After Earth (2013)

Gefahr ist real. Angst ist eine Entscheidung. Das ist das Motto dieses illustren Ausflugs auf eine verlassene Erde, die voll ist mit allerhand bösen Tieren. Und weil es an Gefahren noch nicht genug ist, bringen unsere Helden sogar ihren eigenen Antagonisten mit. Dass besagte arme Kreatur nicht sehen oder hören kann, scheint aber niemanden stören. Wo steckt Greenpeace, wenn offensichtlich behinderte Tiere massakriert werden?After Earth

In der Zukunft hat die Menschheit die Erde schon lange verlassen, da diese unbewohnbar geworden ist. Warum genau wird nicht klar, denn die ganzen Tiere chillen dort immer noch. Vielleicht waren es die horrenden Immobilienpreise. Jedenfalls fand man mit Nova Prime einen neuen Heimatplaneten. Dieser stellte sich jedoch als bereits bewohnt heraus. Die bösen Aliens hatten außerdem keinen Bock auf Touristen bzw. eine verflucht rassistische Einwanderungspolitik und hetzten Ursas auf uns. Das sind blinde / taube / dämliche Monster-Ungetüme, die anhand von Angst-Pheromonen Menschen aufspüren und als Baumdekoration aufhängen. Zum Glück jedoch stellte sich ein Mann namens Cypher Raige (Will Smith) als so cool heraus, dass er keine Angst hatte und deswegen unsichtbar für die Ursas war. So gewann die Menschheit den Krieg und konnte sich an die Aufgabe machen, den nächsten Planeten zu vergewaltigen. Leider geht Kampfgeschick nicht mit den Fähigkeiten des Papaseins Hand in Hand und so führen Cypher und Sohnemann Kitai (Jaden Smith) eine typische Beziehung: Autoritäre Vaterfigur und sein Junge, der nicht an die Leistungen seines Stammhalters heranreicht und erwachsen werden muss. Alles schon bekannt. Cypher nimmt Kitai mit auf irgendeine Mission, ein Trainings-Ursa mit an Bord. Dann stürzen sie auf dämliche Art und Weise auf der Erde ab, der Prinz von Bel-Air bricht sich beide Beine und der Sohn muss irgendein Föhn-ähnliches Gerät aus 100km Entfernen besorgen. Leider sind Flora und Fauna alles andere als gut auf die Menschheit anzusprechen und die Reise stellt sich als selbstmörderischer Trip heraus. Bla bla bla. Wer nicht von Beginn an weiß, worauf es im Film hinausläuft, hat vermutlich noch nie von Mister Miyagi, Yoda oder Splinter gehört.

After Earth hat aber auch sehr viele hilfreiche Weisheiten parat, die man unbedingt wissen muss:

  • Selbst auf Raumschiffen im Weltall sollte man sich immer anschnallen.
  • Ein gottverdammter Strohhalm von einem Trinkpäckchen eignet sich hervorragend, um einen Shunt (zur Flüssigkeitsübertragung getrennter Blutgefäße) zu legen.
  • Die Schweizer Taschenmesser der Zukunft passen nicht mehr in die Hosentasche. Dafür hat man zugunsten von 37 verschiedenen Messerarten auf Dosenöffner, Nagelknipser und Pinzette verzichtet.
  • Der Handyempfang auf einem aktiven Vulkan ist fantastisch.
  • Paviane sind immer Arschlöcher. Nicht nur, weil sie so merkwürdige Arschlöcher besitzen.

After Earth ist öde, vorhersehbar und erschreckend uninspiriert. Es gibt keine sympathische Figur. Schlimmerweise gibt es trotz des Settings auch nichts Interessantes zu erzählen. Will Smith ist der beschissenste Vater seit ewigen Zeiten, Jaden Smith ist kein guter Schauspieler und nie, zu keinem Zeitpunkt, auch nur im Entferntesten sympathisch. Mit wem soll man da mitfiebern? So plätschert der Müll vor sich hin. Fürchterlich sind diverse Szenen, in denen After Earth unfreiwillig komisch rüberkommt. Der Film nimmt sich so ernst, dass scheinbar niemandem aufgefallen ist, dass das Erzählte furchtbar dämlich ist. Keine Ahnung, wer M. Night Shyamalan noch 130 Millionen Dollar in die Hand gibt. Aber hoffentlich war das hier das letzte Mal.

Finger weg von diesem Scheiß.

Regie: M. Night Shyamalan (The 6th Sense, Unbreakable, Signs)

Schauspieler: Will Smith, Jaden Smith, Zoe Kravitz

Bewertung: 

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.