergessen, ein paar Lampen aufzustellen? Scheiße nochmal, 40 Millionen Dollar Budget! Konnte da nicht wenigstens einer mal sein Handy rausholen und wenigstens das Licht davon auf die Szenerie halten?

Und der Predator! Von allen Außerirdischen, die uns hätten heimsuchen können, schicken die tatsächlich den mit Alzheimer. Erst bringt er nämlich zwei Menschen um und entsorgt die Leichen mit einer Säure, damit auch ja keiner was merkt, um kurz darauf dann eine dritte Leiche gehäutet im Wald aufzuhängen. Halt, wird jetzt der eine oder andere rufen. Vielleicht gab es eine Planänderung und er ist in die Offensive gegangen? Klar, wenn er nur nicht kurz darauf die Leichen 5, 6 und 7 auch weggeätzt hätte. Was sagt uns das? Entweder er ist sehr vergesslich, oder einfach nur auch auf Ganja. So wie die beiden Regisseur-Brüder.

In einer der ersten Szenen wird übrigens ein Kind erst infiziert und daraufhin getötet. Also mit einem Alien, das aus seinem Brustkorb bricht. Geschmacklos? Geradezu lachhaft, wenn man bedenkt, dass im Verlauf des Films ein Alien auf eine Säuglingsstation im Krankenhaus geht. Leider zeigt uns der Film dann nicht mehr, was dort geschieht. Dafür wird dann eine Hochschwangere kurz vor der Entbindung angegriffen, um gleich darauf drei kleine Aliens zu gebären. Und spätestens hier ist man gezwungen, als Zuschauer selber Ganja zu rauchen. Denn sonst läuft man Gefahr, sich selbst zu verstümmeln. So gut ist der Film!

Im Nachhinein ist die Dunkelheit vielleicht ganz gut, um nicht alles mitzubekommen. Das Beste kommt nämlich noch. Noch bevor in den 94 Minuten Film nämlich die Kämpfe losgehen, sehen wir die wichtigen Protagonisten. Da wäre der kleine Loser-Bruder, der Pizza ausfahren muss. Der große Loser-Bruder, der frisch aus dem Knast kommt. Der Dorf-Sheriff, der entweder geistig behindert oder einfach auch durchgängig bekifft ist. Und die Dorfhure, die erst dem kleinen Loser-Bruder beim Verprügelt-Werden durch ihren Freund zuschaut, um dann mit diesem Schluss zu machen, um im Anschluss im Schwimmbad den kleinen Loser-Bruder flachzulegen. Dann ist da die Mutter, die frisch aus der Armee heimkommt. Als ein Alien jedoch ihren Mann killt, bleibt sie überraschend gelassen. Vielleicht hat sie sich auch nur ein paar Tricks im Männermanagement von der Dorf-Hure abgeguckt. Einfach nur zum Haareraufen. Das Beste wäre gewesen, wenn Predator und Aliens sich zusammengetan und die ganze Crew samt Regisseuren erlegt hätten. Weil hier einfach nichts funktioniert. Nicht mal die Effekte, für die die Strause-Brothers scheinbar ein Händchen haben.

Außerdem frage ich mich, warum der erste ‚Alien vs. Predator‘ hieß und der hier nun ‚Aliens vs. Predator – Requiem‘. Und sogar der zweite Matrix-Film wirkt hierzu wie ein Meisterwerk der Logik und des Feinschliffs.

Die Handlung gespoilert: Alien-Predator-Rastafari strandet auf der Erde, weil siehe Cliffhanger aus erstem Teil. Predator kommt, um alles und jeden zu beseitigen. Außer Leiche #3, die wird schön öffentlich im Wald präsentiert. Fast alle Menschen sterben (leider nicht alle). Inklusive Atombombe von der Regierung. Loser-Brüder und Armeetussi mit Kind überleben in Helikopter Atombombe (leider). Aliens und Predator nicht. The End.

Ein furchtbarer Film, der noch eine ganze Ecke bescheuerter ist als sein Vorgänger. Vielleicht reicht das Teil hier, um sich zusammen zu amüsieren und diesen Franchise-Hybriden ein für alle mal unter die Erde zu bringen. Aber ansonsten sollte man das Tuch des Schweigens über diesen Scheiß hängen, der sogar Paul W.S. Anderson fast wie einen (guten) Regisseur aussehen lässt. Ihr braucht was zum Lachen? Dann rupft euch die Zehennägel aus. Oder die Zähne. Da habt ihr mehr Entertainment von.

Regie: Colin & Greg Strause (Skyline)

Schauspieler: Steven Pasquale, Reiko Aylesworth, John Ortiz

Bewertung: 

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