Pacific Rim (2013)

Wenn riesige maschinenartige Ungetüme Städte in Schutt und Asche legen, dann ging oft die erste Assoziation Richtung Transformers. Beachte: „ging“. Denn das dürfte sich mit Pacific Rim hoffentlich bald ändern, weil Guillermo del Toros Film zeigt, dass man eine ähnliche Prämisse in einen funktionierenden Streifen verwandeln kann. Ohne die grenzdebilen Dialoge, das massive Product-Placement oder den nervtötenden amerikanisch-patriotischen Pathos, der Michael Bays Spielzeugfilme stets begleitet.Pacific Rim

Die Handlung ist simpel. Und hört sich zugegebenermaßen recht albern an. Ach verdammt, sie ist auch albern. In naher Zukunft überfallen gigantische Ungeheuer, die Kaiju, aus einer Paralleldimension heraus die Erde. Das Tor, durch das diese schreiten, befindet sich irgendwo im Pazifik. Nur die von Menschen gebauten Jaeger, gigantische Kampfroboter, sind in der Lage, den Monstern Einhalt zu gebieten. Im Mittelpunkt steht der Pilot Raleigh Becket (Charlie Hunnam), der seinen Bruder an einen Kaiju  verloren hat und der nun von Stacker Pentecost (Idris Elba) erneut rekrutiert wird, um einen letzten verzweifelten Versuch zu unternehmen, um die Menschheit vor der drohenden Vernichtung zu bewahren. Ihm zur Seite steht Mako Mori (Rinko Kikuchi), denn die großen Kampfmaschinen lassen sich nur zu zweit kontrollieren.

Wir sind also rein geschichtlich nicht am Anfang der Invasion, sondern befinden uns mehr oder weniger am Ende. Denn der Riss spuckt immer häufiger Kaiju aus und die Menschen rund um den Pazifik sind wohl dem Untergang geweiht. So ist Pacific Rim die meiste Zeit relativ düster. Das funktioniert auch ganz gut. Es stellt sich für den Zuschauer jedoch die Frage, ob er mit diesem Sci-Fi-Monster-Setting leben kann. Guillermo del Toro erschafft eine eigenständige und detailierte Welt, die für manchen Realisten arg konstruiert wirken wird. Natürlich ist es nicht sinnvoll, gigantische Roboter zu bauen. Natürlich sind Paralleldimensionen mit großen Seeungeheuern nicht realistisch und ganz klar, der eine oder andere Charakter ist stark überzeichnet. Aber wenn man den Film gewähren lässt und sich auf das Szenario einlässt bzw. einlassen kann, dann erlebt man eine recht coole und stellenweise tatsächlich durchdachte Welt. Vor allem für Leute wie mich, die früher jeden Samstag um 5:00 die Power Rangers im Morgenprogramm geschaut haben, entfaltet Pacific Rim so eine Art Retro-Charme.

Was den Film so viel besser macht als die Transformers, ist der Fakt, dass selbst die gigantischste Action-Sequenz angenehm geschnitten ist. Während bei Michael Bay Schnitt auf Schnitt folgt und man in der Hektik jegliche Übersicht verliert, weiß man in Pacific Rim immer, was gerade passiert. Dabei ist die Handlung simpel und wirkt nich so hingeklatscht wie bei den Transformern, wo man optisch und inhaltlich meist gar nicht mehr weiß, was da los ist. Auch die Kämpfe sind durch die Wesen und die Roboter geradezu menschlich und haben eine sehr natürliche Dynamik. Wenn gerade eine der Maschinen einen riesigen Öltanker als Baseballschläger benutzt, dann ist das auf der Coolness-Skala schon zeimlich weit oben. Und dazu dann noch der motivierende Soundtrack von Ramin Djawadi (seines Zeichens auch für den Soundtrack von Game of Thrones verantwortlich), der sich wie ein roter Faden durch den ganzen Film zieht. Wenn das Lied ertönt, dann weiß man, gleich brennt die Hütte. Die Wiedersacher erinnern rein von der Optik her stark an die Wesen aus den Hellboy-Filmen, bei denen Guillermo del Toro auch auf dem Regiestuhl saß.

Aber! So einiges funktioniert auch nicht. Die meisten Charaktere sind ziemlich oberflächlich und teilweise unsympathisch. Auch wenn ich Idris Elba liebe, seine Rolle schwingt irgendwo zwischen aufgesetzter Wichtigkeit und nervtötender Dominanz. Hauptprotagonist Raleigh ist so gut wie charakterlos, seine Kollegen ebenso. Die Dialoge der Protagonisten sind dahingehend auch alles andere als wirklich sinnvoll. Dazu kommt, dass mit Charlie Day, Burn Gorman und Ron Perlman gleich drei Charaktere in einer Art Nebenhandlung für einen Comic Relief sorgen sollen und dabei öfter mal so gar nicht in die düstere Stimmung hineinpassen. Vermutlich wäre es auch zu ermüdend, zwei Stunden lang nur Monster-Roboter-Kämpfe zu sehen. Aber ich verzeihe dem Film, weil es eben nicht wie in Transformers 2 eine Riesen-Maschine mit Klöten gibt. Oder ständiges Einblenden von Automarken oder Handyherstellern. Oder eine Art Werbeblock für die amerikansiche Armee, wie in Transformers 3. Oder eine Megan Fox, die hauptsächlich damit beschäftigt ist, ihren Arsch in die Kamera zu recken.

Und hier liegt vermutlich auch irgendwo der Hund begraben. Die Menschen sind die großen Roboterschlachten mittlerweile leid. Vor allem dank Michael Bay. Nur so lässt sich für mich erklären, warum das Transformers-Franchise so massiv mehr eingenommen hat als Pacific Rim, welches gerade mal seine Produktionskosten wieder drin hat. Hier tut es mir wirklich leid, denn Guillermo del Toros Film ist natürlich kein erzählerisches Meisterwerk, aber es macht das, was es machen soll. Und um so viel besser als die Konkurrenz.

Wer als Kind mit den Power Rangern, den Transformern, Godzilla und co. oder dem Saber Rider aufgewachsen ist, wird auch mit Pacific Rim sicher viel Freude haben. So wie ich. Aber auch als Sci-Fi-Actioner taugt das ganze hier. Wenn man sich jedoch an allerhand Logiklücken aufhängt à la „Warum hat ein Riesenroboter drei Arme?“, dann dürfte Pacific Rim nicht gerade das Gelbe vom Ei sein. Aber hey, viel wichtiger ist dann allerdings die Frage, warum man ohne Power Rangers aufgewachsen ist.

 

Regie: Guillermo del Toro (Hellboy I + II, Pans Labyrinth)

Schauspieler: Charlie Hunnam, Idris Elba, Rinko Kikuchi, Charlie Day, Ron Perlman, Diego Klattenhoff

Bewertung: 

hoerdatei Episode 6: Wrap-up

Der Podcast kommt jetzt endlich in die Schule. Das feiern wir mit Reviews von Man of Steel, Hangover 3 und World War Z, die allesamt auch für 6-jährige geeignet wären. Oder auch nicht. Aber hört selbst.

So richtig spoilen konnten wir eigentlich nichts. Oder wundert es einen, dass ein Superheld einen Superheldenfilm überlebt? Als ob irgendein Filmstudio heutzutage sagen würde: „Hey, hier geht es nicht um ein Franchise oder Geld, sondern um einen guten Film!“.

 

podcast_logo

 

00:02:05 Man of Steel: Massenvernichtung auf Kryptonisch

00:22:28 World War Z: Brad Pitt rettet die Welt

00:37:53 Hangover 3: Jetzt ohne Hangover!

00:48:55 Vorschau Juli und August mit: Only God Forgives, Pacific Rim, Wolverine 2, Das ist das Ende, Lone Ranger, Elysium, Pain & Gain, Wolf of Wall Street

01:14:52 Ende

 

 

 

Payback (1999)

Brian Helgeland, Regisseur von Payback, hat 1998 an einem Wochenende einen Oscar und eine Goldene Himbeere erhalten. Beide jeweils für seine Drehbücher. Der Oscar war für L.A. Confidential (Hell yeah!), die Himbeere für den furchtbaren Postman-Film (Hell no!). Außerdem hat der Mann Mystic River geschrieben und auch noch Regie bei Ritter aus Leidenschaft geführt. Andererseits ist Herr Helgeland auch für die Drehbücher für Ridley Scotts Robin Hood-Verwurstung und das Pelham 1 2 3-Remake verantwortlich. Was lernen wir daraus? Wo Licht ist, ist auch Schatten. Aber auf welcher Seite der Macht steht nun Payback?Payback

Porter (Mel Gibson) wurde bei einem geglückten Raub von seinem Partner Val Resnick (Gregg Henry) aufs Kreuz gelegt und um 70000 $ geprellt. Er wacht dementsprechend mit ein paar Kugeln im Körper auf. Das schreit nach Rache. So begibt sich Porter auf die Suche nach seinem ehemaligen Kollegen, der inzwischen Mitglied der Mafia ist. Mit dabei sind asiatische Gangster samt Lucy Liu als Domina, korrupte Polizisten und Kris Kristofferson als Gangsterboss.

Tja, und das ist im Grunde die Handlung. Porter arbeitet sich die Nahrungskette der Mafia allmählich herauf und schreckt vor nichts zurück. Das zeichnet den Film auch aus: Mel Gibson ist die coolse und skrupelloseste Sau auf dem Planeten. Schon alleine die Anfangssequenz, in der er völlig abgebrannt einem wahllosen Mann die Brieftasche klaut und sich mit den Kreditkarten in einem Zusammenschnitt wieder eine Existenz aufbaut, macht klar, mit wem man es hier zu tun hat. Dabei wird deutlich, dass Mel alles andere als ein guter Mensch ist. So gibt es viele Interaktionen mit meist zwielichtigen Gestalten, die nicht fassen können, dass ein Kerl so viel Wind um so wenig Geld macht. Dabei geht es ihm auch ums Prinzip. Humor entsteht durch die kauzige und lässige Art von Porter und die teils skurrilen Konfrontationen mit allerhand Gestalten. So spinnt sich ein Geflecht von Protagonisten auf, die im Grunde alle nur irgendwas von ihm wollen.

Zugegeben, das Ende ist ein wenig gekünstelt und bei aller Liebe nicht so schlau wie der Film einem vermitteln will. Eine Schießerei mit einer asiatischen Gangsterbande ist auch ein wenig over the top. Aber es ist in Ordnung. Und die Story an sich wirkt teilweise, als ob sie auch von einem Guy Ritchie stammen könnte. Nur mit etwas weniger Hektik und mehr ruhigen Momenten. Für mich ist Mel Gibson auch einfach ein harter Typ, alle seine persönlichen Probleme mal beiseite geschoben, der gerne mal entgegen der persönlichen Sehgewohnheiten handelt. Der Rest des Casts geht klar und Payback hat mit seinen 100 Minuten Laufzeit auch keine Längen drin.

Klar, irgendeine tiefere Botschaft oder eine Moral wird nicht transportiert. Der Film gibt sich auch keine Mühe, mehr zu sein, als er ist. Und Porter ist ein Antiheld. Trotzdem funktioniert die Geschichte gut und unterhält durchgängig. Kiss Kiss Bang Bang zum Beispiel ist viel humoriger und auf seine eigene Art innovativer. Payback dafür ist härter und düsterer. Ein kleiner, aber auch guter Krimi mit Action. Warum auch nicht?

 

Regie: Brian Helgeland (Ritter aus Leidenschaft, Sin Eater)

Schauspieler: Mel Gibson, Gregg Henry, David Paymer, Bill Duke, Lucy Liu, Kris Kristofferson

Bewertung: 

The Purge (2013)

Die Prämisse von The Purge ist reichlich obskur. Wir schreiben das Jahr 2022. An einem Tag im Jahr darf jeder Amerikaner massiv die Sau rauslassen und morden, vergewaltigen und rumballern wie er oder sie gerade will. Ohne Bestrafung. Das senkt die Verbrechensrate und gibt den Leuten die Chance, das Tier in ihnen rauszulassen. Im Grunde also wie Weihnachten und Ostern an einem Tag. Und mit mehr Mord und Totschlag als bei den üblichen Familientreffen. Man merkt bereits an der Idee, dass es sich hier um einen Indie-Film handeln muss. Das ist natürlich nicht verwerflich. Es ist jedoch auch nicht so, dass einen dieses Konzept von den Socken reißt.

The Purge

Am Abend der Purge-Nacht kommt Familienvater James Sandin (Ethan Hawke) nach Hause. Er hat ein Vermögen mit eigens für dieses Ereignis konstruierten Sicherheitsanlagen verdient. Seine Frau Mary (Lena Headey), die vermutlich dem einen oder anderen Gläschen Wein tagsüber nicht abgeneigt ist, der nerdige Psychopathen-Sohn Charlie sowie die frühreife Teenie-Tochter Zoey sind also wohlbehalten und in Sicherheit. Man will sich einfach für die Säuberungsnacht daheim einschließen und gemütlich den Terror aussitzen. Natürlich, wer hätte damit rechnen können, läuft nicht alles so wie geplant. Einerseits schleicht sich der Freund der Tochter ins Haus, bevor die Schotten dicht gemacht werden. Andererseits lässt der Sohnemann während des Purges einen Mann ins Haus, der von einer Gruppe Psychopathen verfolgt wird.

Und dann geht ein Psychospiel los. Die Leute draußen wollen den Kerl haben. Der versteckt sich im Haus und man kann ihn nicht finden. Nebenbei fällt der Strom aus und alles spielt sich in der Dunkelheit ab. Es stellt sich außerdem heraus, dass die Sicherheitsanlagen gar nicht mal so sicher sind. Das ist sicherlich ärgerlich.

Mit 85 Minuten Laufzeit ist The Purge erfreulich kurz. Das ist auch ganz gut so, weil man merkt, wie dem Film nach kurzer Zeit die Puste ausgeht. Das geht damit los, dass kein einziges Familienmitgleid sympathisch ist. Die Tochter ist die typische spätpubertäre Göre, der Sohn bringt auf dümmliche Art und Weise seine ganze Familie in Gefahr und Ethan Hawke ist irgendwie total merkwürdig. Im einen Moment will er seinen „Besucher“ noch foltern, im nächsten ist er plötzlich Humanist geworden. Was ihn aber nicht daran hindert, diverse Männer und eine Frau mit einer Schrotflinte in die ewigen Jagdgründe zu befördern. Hier ist der Film sich dann offensichtlich nicht sicher, wie er seine Message rüberbringen soll. Denn auf der einen Seite soll man lernen, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat. Doch auf der anderen Seite scheint es den Protagonisten wenig auszumachen, Leute umzubringen. Tatsächlich ist es die Mutter, die sich hier am Ende als der stärkste Charakter etabliert, aber davor vergehen erst noch 80 Minunten. Dann ist der Film auch schon wieder vorbei. Es ist eben schiere Gleichgültigkeit, mit der man den einzelnen Protagonisten gegenübersteht. Keiner interessiert einen, niemand sagt irgendetwas Schlaues. Dialoge sind spärlich und das Gezeigte eben nicht ausdrucksstark genug, um eine Verbindung zum Zuschauer herzustellen.

Furchtbar uninspiriert kommen die letzten fünf Minuten daher, in denen zwei unheimlich vorhersehbare Twists passieren. Dabei hat diese dystopische Zukunftsvision durchaus etwas Erschreckendes. Der Film vergibt aber überall sein Potential. Auch weil diverse Szenen wenig Sinn ergeben. Es wirkt zum Beispiel so, als ob das zweistöckige Haus 200 Zimmer besäße. Weil 10 Leute darin rumlaufen und sich nicht ständig auf die Füße treten. Die Bösen sind, außer dem Anführer, dermaßen gesichtslos, dass einem sogar klar wird, warum die alle Masken aufhaben. Vermutlich steht bei denen in ihrem Xing-Account lediglich das Hobby „Töte gerne Menschen“. Das soll einen als Zuseher schockieren oder anekeln, aber es ruft keine Emotion hervor. Auch weil diese Antagonisten nicht viel mehr als Gegner in einem Ballerspiel sind. Der Oberschurke, gespielt von Rhys Wakefield, soll dann ein Hybrid aus eloquentem Gentleman und mordlüsterndem Psychopathen sein. Seine Figur ist neben der der Mutter die einzige, die heraussticht. In der ganzen Geschichte wirkt sein Tun und Handeln aber aufgesetzt und bemüht cool. Der Joker aus The Dark Knight lässt grüßen.

The Purge spielt mit der Idee, dass eine entmenschlichte Gesellschaft zum Verlust von moralischen Werten führt. Und wie in Einzelnen, exemplarisch Ethan Hawke, dann doch der Sinn für die gerechte Sache geweckt wird. Leben sind nichts mehr wert, wobei die Reichen eine tolle Lösung gefunden haben, damit sich die Unterschicht selbst auffrisst. Das ist schön und gut. Es wäre aber vermessen, dem Film viel Tiefgang zu unterstellen. Zumal die Message am Ende nicht subtil, sondern viel mehr mit der Brechstange in den Zuschauer reingeprügelt wird. Tatsächlich hätten vielleicht ein paar Minuten mehr den Charakteren ganz gut getan. So hat James DeMonaco als Regisseur und Drehbuchautor einen kurzweiligen, aber auch genauso emotionsarmen Film gemacht. Dabei gibt es vor allem mit Funny Games, aber auch mit Equilibirum, V wie Vendetta, Children of Men, Gattaca, 1984 und Blade Runner thematisch ähnliche Werke, die sehr viel besser funktionieren. Verdammt, sogar Panic Room war spannender. Der Herr Pönack kann The Purge sehr viel mehr abgewinnen, wie hier nachzulesen ist. Mir geht es aber so, dass eine interessante Idee allein noch keinen guten Film macht. Vielleicht macht es das Sequel ja besser.

 

Regie: James DeMonaco (Staten Island, Drehbuchautor für Verhandlungssache)

Schauspieler: Ethan Hawke, Lena Headey, Rhys Wakefield

Bewertung: 

World War Z (2013)

Es gab einmal Zeiten, da waren Zombies noch eine Randerscheinung im Filmgschäft. John Romero hat das Genre dabei in den 60ern und 70ern massiv geprägt, wobei die Thematik noch viele Jahre eher Nische blieb. Dann war es einige Zeit lang ein wenig stiller um die lebenden Toten, bis in den letzten paar Jahren mit The Walking Dead, den 28-Filmen und leider Gottes auch der Resident Evil-Reihe zunehmend mehr Zombies ihren Weg ins Kino oder Fernsehen fanden. Und dann ist da World War Z. Der unumstößliche Beweis, dass Zombies endlich angekommen sind. Im Mainstream.

Gerry Lane (Brad Pitt) hat früher für die UN in Krisengebieten gearbeitet. Doch nun kümmert er sich lieber um seine Familie. Eines schönen Morgens bricht die Zombie-Apokalypse über die Welt herein und die Lanes rennen um ihr Leben. Dank seiner vorzüglichen Kontakte kommt die Sippe auf einem Flugzeugträger unter und Gerry macht sich auf den Weg, die Ursprünge der Seuche ausfindig zu machen. Dabei reist der Globetrotter unter anderem nach Südkorea und Israel.World War Z

Dabei bleibt die Handlung stets linear und simpel, was dem Film sehr gut tut. Es wird eben nicht unnötig komplex. Daher wirkt World War Z mit seinen knapp zwei Stunden Laufzeit sehr straff. Für Längen bleibt keine Zeit. Auch die Schauplatzwechsel tragen dazu bei, dass sich keine Langeweile einstellt. Über den Realismusgehalt eines Zombie-Streifens kann man sich natürlich immer streiten, aber die Story ist alles in allem konsistent und alles funktioniert wie es soll. Es macht halt Sinn, warum Brad von A nach B muss und sich dadurch schrittweise der Rekonstruktion der Geschehnisse nähert. Lediglich ein gezeigter Flugzeugabsturz in der zweiten Hälfte ist irgendwie zu viel des Guten, stört aber nicht nachhaltig.

Die Geschichte ist also in Ordnung. Was jedoch eher Bauchschmerzen bereitet, sind die Charaktere. Brads Famillie zum Beispiel ist leider völlig belanglos und stellenweise störend. So ruft ihn seine Frau im natürlich denkbar schlechtesten Augenblick an und beschwert sich vor dessen Abreise noch, dass er nicht wieder seinen alten Job aufnehmen soll. Da steht die Menschheit vor ihrer Vernichtung, aber die Frau stellt ihre Befindlichkeiten über das Wohl der Spezies. Interessanterweise schafft es World War Z allerdings, die Szenen mit Brads Familie sehr gering zu halten. Stellenweise weiß man nicht mal, was mit ihnen los ist. Dadurch fällt dieser Kritikpunkt zum Ende hin nicht mehr sehr ins Gewicht.

Größter negativer Aspekt ist tatsächlich Brad Pitts Rolle, denn er ist einfach nur übermenschlich. Gerry Lane behält in jeder Situation seine Coolness und löst jedes Problem auf smarte Art und Weise. So wie MacGyver. Und als ob das noch nicht ausreicht, sieht er mit seiner blonden Mähne und seinen fürsorglichen Augen auch noch unverschämt gut aus. Relativ weit am Anfang hat er noch eine Auseinandersetzung mit einem Zombie, der ihm in den Mund hustet. Selbstlos stellt sich Brad auf den Rand des Häuserdachs, um sich im Falle einer Ansteckung vom Dach schmeißen und seine Familie vor sich selbst retten zu können. Solche wohlüberlegten Handlungen sind zu Beginn noch sehr nett, entmenschlichen den Charakter aber zusehends. Man sieht eben, wie selbst in den chaotischsten Situationen Brad die Übersicht und Ruhe behält. Angst kennt er nicht.

Und warum sollte er sich auch fürchten? Selbst in der schlimmsten Situation fällt ihm noch etwas ein. So verliert World War Z ein wenig an Spannung. Übrigens ist das eher kein Actionfilm. Ja, die aus dem Trailer bekannten Massenzombie-Szenen tauchen auf, sind aber sonst sehr rar gesät. Das ist nicht schlimm, doch die Werbung versprach etwas anderes. Dafür ist das Finale überraschend anders und zaubert einem schon so ein verschmitztes Lächseln aufs Gesicht. Kann man, oder eher darf man einem so tollen Mann wie Brad Pitt ein paar Unzulänglichkeiten nicht verzeihen?

Bleibt die Frage, für wen dieser Film eigentlich gemacht ist. Tja, vermutlich für alle außer Zombie-Film-Liebhaber. World War Z ist so poliert und frei von Kanten, dass tatsächlich der Großteil der Menschheit auf seine Kosten kommen könnte. Sogar Kinder, denn jedes Anzeichen von Gewalt oder Blut wird halbwegs geschickt kaschiert. Und wer Action mag, bekommt sie. Wer gerne einem schönen Mann zwei Stunden lang zuschauen möchte, kriegt auch das. Und hier ist das Problem: Der Streifen hat überhaupt keine Seele. Dem Gesehenen steht man die meiste Zeit emotionslos gegenüber. Vor allem, weil man sich auch offensichtlich nicht entscheiden konnte, eine Richtung einzuschlagen. Ein bisschen Horror, hier und da Aciton, vereinzelte Thriller- und Krimielemente. Die ganze Suppe made in Hollywood funktioniert tatsächlich auch. Aber bleibt auch irgendeine Szene in Erinnerung? Nein.

Warum auch? Der Film ist ganz klar und offensichtlich nicht die Visualisierung einer künstlerischen Idee. Keine Botschaft oder Message steckt hier drin, keine neue Geschichte wird erzählt. Es wurden allerhand populäre Elemente aus anderen Zombiefilmen genommen, um ein Produkt herzustellen. Und Geld zu verdienen. Das ist World War Z: ein Produkt, beworben von Brad Pitt. Man wird unterhalten und es gibt keine eklatanten Fehler im Film. Ein professionelles Produkt eben. Doch eben auch nicht mehr. Willkommen im Mainstream.

 

Regie: Marc Forster (Ein Quantum Trost, Schräger als Fiktion, Monster’s Ball)

Schauspieler: Brad Pitt, Moritz Bleibtreu!

Bewertung: 

Fast & Furious 6 (2013)

Ich weiß noch nicht, was mich mehr verblüfft. Der Fakt, dass es bereits sechs Teile dieser Reihe gibt oder die zunehmend positiveren Ratings von Zuschauern und Kritikern. Und habe ich schon erwähnt, dass dieser eine Film hier knapp 700 Millionen Dollar eingespielt hat bisher? Weltweit hat das Franchise weit über 2 Milliarden an den Kinokassen eingenommen. Der Erfolg liegt an mehreren Dingen, auf die ich später eingehen werde. Zuallererst möchte ich jedoch alles Negative aufzählen, dass dem Nicht-Fan der Reihe sofort ins Gesicht springt.Fast & Furious 6

Die Handlung ist total dämlich: Verbrecherische Auto-Diebstahl-Crew soll andere verbrecherische Auto-Diebstahl-Crew aufhalten, denn die Polizei ist zu dämlich. Letty (Michelle Rodriguez) ist doch nicht tot. Irgendein Scheiß soll gestohlen werden und unsere Helden sollen das verhindern. Dabei ist jeder einzelne Charakter dämlich. Vin Diesel hat nicht einen schlauen Satz zu sagen und bildet trotzdem den Kopf der Bande. Ständig brabbelt er von familiären Werten, doch eine emotionale Auseinandersetzung gibt es ohnehin nicht. Und wirklich sympathisch ist er auch nicht. Der Rest der Bande ist genauso flach wie man es aus den Vorgängern kennt.

Die Krone der schauspielerischen Leistung zeigt Michelle Rodriguez, die ihre typsiche Rolle „spielt“. Mit finsterem Blick und einer Mimik, als ob sie permanent an Scheiße riechen müsste, bildet sie sogar mit den Dreh- und Angelpunkt der nicht vorhandenen Handlung. Geschenkt. Dwayne Johnson, Tyrese Gibson und Ludacris sind auch nicht viel besser. Der Bösewicht Shaw wird verkörpert von Luke Evans. Sein Plan, ein von der Nato beherbergtes IRGENDETWAS zu stehlen ist, naja, sagen wir mal nicht unbedingt nachvollziehbar. Aber hey.

Die Logik geht dem Film beim Finale völlig abhanden, wenn ein Flieger auf einer mindestens 50 Meilen langen Landebahn unterwegs sein muss. Ach ja, man kann übrigens mit Autos durch Flugzeuge krachen. Dabei habe ich noch gar nicht die vorherige minutenlange Sequenz mit einem Panzer auf einer Autobahnbrücke erwähnt, in der Vin Diesel einen Stunt vollführt, der, selbst wenn er funktionieren dürfte, seinen Körper doch mindestens in einen anderen Aggregatzustand befördern müsste. Der Übergang von der Panzer- zur Flugzeugszene wartet in Sachen Nachvollziehbarkeit mit neuen Genrestandards auf, wenn der böse Bube erst laufen gelassen wird, um ihn dann kurz darauf doch zu verfolgen und natürlich noch einer der guten Mitstreiter sich in einem furiosen Twist als Maulwurf entpuppt hat. Die Action ist so dermaßen übertrieben und unrealistisch, dass selbst Die Hard wie ein ruhiger Krimi wirkt. Nebenbei rotieren alle berühmten toten Physiker im Grab, denn die Gesetze der Natur werden nicht nur einmal gebrochen.

Fans der Reihe freuen sich aber über das ganze Zeug. Zumal der Film an alle vorherigen Teile anknüpft und Verbindungen aufspannt. Und deswegen feiern die Leute diesen Streifen so. Da wird die Szene aus Teil 3 nochmal gezeigt und ergänzt, genauso mit Teil 4. Das soll eine komplexe Welt vermitteln, ist jedoch eigentlich Augenwischerei, denn die Fast & Furious-Dimension ist weit davon entfernt, Tiefe zu besitzen. An allen Ecken und Enden werden Vin Diesels Prinzipien erwähnt und was für ein ehrbarer Mann er ist. Trotzdem scheint der Verlust eines Crew-Mitglieds am Ende niemanden wirklich zu kümmern. Ich könnte mich über die Unlogik stundenlang aufregen. Aber das wäre ohnehin vergeudete Zeit. Wer die Reihe mag, wird auch hier Spaß haben. Dass die Serie schon lange nichts mehr mit Autorennen zu tun hat und bald mehr Folgen als Police Academy vorzuweisen hat, ist genauso erstaunlich wie die Menge an Material und Autos, die bei der Produktion vernichtet wurden. Ständig fliegt was in die Luft und überall laufen muskulöse Männer und schöne Frauen rum. Eine polierte und oberflächliche Welt ohne viel Raum oder Zeit zum Nachdenken. Vielleicht ist es ganz gut so, dass Fast & Furious 6 einem keine Zeit zum Grübeln lässt. Denn sonst bröckelt die Fassade.

Lange Rede, kurzer Sinn. Ihr mögt die Filme? Guckt euch Teil 6 an und habt Spaß damit, freut euch auf Teil 7 mit einem neuen coolen Schurken, der hier kurz am Ende vorgestellt wird. Ich werde kein Fan der Reihe mehr. Klar, hirnlose Action ohne Tiefe kann Spaß machen. Aber muss man daraus gleich 7 Filme machen?

 

Regie: Justin Lin (Fast & Furious III, IV, V)

Schauspieler: Vin Diesel, Paul Walker, Dwayne Johnson, Michelle Rodriguez, Tyrese Gibson, Sung Kang, Ludacris, Luke Evans, Jordana Brewster, Gal Gadot

Bewertung: 

 

 

Christopher Nolan

Nolan wurde am 30.07.1970 in London geboren. Seine Filme zeichnen sich durch einen düsteren Stil und oft verschachtelte Erzählstrukturen aus. Der erste große Streifen ‚Memento‘ steht symbolisch für die komplette Dekonstruktion einer linearen Storyline und ist in dieser Form einzigartig.

Das Rotkäppchen aus Nolans Sicht:

Es war einmal ein Mädchen mit roter Kappe, dessen Jugend durch die Beziehung zur Großmutter geprägt war. Denn Jahre zuvor wurden ihre Eltern umgebracht und so entschloss sie sich, die Farbe Rot als Symbol ihrer Angst vor Blut und Gewalt zu tragen. Das, was ihr einst Angst gemacht hatte, sollte nun ein Schild sein.

Rückblende: In einer Traumsequenz erlebt Rotkäppchen die bestialische Ermordung ihrer Eltern durch den Wolf. Schweißgebadet wacht sie auf, wirft sich die rote Kappe um und schreitet los in die Nacht, um ihrer Großmutter einen Besuch abzustatten. Sie steigt auf ein futuristisches Motorrad und ihr Mantel weht im Wind, während die Dunkelheit des Waldes sich um sie legt.

Perspektivwechsel: Der Wolf, der seit über einer Woche keine Minute mehr schlafen konnte und aufgrund seines Asthmas eine Atemmaske tragen muss, durchquert den Wald und stößt auf das Haus der Großmutter. Mit einem komplexen Plan, der den Einsatz eines Rosinenbombers, 10 Tonnen Dynamit und eines Dreidels  erfordert, verschafft er sich Zugang zum Haus und sprengt die angrenzenden Brücken in die Luft, um eine etwaige Evakuierung der Oma zu verhindern und um so Anarchie und Chaos zu stiften. In der allgemeinen Verwirrung entpuppt sich die Großmutter als noch viel gestörter als der Wolf und dringt in die Träume des Tieres ein, um diesen zum Vegetarier umzupolen. Dazu ertönt dröhnende Musik von Hans Zimmer.

Schnitt: Wir sehen, wie die Oma und der Wolf einst gemeinsam Verbrechen bekämpften, doch der Wolf wurde korrupt und hinterging seine Kollegin. 

Die Großmutter muss sich im Traum des Wolfs in der Schwerelosigkeit gegen bis an die Zähne bewaffnete Clownsmaskenträger zur Wehr setzen, die gerade eine Bank ausrauben. Sie setzt sich durch und schafft es, aus dem Wolf tatsächlich einen Vegetarier zu machen. 

Rückblende: Wir sehen, wie Rotkäppchen einst in einem Kloster hoch in den Bergen die Kunst des Kämpfens erlernt hat. Ihr Lehrmeister stellt sich als ein Wolf im Schafspelz heraus und ihr geht ein Licht auf. 

Schnitt: Rotkäppchen kommt am Haus der Großmutter an. Es stellt sich heraus, dass es die ganze Zeit über zwei Wölfe gegeben hat und der eine hinterm Haus auf die Ankunft des Mädchens wartete. In der finalen Szene erwacht Rotkäppchen aus dem Schlaf und weiß nicht, ob sie das alles nur geträumt hat oder ob sie immer noch träumt. Sie wirft sich die rote Kappe um und schreitet los in die Nacht, um ihrer Großmutter einen Besuch abzustatten…

Sympathy for Mr. Vengeance (2002)

Chan-wook Park ist nicht unbedingt der Regisseur, der Feel-good-movies macht. Sein vielleicht berühmtester Film Oldboy von 2003 ist besonders zum Schluss so dermaßen ein Schlag in die Magengrube des Zuschauers, dass man erstmal gar nicht so richtig weiß, was da gerade passiert ist. Zudem gibt es darin eine der coolsten Kampfszenen der jüngeren Vergangenheit. Dabei schuf Park eine Rache-Trilogie, die inhaltlich nicht mehr verbindet als das Thema. ‚Sympathy for Mr. Vengeance‘ bildet dabei Teil 1. Und dass das auch kein Film für mal so Zwischendurch ist, sollte klar sein. Besonders wenn das Töten losgeht.Sympathy for Mr. Vengeance

Ryu (Shin Ha-kyun) ist taubstumm. Seine schwerkranke Schwester benötitgt dringend eine Niere. Trotz harter Arbeit wird er entlassen und steht mittellos da. Weder er noch seine militante Freundin Yeong-mi eignen sich als Spender und so wendet er sich an die Mafia. So wendet er sich in seiner Verzweiflung an eine Organhändlerin, die ihn nicht nur um sein Geld, sondern auch um eine seiner Nieren erleichtert. Als letzten Ausweg schlägt ihm Yeong-mi vor, die Tochter seines ehemaligen Chefs zu entführen und die Transplantation mit Hilfe von Lösegeld zu finanzieren. Kurzfristig wird jedoch ein anderes Mädchen gekdinappt, undzwar das Kind des Geschäftsmanns Park Dong-jin (Song Kang-ho).

Von vornherein soll das Kidnapping human verlaufen. Ryu, seine Schwester und Yeong-mi spielen mit der Entführten, sodass diese sich nicht langweilt oder fürchtet. Dass die blauäugige Aktion nicht glatt laufen kann, sollte spätestens klar sein, wenn man weiß, wer da auf dem Regiestuhl sitzt. So besteht der Film aus zwei Teilen. Im ersten verfolgen wir hauptsächlich Ryu, während im zweiten Park Dong-jin als Vater der Entführten im Vordergrund steht. Dabei sind alle Charaktere weder besonders gut noch allzu schlecht. Man versteht, warum Ryu tut, was er tut. Genauso gut kann man aber auch mit der Gegenseite in Form des verzweifelten Herrn Papa mitfühlen. So erleben wir die Geschichte aus zwei Perspektiven und die Grenzen zwischen Pro- und Antagonisten verschwinden. Lediglich die Organhändler sind einseitig bösartige Charaktere, stören dabei aber nicht. Viel verstörender ist allerdings, dass man als Zuschauer kaum eine Seite beziehen kann.

Irgendwann nach der Hälfte der zwei Stunden Laufzeit bricht der Film dann auf und entlädt sich in Gewalt und sehr subtiler Spannung. Wer dann jedoch erwartet, dass in einem coolen asiatsichen Showdown die Bösen auf blutige Weise gelyncht werden, hat offensichtlich noch nie einen Park-Film gesehen. Außerdem gibt es, wie gesagt, keine eindeutig auszumachende schlechte Seite. Das ist auch gerade das, was Sympathy for Mr. Vengeance so besonders macht. Weil man nämlich Sympathie empfindet für die Charaktere, die irgendwie auch nur versuchen, über die Runden zu kommen. Dabei bleibt bis zum Ende hin die Erzählweise eher langsam und subtil. Und zum Schluss sitzt man auch wieder da, weil man einen Schlag in die Magengrube bekommen hat und sich teilweise Dinge selber zusammenreimen muss.

Sympathy for for Mr. Vengeance ist ein schwerer Film. Nicht weil er langatmig ist, sondern weil er einen emotional ziemlich mitnimmt und man keine Antwort auf einem Silbertablett serviert bekommt. Vor allem blebit es einem selbst überlassen, wer eher im Recht ist. Exemplarisch wird einem vor Augen geführt, wie Rache aus Menschen Monster macht. Man muss außerdem aufpassen und den Film in seiner Stille wirken lassen, zumal Ryu als taubstummer Protagonist in einer lautfreien Welt wohnt. Parks Oldboy ist zwar konstruierter, hat aber einen etwas höheren Unterhaltungswert. Nichtsdestotrotz ist Sympathy for Mr. Vengeance ein psychologisches und vertraktes Drama, das ich jedem ans Herz legen kann.

 

Regie: Park Chan-wook (Oldboy, Stoker, Lady Vengeance, Thirst)

Schauspieler: Song Kang-ho, Shin Ha-kyun, Doona Bae

Bewertung: