Okt 272011
 

Ein wenig in der Zukunft ist die gesamte Erde zombifiziert. Doch halt, die ganze Erde? Nein, denn ein kleines Dorf irgendwo in den U.S.A. lebt umzäunt von den Untoten vor sich hin. In der Mitte der Siedlung steht ein Turm, in dem die Schickeria haust, drumherum muss der Rest in ärmlichen Verhältnissen hausen. Einen Moment, ein Turm mit Schnöseln drin, irgendwo in der Pampa? Fallout 3? Ja, die Ähnlichkeit ist schon groß. Ob sich das Spiel von Bethesda vom Film hat inspierieren lassen? Auf jeden Fall, wie man in diesem Interview mit einem Entwickler entnehmen kann.

Jedenfalls wohnt in der City Riley Denbo (Simon Baker), der zusammen mit einem Trupp (darunter John Leguizamo) durch die Zombie-Gegenden herumfährt und noch brauchbare Sachen in die Stadt trägt. Merkwürdigerweise scheinen die Teile einen Verstand zu haben und sich (oha!) zusammenzurotten. Das wäre noch nicht so schlimm, aber einige tragen auch, Achtung!, Waffen! Ja, lernende Zombies! Holy Shit, eine Frage der Zeit, bis die Stadt in der Kacke sitzt. Übrigens ist Kaufman (Dennis Hopper) der böse und fiese Regent über das Örtchen und so ergeben sich innerhalb der menschlichen Gemeinschaft, nun ja, sagen wir Interessenkonflikte. Mord und Totschlag, und sogar noch ein Hauch Kapitalismus haben den Weltuntergang überlebt. So merken die dämlichen Menschen nicht, dass die nicht ganz so dämlichen Zombies sich langsam der Stadt nähern und irgendwann einfach alle am Sack sind.

Gut und gerne 90 Minuten dauert der Zombie-Horror-Film von George A. Romero. Ich persönlich habe mit einem ziemlich dummen und dämlichen Splatter-Gedöns gerechnet und wurde positiv überrascht. Einerseits ist ‘Land of the Dead’ wohl ein B-Movie, aber das ist nicht unbedingt schlimm. Den einen oder anderen Schauspieler kennt man und dadurch, dass die Untoten ein wenig kommunizieren und nicht ganz so stupide sind wie in allen anderen Filmen, hat das ganze einen leicht innovativen Touch.

Natürlich gibt es auch hier wieder eine Gruppe weniger guter Leute, wo ab und an mal einer stirbt. Das ist immer ein wenig ungewollt komisch, stört aber im groben Verlauf nicht (unbedingt). Unser Held Riley Denbo ist der gutaussehende, ehrliche Ritter der Apokalypse, der stets die Ruhe bewahrt. Der Rest ist ziemlich egal. Was solls? Den Part, mit dem man ein wenig mitfühlt, sind lustigerweise die Zombies! Es werden die Menschen als Monster dargestellt, die die teils wehrlosen Biester niedermetzeln und nun folgt der Aufstand. Meiner Meinung nach ist das einzigartig in diesem Genre und man kann das, wenn man schon so viele andere Zombie-Filme gesehen hat (wie ich), tatsächlich akzeptieren. Wenn man sich natürlich darauf einlässt.

Ansonsten ist ‘Land of the Dead’ wohl eher als altmodisch zu sehen. Die modernen schnellen Untoten sind dies hier nicht, trotz ihrer scheinbaren Evolution. Und das muss ich Romero lassen: Es ist kein Rip-Off von irgendwas, kein Remake oder so. Es ist ein kleiner feiner Zombie-Film. Wem das Genre liegt, dem gefällt auch dieser Streifen. Er ist wirklich brauchbar. Wer Zombies nicht mag, wird auch hiermit nicht glücklich. Dafür gibt es einfach nicht genug andere Elemente, die es interessant machen würden. Meine Erwartungen wurden jedenfalls übertroffen und im Hinblick auf das ganze Resident-Evil-Franchise hat ‘Land of the Dead’ auf jeden Fall seine Daseinsberechtigung.

Regie: George A. Romero

Schauspieler: Simon Baker (der Mentalist!), John Leguizamo, Dennis Hopper

Bewertung: 

Okt 262011
 

Eigentlich möchte die Krankenschwester Ana (Sarah Polley) nur ein wenig chillaxen am Wochende, schließlich ist ihre Arbeit anstrengend und Überstunden muss sie auch noch schieben. Das wäre auch kein Problem, würde nicht während des gemeinsamen Schläfchens mit ihrem Mann die Zombie-Apokalypse über die Welt, ihre Nachbarstochter und den Gatten hereinbrechen. Sie kann sich gerade noch so retten und stößt nach einer Weile auf den Cop Kenneth (Ving Rhames), mit dem sie sich zusammen mit ein paar anderen in einem Kaufhaus verschanzt. Eigentlich ein geiler Ort, um gemütlich abzuhängen und auf Rettung zu warten, wäre nicht die komplett behinderte Shopping-Security, die sich für die neue Exekutive des Planeten hält. Man gewinnt jedoch die Oberhand und so können unsere Helden ein wenig entspannter vor sich hin leben. Vor den Toren der Mall jedoch sammeln sich die Untoten und warten auf die Insassen. Wir erfahren, dass sogar das Militär nicht viel bewerkstelligen kann und ein Stützpunkt völlig überrannt wurde. Ewig kann man jedoch nicht dort bleiben, irgendwann werden Pläne geschmiedet.

‘Dawn of the Dead’ ist ein Remake von George A. Romeros gleichnamigem Film aus dem Jahre 1978, welchen ich noch nicht gesehen habe. Aber was Zack Snyder hier zeigt, ist durch und durch ein ‘moderner’ Zombie-Film (übrigens taucht das Wort Zombie nicht ein einziges Mal im Film auf). Die Untoten rennen und klettern, verwesen langsam und sind sehr aggressiv. Das langsame Schlurfen von früher ist nicht mehr vorhanden. Und ähnlich wie in dem einen oder anderen Stephen-King-Roman stehen sich die Menschen gegenseitig im Weg, trotz der Gefahr draußen. Das ist ganz nett, weil so viele verschiedene Typen aufeinandertreffen und interagieren. Der Film spielt eben größtenteils in einem Einkaufszentrum, wird trotz allem aber nicht langweilig. Nicht jeder ist nett und Ving Rhames ist einfach nur die Coolness in Person. Überzogen oder superdämlich ist eigentlich niemand, jeder hat Probleme und eine Geschichte zu erzählen. Da ist zum Beispiel der ‘Anführer’, der jedoch im normalen Leben nur Fernsehgeräte verkauft hat und jetzt in eine Führungsrolle schlüpfen muss oder will.

Außerdem halte ich dem Film zugute, dass in sich alles stimmig und plausibel ist. Es gibt keine Logik-Lücken oder Schwarz-Weiß-Malerei. Auch die weniger netten Leute haben die Chance, sich zu ändern. Und so muss die Gruppe, wohl oder übel, irgendwann aus dem Center raus. Dann nimmt der Film sein Ende. Richtig fies ist, dass während das Abspanns noch Szenen gezeigt werden. Das darf man nicht auslassen, sonst verpasst man noch die eine oder andere wichtige Information. Was ‘Dawn of the Dead’ zudem gut macht, ist der Fakt, dass es im Gegensatz zu beispielsweise ‘Resident Evil’ (I, II, III, IV) keine Übermenschen gibt. Jeder sitzt in der gleichen Situation und niemand ist sicher. Es gibt keine Super-Kämpfer a lá Alice, die jeden Zombie vermöbeln und zerschnetzeln. Das macht das Szenario realistischer. Sehr schön ist das stimmige Intro mit Musik von Johnny Cash, das den Zusammenbruch der Zivilisation zeigt.

Es mag sein, dass sich ‘Dawn of the Dead’ in den knapp eineinhalb Stunden hin und wieder ein wenig zieht. Das hat mich jetzt aber nicht gestört. Gesplattert wird eher dezent, inklusive hier und da einem Schockmoment. Ansonsten fand ich alles wirklich realistisch (sofern man die Zombies für ‘realistisch’ hält) und nachvollziehbar. 28 Days Later war besser, weil emotionaler und spannender, ansonsten kann ich jedem ‘Dawn of the Dead’ weiteremphelen als einen wirklich ansprechenden Zombie-Film. Ob er einem gefällt, entscheidet sich, ob einem das Szenario zusagt. Dann kann man sich auch auf das Setting mit den ganzen Charakteren einlassen.

Regie: Zack Snyder (300, Watchmen, Sucker Punch)

Schauspieler: Sarah Polley, Ving Rhames

Bewertung:

Okt 262011
 

Doom heißt auf Deutsch Untergang oder Verderben. Ein Zustand, bei dem Kot seinen Aggregatzustand wechselt, undzwar in einen gasförmigen Zustand. Und alleine in den vorherigen Satz habe ich mehr Gehinrschmalz investiert als in den gesamten Film ‘Doom’! Aber sachte, denn das Spiel mit gleichem Namen genießt schließlich eine riesige Schar von Anhängern, setzte es doch im Jahre 1993 Maßstäbe im Shooter- und 3D-Spiel-Genre und gilt als Vater von allem heutzutage, wo geballert werden muss. Ein wahrhafter Meilenstein, dem 12 Jahre später ein Film gewidmet wird und bei dem die besten Schauspieler unserer Generation mitwirken dürfen, allen voran Dwayne ‘THE ROCK’ Johnson, Zahnfee und Skorpionkönig in einer Person vereint.

In Doom wird in einer nicht weit entfernten Zukunft irgendein Portal auf dem Mars entdeckt, das von einer vorherigen, superschlauen Zivilisation erbaut wurde und mit dessen Hilfe Sprünge durch den Raum möglich sind. Laien nennen sowas Wurmloch oder sogar Stargate. Irgendwie geschehen plötzlich nicht ganz so coole Sachen auf dem Roten Planeten und die ganzen Wissenschafter verrecken. Gott sei Dank gibt es diese superkrasse Übertruppe Marines, angeführt von Sarge (Dwayne Johnson), die das alles mal abchecken gehen soll. Einer der Mannen ist übrigens John Grimm (Karl Urban) und seine Schwester (Rosamund Pike) befindet sich unter den ganzen Forschern. So weit, so gut. In den Spielen ist es so, dass das olle Portal jetzt irgendwie halt ein Tor zur Hölle darstellt und dadurch Unwesen in unsere Welt gelangen und alles töten und so weiter. Hier ist es ein Virus, wodurch wir glücklicherweise eben Zombies bekommen, die jedoch mutieren und viel krasser werden. Weil die Oberfirma halt Genexperimente durchführte. Bla. Ist ja auch eigentlich ziemlich Wurst, denn es läuft darauf hinaus: Marines gehen rein, Dunkelheit, Monster, einer nach dem anderen stirbt. Erinnert das irgendwen an Aliens (sprich Alien 2)? Und wahrlich: ‘Doom’ ist der kleine, zurückgebliebene Bruder des Meisterwerks von James Cameron aus dem Jahre 1986.

100 Minuten blanker Survival-Geballer-Mischmasch (schreibt man Mischmasch so?). Hin und wieder geht es darum, dass John Grimm doch kein so herzloser Soldat ist. Weil er schlau ist. Doch der Tod der Eltern hat ihn in den Armee-Dienst getrieben. Seine Schwester faselt ein wenig rum. Man sieht hier und da Leute sterben. Wirklich spannend wird es trotzdem nicht, denn die Untoten sind weder besonders bedrohlich noch schlau. Und so plätschern wir vor uns hin in der Hoffnung, die Zukunft möge doch bitte nicht so scheiße langweilig sein wie dieser Film, bei dem das Schicksal der einzelnen so gut wie vorprogrammiert ist und es uns sowieso egal ist. Doch dann folgt der einzige Grund, warum man dieses Meisterwerk konsumieren könnte. Eine einzelne ungeschnittene Szene, die zeigt, wie geil es hätte werden können. Die dann auch noch so dreist aus allen möglich Computerspielen geklaut ist, aber egal. Wir schlüpfen für knapp 5 Minuten in die Haut des John Grimm und sehen alles aus der Ego-Perspektive. Wer Action mag, dem gefällt das sicherlich, denn sowas hat man (soweit ich weiß) in keinem anderen Film. Den ganzen Film deswegen zu sehen ist natürlich Quatsch, aber Gott segne YouTube:

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Und das wars soweit. Der finale Fight war nicht überragend geil. Aber in Ordnung. Ob man nicht einfach den gesamten Film in dieser Ego-Perspektive hätte machen können? Auf jeden Fall wäre es ein Alleinstellungsmerkmal gewesen, das Spiel zum Angucken sozusagen. So bleibt eigentlich nicht viel, was einem gefallen könnte. Ich habe die Spiele leider nicht gespielt, aber mit dem Gedanken, dass praktisch jeder ‘Doom’ kennt, der jemals einen Ego-Shooter angefasst hat, wird der Streifen seiner Vorlage nicht in geringster Weise gerecht. Als Horror-, Action-, Thriller- oder Survival-Zombie-Film taugt er auch nicht. Genauso wenig wie The Rock als Schauspieler meiner Meinung nach, denn viel mehr als grimmig gucken kann das Muskelpaket nicht. Wer aber sowieso keine Ansprüche an Filme hat, den dürfte auch ‘Doom’ nicht sonderlich enttäuschen. Ansonsten ist dies ein ganz mieser Versuch, ein bekanntes Spiel mit ganz wenig Aufwand auszubeuten. Applaus, Hollywood.

Regie: Andrzej Bartkowiak (Born 2 Die, Exit Wounds, Romeo Must Die)

Schauspieler: Karl Urban, Rosamund Pike, Dwayne Johnson

Bewertung:  

Okt 192011
 

Willkommen zurück als Regisseur, Paul W. S. Anderson! Die Drehbücher schreibt er sonst ja eh immer, für alle Teile. Doch ob das so gut ist?

Naja. Wir wissen aus dem dritten Teil (Extinction), dass die Erde halt nur noch aus Wüsten besteht und wir alle so ziemlich am Sack sind. Ein Teil konnte wohl (vielleicht) nach Alaska fliehen. Währenddessen hat Alice (Milla Jovovich) festgestellt, dass die (immernoch böse) Umbrella Corporation sie hundertfach klonte. Das macht sich die toughe Frau mit telekinetischen Fähigkeiten zu Nutze, um die Zweigstelle in Tokyo mitsamt all ihrer Schwestern zu besuchen und zu reklamieren. Hier erinnert der Film derart stark an den ersten Teil der Matrix-Reihe, dass es einem kalt den Rücken runterläuft. Außerdem kann man hier bereits feststellen, dass die Hauptrolle weniger die Milla hat, sondern die Zeitlupe. Das liegt zum einen daran, dass der Film in 3D gedreht wurde und 3 Dimensionen nur in Zeitlupe genossen werden können. Außerdem wäre es sonst echt schwer geworden, die angepeilten 90 Minuten zu füllen. Wie auch immer, Alice zerpflückt die armen Japaner und bezahlt dafür mit dem Entzug all ihrer Fähigkeiten. Und hier frage ich mich, wie behindert kann man denn sein?

Das war wirklich ein Alleinstellungsmerkmal des Films! Das hat Extinction cooler und die Rolle der Alice viel interessanter gemacht. Tough und schlagfertig bleibt sie zwar, aber hier vermisse ich den Mut, mal was neues auszuprobieren. Na gut. Nun schlägt sie sich Richtung Alaska durch, um die Überlebenden aus dem dritten Teil ausfindig zu machen. Erster interessanter Moment: Alice trägt Lippenstift. Alle sind tot oder Zombies, aber wenigstens sitzt das Make-Up! Wahrscheinlich, damit sie in ihrem Video-Tagebuch nicht so Kacke ausschaut. Die Leute in Alaska sind übrigens alle weg und sie findet lediglich die völlig verwirrte Claire (Ali Larter). Den Zufluchtsort für die Menschheit gibt es leider nicht und so machen wir uns auf nach…. na, was ist denn gleich um die Ecke da bei Alaska? Genau, Los Angeles. Und auch hier verstehe ich das wieder nicht. Die Frauen sind mit einer mickrigen Ein-Propeller-Maschine unterwegs. Tankstellen gibt es nicht, geschweige denn sichere Gegenden. Es sind mindestens 3500 Kilometer, die sie zurücklegen müssen! Aber als zivilisierter Mensch und Zuschauer nimmt man das hin und interpretiert es als die Freiheit des Regisseurs und Drehbuchautors.

So, wir kommen in L.A. an und die Mädels landen auf einem Gefängnis, in dem sich ein paar Leute vor ungefähr 4 Millionen Zombies außerhalb in Sicherheit gebracht haben. Und hier knüpft der Film wieder an, ein halbes dutzend Leute einzuführen, wo man beim ersten Blick schon weiß, dass die verrecken werden. War das ein Spoiler? Nein, denn man sieht das einfach, das muss man einfach sehen. Lustigerweise haben die Knastbewohner den Typen aus Prison Break (Wentworth Miller) eingeknastet…ein Film in einem Film?

Eines muss man Afterlife lassen. Während es in den Vorgängern nicht wirklich allzu wichtige Charaktere gab, so sind die unwichtigen jetzt sogar unsympathisch und total blöd. Und trotz beraubter Kräfte rennt Alice rum, als ob sie unterblich ist. Erstaunlich auch, dass es in jedem Film der Reihe einen Kampf mit irgendwelchen mutierten Hunden gab, so auch hier. Der sprichwörtliche rote Faden? Und ich bin der Meinung, dass der (standardmäßige) Cliffhanger hier so krass wie noch nie zuvor war. Ich würde mich ja gerne eingehender darüber aufregen, aber dann hätte ich den Film noch mehr gespoilert als ohnehin schon. Und das wollen wir ja nicht.

Natürlich gibt es Dinge, die ganz nett waren. Vor allem in (realem!) 3D sieht ‘Resident Evil: Afterlife’ richtig geil aus. Alice hackt sich durch eine Gruppe Zombies in Zeitlupe und man sieht im Vorder- und Hintergrund die Untoten auf sie zurennen. Der Regen am Anfang ist schön. Überhaupt, rein optisch hat der Film einen coolen Style. Das ist aber eben nicht alles, außer man ist eine gottverdammte Grafik-Hure. Insgesamt fühlt es sich für mich an, als ob man nach dem soliden dritten Teil einen Schritt zurück macht und nur noch auf Zeitlupen-Action setzt. Ach ja, und die letzte Szene vor dem Ende ist auch noch irgendwie aus Michael Bays ‘Die Insel’ geklaut, zumindest vom Look.

So, und jetzt das Lustige: Ich fühlte mich unterhalten, obwohl der 4. Teil eigentlich ziemlich schwach ist und fast so bescheuert wie der zweite Teil der Reihe. Zuhause und ohne 3D oder anständigem HD sehe ich keinen Grund, warum einem das Gegurke gefallen sollte. Da ich jedoch alle Filme in einem Rutsch konsumiert habe und irgendwie in der ‘Scheiß-auf-die-Handlung-denn-es-ist-Resident-Evil’-Stimmung war, fühlte ich mich wohl. Oh nein, ich bin eine Grafik-Hure!

Regie: Paul W. S. Anderson (Resident Evil 1, Mortal Kombat, Event Horizon, Alien versus Predator)

Schauspieler: Milla Jovovich, Ali Larter, Wentworth Miller, die Zeitlupe

Bewertung:  

Okt 192011
 

Was ein Pech. In Teil 1 und 2 wollte die Umbrella Corporation den T-Virus noch eindämmen, erst im Labor, danach in der Stadt. Außer Spesen nichts gewesen, denn jetzt ist der gesamte Planet am Sack, und außerdem eine Wüste. Eine größere Gruppe Überlebender schlägt sich als Nomaden durch die USA. Irgendwo in der Pampa streunt auch Alice (Milla Jovovich) rum, die dank des T-Virusses nun nicht nur krass kämpfen kann, sondern auch Psi-Kräfte oder so besitzt. Superkrass. Auch irgendwo in der Pampa gibt es (lustigerweise) die Umbrella Corporation, die im Untergrund an einem Gegenmittel forscht, oder eben auch nicht. Es gibt eigentlich keine Menschheit mehr, aber böse sein kann man immer noch! Unkraut vergeht eben nicht. Außerdem wird Alice geklont, um so den perfekten Kämpfer zu schaffen. Warum, hat sich mir nicht erschlossen. Aber ist auch nicht so wichtig.

Wir sehen, wie die Überlebenden, angeführt von Claire (Ali Larter), von Zombie-Krähen angegriffen werden und ihnen Alice zu Hilfe eilt, indem sie ein schönes kleines Krähen-Feuerwerk zündet. Außerdem geht das Gerücht um, dass es in Alaska eine nichtinfizierte Stadt geben soll. So begibt sich der Tross nach Las Vegas, welches vollkommen versandet und -wüstet ist, um sich mit Benzin und Casinochips einzudecken. Dort stellt ihnen die Umbrella Corporation nach und schickt Zombie-Kämpfer. Bis zu dem Punkt hätte ich noch alles hingenommen, was mir der Film anbot, doch hier wird es knifflig.

Es wird ein Container von der Größe zweier Transporter abgeworfen. Aus diesem schlüpfen jedoch ungefähr 50 Zombies. Ich weiß nicht wie das möglich sein sollte, außer die Dinger haben gelernt, Tetris mit ihren eigenen Körpern zu spielen. Der Umbrella-Chef flieht vom Schauplatz mit einem Helikopter und Alice meint, man könnte doch mit Heli nach Alaska! Na klar, geile Idee. Jetzt bin ich kein Heli-Experte, doch laut Wikipedia erreichen die Teile keine höheren Reichweiten als 500 bis 700 Kilometer. Und laut Google Earth sind es wohl annähernd 3000 km von Las Vegas nach Alaska. Das ist nichts, woran man sich groß stören muss, doch kann man nicht einfach sagen ‘Kanada’. Das ist näher dran und würde nicht dieses Gefühl hinterlassen, dass hier jemand einfach irgendwas hingeklatscht hätte. Schließlich gibt es keine Tankstellen auf dem Weg dahin…

Naja. Und warum treiben sich Zombies draußen in der Wüste rum? Wie blöd kann man denn sein? Dort gibt es nüscht, kein Fleisch und wenige Menschen. Außer die lernen langsam, sich von Sand und Dreck zu ernähren. Ja ja, das ist alles nicht so wichtig. Und um ganz ehrlich zu sein ist der dritte Teil auch der beste der Reihe. Er geht zwar auch die gewohnten 90 Minuten, doch bietet er ausnahmsweise nicht nur diese dümliche Survival-Zombie-Grütze. Action gibt es auch und die Zombie-Krähen erinnern manch einen wohl auch an Alfred Hitchcock. Meiner Meinung könnte man mit ein wenig mehr Arbeit am Skript eine sehr ansehnliche Zombie-Dystopie erschaffen, doch Paul W. S. Anderson ist da wohl anderer Meinung (er ist Regisseur des 1., 4. und 5. Teils und schrieb alle Drehbücher).

Gefallen tut mir auch Milla Jovovich, denn der ganze Psycho-Superkraft-Kram macht sie deutlich interessanter als in den Teilen zuvor. Hoffnung für die Menschen in solch schweren Zeiten! Und obwohl der Nomaden-Tross unrealistisch gut ausgestattet ist mit allermöglichem Firlefanz und zu Zeiten der Benzinarmut Humvee fährt, erscheint mir das ganze doch sympathisch.

Standardmäßig gibt es SCHON WIEDER EINEN CLIFFHANGER zum nächsten Teil. Das kotzt mich echt an. Sie sollen sich mal ein ordentliches Ende für die gesamte Serie einfallen lassen und aufhören, es immer weiter und weiter auszureizen. Aber solange Milla noch knackig ist und Geld in die Kassen spühlt, wird sich daran wohl nichts ändern. Ich fand Extinction gut. Man braucht die Vorgänger (und den Nachfolger) nicht unbedingt gesehen zu haben, um diesen netten Weltuntergangs-Zombie-Streifen zu genießen. Sicherlich ist er kein Meileinstein, jedoch ist das der ‘Resident Evil’-Film mit dem bis dato höchsten Unterhaltungswert. Immerhin etwas.

Regie: Russell Mulcahy (Highlander I + II, Ricochet)

Schauspieler: Milla Jovovich, Ali Larter

Bewertung:  

Okt 192011
 

Der Versuch im ersten Teil, das T-Virus innerhalb der Laboratorien der Umbrella Corporation einzusperren, ist gescheitert. Stattdessen verbreitet es sich innerhalb von Raccoon City und verwandelt die meisten Menschen in Zombies. Außerdem wurde Alice (Milla Jovovich) von der Organisation infiziert und anstatt zur Untoten zu werden, verfügt sie nun über gesteigerte physische Kräfte. Wir erleben, wie die Stadt verriegelt wird, sich jedoch immer noch eine Menge Nichtinfizierter darin befindet. Ein kleines Grüppchen versucht sich durchzuschlagen und irgendwann, warum auch immer, gesellt sich Alice dazu. Zufälligerweise soll die Stadt am Morgen pulverisiert werden, doch (Gott sei Dank) bekommen unsere Recken Hilfe von außerhalb, jedoch nur, wenn sie die Tochter ihres Helfers finden.

Hurra! Wieder gegen die Zeit, wieder eine Gruppe mit Surival-Dreck. Und schon wieder: Einer wird gebissen, alle wissen dass er bald zum Zombie wird und eine Gefahr für die Gruppe darstellt, doch man chillt drauf. Thomas Kretschmann mimt übrigens den lokalen City-Manager der Umbrella GmbH und ist so richtig gemein. Es sterben auch ein paar Leute und so weiter. Wirklich wichtig sind die eh nicht.

Herausragend folgendes Szenario: Die Truppe erreicht die Schule, in der sich das zu rettende Mädchen befindet. Eine toughe Polizisten, ein schwarzer Stereotyp (quasselt viel und oft Quatsch) und eine Wetterfee. Was tun diese?

a) Gemeinsam durch das Gebäude streifen, um sich gegenseitig zu helfen und zu beschützen?

b) sich trennen, um wie die letzten Neandertaler in Gefahr zu geraten?

Natürlich b! Der dümlichen Wettertante wird ein Revolver in die Hand gedrückt…Viel Spaß. Das sind dann immer Szenen, in denen man sich denkt, wenn wir Menschen wirklich so blöd wären, dann haben wir die Zombie-Apokalypse auch verdient. Und zum tatsächlich zweiten Mal taucht dann Milla Jovovich auf, um die Leute zu retten. Und auch wenn dies nun ein Spoiler war, who cares? Es ist alles so vorhersehbar wie blöd. Ganz am Anfang stehen Polizisten und irgendwelche Special Forces einer großen Masse Zombies gegenüber. Die Untoten sind super langsam und schlendern auf die Gesetzeshüter zu. Und dann sieht man, wie einer nach dem anderen verspeist wird. Die rennen nicht mal weg. Als ob die alle zufällig Kleber an den Schuhsohlen haben und sich nicht bewegen dürfen. Beamten-Mikado quasi. Es ist in Ordnung wenn in Zombie-Filmen Menschen sterben, das ist ja irgendwie auch der Zweck der ganzen Geschichte, aber auch die Statisten dürfen sich ruhig Mühe geben, ein wenig am Leben zu bleiben.

Irgendwann kommt es dann zum Showdown zwischen Milla und irgendeiner mutierten Kreatur. Wirklich spannend ist das alles nie, dafür ist die Heldin viel zu unverwundbar, zu cool und auch viel zu abgeklärt.

Und zu guter Letzt das Ende! CLIFFHANGER! Nicht ganz so krass wie noch im ersten Teil, dennoch ausreichend. Nach 90 Minuten hat man auch irgendwie genug von der dahingewurschtelten Story und den dümlich-flachen Protagonisten. Apocalypse ist meiner Meinung sehr mau. Langweilig war mir nicht, doch den nicht unbedingt weltbewegenden ersten Teil auf diese Weise noch zu unterbieten ist schon eine Kunst. Nicht mal emphelenswert für Zombie-Freunde, gefällt der Streifen höchstens den Serien-Fans, und das nur wenn man jedes Auge zudrückt.

Regie: Alexander Witt (Hauptsächlich Camera Operator….siehe hier)

Schauspieler: Milla Jovovich, Thomas Kretschmann

Bewertung:  

Okt 182011
 

Die Umbrella Corporation ist ganz schön gemein. Im Untergrund von Raccoon City lässt sie an Regenschirmen forschen. Ach ja, und am T-Virus, das Tote wieder zum Leben erwecken soll (und dies dann auch tut). Der Staat hat da nichts zu sagen. Wie dem auch sei, wer hätte das gedacht? Es geht etwas schief! Ein Novum im Zombie-Film-Genre… Eine Special-Forces-Über-Truppe (darunter auch Michelle Rodriguez) muss runter in die Labore, die sich tief im Untergrund der Stadt verbergen, um die Lage zu checken und den Sicherheitscomputer oder so auszuschalten. Irgendwie gabeln die Leute auf dem Weg Alice (Milla Jovovich) auf und obwohl diese sich an kaum etwas erinnert und nur ein kleines rotes Kleid trägt, denkt man sich “Hey, die nehmen wir mit!”. So begibt man sich halt runter und muss festellen, dass nicht nur der böse Computer Probleme bereitet, sondern auch das T-Virus: Böse Zombies, böse Zombiehunde und böse Zombie-Mutanten-Viecher.

Einer nach dem anderen stirbt, manchmal auch ganz viele auf einmal. Und man muss den Untergrund verlassen, bevor er in die Luft gesprengt wird. UND NATÜRLICH WIRD EINER (oder EINE?) IN DER GRUPPE GEBISSEN UND MAN WARTET DARAUF, DASS DIE PERSON SICH VERWANDELT, UM DIE ANDEREN ZU ZERFLEISCHEN. Das gibt es wirklich in viel zu vielen Zombie-Filmen! Lustigerweise soll entsprechende Person im 5. Teil mitspielen. Keine Ahnung, wie das vonstatten gehen soll. Und eigentlich ist der geringfügige Spoiler, den ich jetzt hier gegeben habe, auch ziemlich Wurst. Denn Resident Evil ist so nah dran, eine plausible Handlung zu haben, wie Paul W. S. Anderson von einem Regie-Oskar entfernt ist. Dazu sollte man sich einfach nur mal seine ‘Werke’ auf imdb anschauen. Die Action ist an sich ganz nett und Milla Jovovich (des Regisseurs Ehefrau übrigens) ja eigentlich auch. Es wird hier und da gesplattert, aber jetzt nicht so außerordentlich viel. Außerdem ist der Film übelst schlecht gealtert. Damit meine ich einen computeanimierten Zombie-Irgendwas, der aussieht wie ausgekotzte Spaghetti Bolognese. Es ist eben eine Low-Budget-Produktion, genauso auch alle Nachfolger. Die Serie lebt dadurch von ihren Fans und der Popularität der Spiele, auf denen der Film basiert. In einer kleinen Nebenrolle erleben wir übrigens Heike Makatsch, falls die noch irgendwer kennt.

Ich glaube, mir bleibt die ‘Resident-Evil’-Reihe vor allem wegen einem in Erinnerung: die härtesten Cliffhanger aller Zeiten. Genauso auch hier. Allerdings stört das im ersten Teil noch nicht, später dann irgendwie schon. So entwickelt sich das ganze zu einer unendlichen Geschichte…. Im großen und ganzen ist ‘Resident Evil’ solide Zombie-Survival-Action. Absolut ok. Mehr auch nicht. Wer sich an der reichlich flachen Story nicht stört, Fan des gesamten Szenarios ist (Games und so) oder ein wenig auf Milla Jovovich gaffen will, wird durchaus Gefallen hieran finden.

Regie: Paul W. (William) S. (Scott) Anderson (Die 3 Musketiere, Alien vs. Predator, Resident Evil 4, Mortal Kombat)

Schauspieler: Milla Jovovich, Michelle Rodriguez

Bewertung: