Machete (2010)

Machete (Danny Trejo) ist mexikanischer Cop. Er gerät in eine Falle des Drogenbarons Torrez (Steven Seagal), der seine Frau und seine Tochter hinrichtet. Einige Zeit später ist Machete ein illegaler Einwanderer und Tagelöhner. Er wird von Booth (Jeff Fahey) beauftragt, den Senator McLaughlin (Robert de Niro) zu eliminieren. Booth selber ist Berater des Senators, der jedoch in der Wählergunst sinkt. Der Senator betreibt eine sehr harte Politik gegen illegale Einwanderer und betreibt eine Bürgerwehr, die von Von (Don Johnson) angeführt wird. Mittendrin in allem steckt auch noch die Agentin Sartana (Jessica Alba) und die Betreiberin des Netzwerkes zur Einschleusung von Mexikanern, Luz (Michelle Rodriguez).

Man sieht schon, dass der ganze Film ein heilloses Durcheinander an Verkettungen und Beziehungen ist. Es herrscht viel Interaktion, vor allem zwischen Machete und den weiblichen Vertretern. Gekrönt wird das Ganze von einer Menge Blut und abgetrennten Körperteilen.

Machete ist ein dreckiger und häßlicher Antiheld, der jede Frau abbekommt. Das ist lustig, genauso wie der Grad an Brutalität. Da schwingt sich unser Held zum Beispiel mit Hilfe eines Dickdarms ein Stockwerk tiefer. Der Film nimmt sich keinesfalls Ernst und ist eine Hommage an all die ernsten und unglaublich schlechten Filme dieser Machart der 70er und 80er Jahre, ganz ähnlich dem Grindhouse-Projekt von Quentin Tarantino und Robert Rodriguez. Man sollte also kein Meisterwerk der Filmkunst erwarten  oder unglaubliche clevere Twists. Dazu ist die gesamte Geschichte zu durchschaubar.

Die gesamte Besetzung ist jedoch großartig. Viele bunte Namen, genauso viele Charaktere. Machete redet nicht wirklich viel, doch ist durchaus sympathisch, zumal sein Grundmotiv Rache von Anfang an klipp und klar dargestellt wird.  Und die Frauen im Film sollen eh nicht viel mehr als gut aussehen, was bei Jessica Alba, Michelle Rodriguez und Lindsay Lohan wahrlich gut gelingt.

Überragende schauspielerische Leistungen werden allerdings nicht erbracht, was bei der Handlung auch nicht wirklich von Nöten ist. Für jemanden, der auf  Stirb Langsam steht und der mal auf Sinn zu gunsten von Action verzichten kann, wird ihn sicherlich super finden. Alle Zartbesaiteten sollten lieber einen Bogen um Machete machen, oder aber viel Alkohol vorher konsumieren. Ich fand ihn ganz gut.

Regie: Robert Rodriguez (Sin City, Planet Terror, Desperado, Spy Kids), Ethan Maniquis

Schauspieler: Danny Trejo, Jessica Alba, Michelle Rodriguez, Robert de Niro, Steven Seagal, Don Johnson, Lindsay Lohan, Cheech Marin

Bewertung: 

 

Legion (2010)

Gott hat auf einmal keinen Bock mehr auf die Menschheit, also sollen die Engel los und den Tag des jüngsten Gerichts einleiten. Das Baby einer schwangeren Kellnerin (Adrianne Palicki) draußen in der amerikanischen Pampa kann als einziges die nahende Apokalypse verhindern. Deswegen schickt der Himmel seine Armeen los gen kleinem Restaurant (Chef davon ist Dennis Quaid), wo sich ein paar Leute (inklusive besagter Schwangeren) mit Hilfe des beistehenden Engels Michael (Paul Bettany) verschanzen.

Man mag denken: Mensch gegen Gott? Und ja, Sinn ergibt die ganze Chose nicht. Anstatt die Menschheit einfach wegzufegen, werden einzelne Menschen von Engeln „besessen“, ähnlich wie die Agenten in Matrix in die Haut von Personen in der Matrix schlüpften. Und auch die Problemchen der einzelnen Leutchen in der Fritten-Bude werden kurz beleuchtet, nur um anschließend einen nach dem anderen über den Jordan zu schicken. So nimmt der Film teilweise Züge eines Survival-Horror-Streifens an, was wohl noch am gelungensten erscheint. Der Rest ist eine hanebüchene Story ohne Sinn und Verstand.

Die Riege an Schauspielern kann sich durchaus sehen lassen. Besonders sympathisch ist allerdings niemand. Der Engel redet wenig und ballert mehr und der Rest stirbt dümmlichst einer nach dem anderen. Nebenbei in aller Hektik wird noch ein Kind zur Welt gebracht und der Rest der Menschheit niedergemacht. Dennis Quaid gibt den trostlosen Versager-Vater, sein Sohn will den Vater für die sitzengelassene Schwangere geben und man selber will sich irgendwann die Kugel geben.

An und für sich kommt Spannung auf, als sich die illustre Gruppe verbarrikadieren muss und immer fiesere (jedoch sehr ähnliche) Gegnerwellen anrücken. Das eine oder andere Horror-Element ist auch nicht schlecht, zum Beispiel als ein besessener kleiner Junge in das Restaurant eindringt und die Leute ohne Licht und unter Panik der Gefahr ausgesetzt sind.

Das ist jedoch nur ein kleiner Lichtblick in ansonsten vollkommen hohler Unterhaltung. Zum Ende hin kommt es dann sozusagen zum finalen Fight. Die Auflösung der ganzen Story anschließend ist so unglaublich unzufriedenstellend und einfach nur lieblos. Das ist fast wie Gotteslästerung.

Ein wahrlich durch und durch schwacher Film von vorne bis hinten. Wer gute Unterhaltung in einem ähnlichen Universum sucht, der ist mit Constantine (mit Keanu Reeves) besser dran. Das ist eigentlich schade, denn Paul Bettany war einfach klasse in „Ritter aus Leidenschaft“ (A Knight’s Tale, mit Heath Ledger). Also lieber Finger weg von diesem Werk, außer man ist süchtig nach schwachen Filmen mit Dennis Quaid (von denen es unglaublich viele gibt).

Regie: Scott Charles Stewart

Schauspieler: Paul Bettany, Dennis Quaid, Tyrese Gibson

Bewertung: 

True Grit (2010)

Ein kleines Städtchen in Arkansas. Der Vater der 14-jährigen Mattie Ross (Hailee Steinfeld) wird ermordet. Auf eigene Faust bezahlt sie den heruntergekommenen Marshall Reuben „Rooster“ Cogburn (Jeff Bridges), dem flüchtigen Mörder Tom Chaney in ein Reservat zu folgen. Zu den beiden gesellt sich noch Texas Ranger LaBoeuf (Matt Damon), welcher schon länger Chaney auf den Fersen ist und diesen ausliefern will.

Der Film ist ein Western, wie man ihn sich nur wünschen kann. Das Rachemotiv trägt bis zum Ende. Die Gruppe aus den beiden Männern und dem Mädchen ist sehr unterschiedlich und die diversen Dialoge unterhalten ungemein.

Gleichzeitig ist vieles sehr rau und in gewisser Weise auch brutal. Der wilde Westen wird mit seinem ganzen Dreck und seiner Häßlichkeit präsentiert, angefangen bei Alkoholismus über gefährliche Tiere bis hin zu Amputation. Das macht ihn durchaus realistischer als die bekannten Western-Klassiker, was ihn herausstellt.

Herausragend sind die drei Hauptcharaktere. Das toughe Mädchen, der abgehalfterte Alkoholiker und der edle Rittersmann. Es ist nicht wirklich ein Buddy-Movie, dazu fehlt der Humor. Es gibt viele lustige Momente, die sich durch die Unterhaltungen ergeben. Letztendlich handelt es sich hier jedoch nicht um eine Komödie. Das zeigt vor allem das Ende, welches einen sehr harten Bruch zum Rest des Films darstellt, jedoch die Realitätsnähe und Glaubwürdigkeit unterstreicht.

Im Endeffekt muss man sagen, dass alles sehr einfach und logisch ist und dadurch wie aus einem Guss erscheint. Die Dialoge überzeugen mindestens genauso wie die einzelnen schauspielerischen Leistungen. Wer dachte, Jeff Bridges war ein wenig Assi in ‚The Big Lebowski‘, so wird das hier über alle Maße getoppt. Ein ausgezeichneter Film für jeden, der auch nur im entferntesten etwas mit Western anzufangen weiß.

Regie: Ethan Coen, Joel Coen (The Big Lebowski, No Country for Old Men, Burn After Reading, Fargo)

Schauspieler: Hailee Steinfeld, Jeff Bridges, Matt Damon, Josh Brolin

Bewertung: 

Bret Easton Ellis: American Psycho (1991)

Handlung: Patrick Bateman ist ein reicher junger Mann in New York. Echte Sorgen hat er nicht, jedoch ist ihm sein Leben inmitten von Snobs und Luxus einfach nur langweilig und leer. Er ist gefangen in einer Welt voll von Monotonie, Wiederholungen und Oberflächlichkeit. Um daraus zu flüchten, beginnt er einfach, auf bestialische Art und Weise Menschen zu ermorden.

Ich bin ein großer Fan des Films. Der ist wirklich gelungen, und deswegen hatte ich auf ein mindestens ebenso gutes Buch gehofft. Doch dem ist leider nicht so. Während im Streifen alles komprimiert und knackig rüberkommt, ist der Wälzer so dermaßen langatmig, dass ich die Lust am Lesen des öfteren verlor.

Das liegt zum einen an den beschriebenen Ereignissen. Diese sind in der Regel weder sonderlich spannend noch interessant. Zum anderen gibt es ganze Kapitel über einzelne Musiker. Ich verstehe diese als Teil eines Gesamtkunstwerkes, doch sie lesen sich unglaublich zäh und vermitteln in ihrer Länge keine Lesevergnügen.

Außerdem erlebt man die Geschichte komplett in der Ich-Perspektive, doch Patrick Bateman ist einer der mit Abstand unsympathischsten und distanziertesten Hauptcharaktere, denen man begegnen kann.

Der Grund, warum das Buch einst indiziert war, sind die überaus makaberen und abstrusen Gewaltszenen. Die sind teilweise wirklich sehr hart, machen aber nicht unbedingt den größten Teil aus. Auch sind diese nicht sonderlich interessant. So wird das snobistische Leben des Patrick Bateman zwar ein wenig aufgebrochen, die uninteressanten Teile überwiegen jedoch dermaßen, dass der Gesamteindruck sehr eintönig ist.

Man kann sicherlich auch Gutes entdecken, wenn man das Buch in seiner Gesamtheit betrachtet. Ich persönlich finde jedoch, dass es wahrlich außer diverse Herrschaften aufzuregen keine besondere Leistung erbringt. Ich wurde als Leser für meine Beharrlichkeit nicht belohnt. Das hat mich, vor allem in Hinsicht auf den guten Film, sehr überrascht. Früher dachte ich, dass Filme basierend auf Büchern sowiese schlechter sind als das Original, doch hier wurde ich eines Besseren belehrt.

Meine Emphelung: Das Buch ist Müll, dort gehört es auch hin. Der Film ‚American Psycho‘ mit einem großartigen Christian Bale in der Hauptrolle jedoch ist ein absolutes Must-See für Freunde der gepflegten intelligenten (und auch etwas abgedrehten) Unterhaltung.

Bewertung: 

Cannibal Holocaust (1980)

Eine Gruppe Naturfilmer begibt sich in den Dschungel, um Kannibalen zu filmen. Jedoch fehlt nach zwei Monaten jede Spur von ihnen. Also begibt sich der Wissenschaftler Harold Monroe (Robert Kerman) dorthin, den Gefahren des Dschungels zum Trotz.

Also gut. Ich bin kein Freund von Splatter- und Schocker-Filmen, und man hat mir erzählt, dass dieser Film richtig hart und brutal ist. Und ja, das ist er. Man muss schon wissen, ob man sich sowas reinziehen will. Das ist weder ein Feel-Good-Movie noch irgendwie lustig oder herausragend geschauspielert. Vor allem ist das hier überhaupt nichts für Kinder!!! Und doch ist das nicht einfach nur Müll. Schwierig, aber auch solche Filme haben wohl irgendwo ihre Daseinsberechtigung.

Man sieht diverse Tötungs- und auch Vergewaltigungsszenen, Genitalien und die echte Tötung von Tieren. Wie gesagt, man muss wissen, worauf man sich einlässt.

Das ist nicht wirklich geistreich oder spannend, aber doch guckt man es sich an. Man gafft dem Zeug hinterher. Naja.

Die Erzählweise der ganzen Geschichte finde ich nicht schlecht. Der Film besteht quasi aus 2 Teilen. Im ersten reist der Professor in den Dschungel, im zweiten wird seine Suche sozusagen ausgewertet (klingt doof, aber anders formuliert ergäbe sich ein Spoiler).

Durch ziemlich befremdliche Musik wird auch oft eine gewisse bedrohliche Atmosphäre erzeugt. Große Spannung kommt aber nie auf. Die einzelnen schauspielerischen Leistungen sind gewiss auch nicht überragend, vielleicht ist das aber auch nicht wirklich nötig, denn im Großen und Ganzen hat der Streifen einen dokumentarischen Charakter.

Natürlich kann man die Brutalität im Film verurteilen. Womöglich ist das aber auch in gewisser Weise eine Darstellung der harten Realität. Es ist in jedem Fall etwas, das Aufmerksamkeit erregt. Und für einen Film mit einem Budget von 100 000$ sehen die Szenen sehr echt aus. Ich kann niemandem wirklich „Cannibal Holocaust“ uneingeschränkt empfehlen. Er zeigt aber, wie weit man in diesem Medium gehen kann. Im Endeffekt war er auch nicht langweilig. Auf jeden Fall schwierig und kontrovers.

Ich finde den Film ok. Was ihn für mich erträglich gemacht hat, war, dass er im Gegensatz zu solch neuem Splatter-Gedöns wie Hostel oder Saw eine Botschaft zu vermitteln wusste. Undzwar wurde angesprochen, wer die wirklichen Kannibalen waren bzw. sind, wir als moderne Menschen oder die Eingeborenen.

Regie: Ruggero Deodato

Schauspieler: Robert Kerman, Francesca Ciardi, Perry Perkanen

Bewertung: 

* Anmerkung: Ich habe den Film in English geguckt, im Deutschen heißt er „Nackt und Zerfleischt“ *

 

 

Marc-Uwe Kling: Die Känguru-Chroniken (2009)

Marc-Uwe Kling schildert in Kurzgeschichten sein Zusammenleben mit einem kommunistischen Känguruh.

Der Humor der meist, nun ja, kurzen Geschichten ist wirklich klasse. Die Absurdität, mit einem Känguruh als Mitbewohner zu leben, nimmt er als normal hin und zusammen machen die beiden abgefahrene, aber auch normale Sachen. Viele der kurzen Geschichten sind echt clever und innovativ und behandeln auch viele Themen.

Alle Storys sind vielseitig, unterhaltsam und tiefgründig, man langweilt sich zu keinem Zeitpunkt.

Es gibt absolut nichts zumeckern. Das einzige, was einen stören mag, ist, dass man nicht zu viel auf einmal lesen kann. Man darf das Buch eben nicht mit einem mal konsumieren. Nicht abwertend gemeint, aber dieses Werk ist eine wirklich gute Klo-Lektüre (da man es in kurzen Einheiten täglich konsumieren sollte).

Fazit: Absolut emphelenswertes Buch, super Unterhaltung. Für alle Menschen, die mit Kurzgeschichten was anfangen können.

Bewertung: 

Stephen King: Die Arena (2009)

Eine amerkianische Kleinstadt wird plötzlich von einem Moment auf den anderen von einer riesigen, durchsichtigen Kuppel eingehüllt. Niemand weiß wo sie herkommt, und selbst das amerikanische Militär kann nichts gegen sie ausrichten. Die Leute in der Kuppel sind Gefangene und tun alles, um am Leben zu bleiben. Und nicht jeder handelt im besten Sinne für das Gemeinwohl.

Der Erzählstil des Buches ist meiner Meinung nach einzigartig. Die Handlung wird aus der Sicht von ungefähr 30 Personen erzählt, alle Kapitel sind eher kurz. Das erschafft eine unglaubliche Geschwindikeit und Dynamik wie ich sie noch nie sonst irgendwo gelesen oder gesehen habe, denn bei jedem Kapitel ändert sich die Erzählperspektive. Anfangs wird man vielleicht von der Anzahl der Personen überwältigt, aber das stellt hin zur Mitte bzw. zum Ende des Buches überhaupt kein Problem mehr dar.

Die Story ist wirklich interessant und innovativ. Und die menschliche Existenz wird hier unter einer Lupe anhand eines kleinen Dorfes demonstriert und kritisiert. Die Handlungen aller Personen wirken auf mich einleuchtend, und nichts wirkt irgendwie aufgezwungen.

Durch die Fülle an Personen und unterschiedlichen Emotionen ist das Buch sehr plastisch und man bekommt früh den Eindruck vermitttelt, dass nicht jeder die Kuppel für schlecht befindet.

King hat Vieles gut durchdacht, zum Beispiel die durch die Kuppel entstehende Luftverschmutzung oder die Verwirrung der Menschen, gegen eine unsichtbare Wand zu laufen.

Die Spannung des Überlebenskampfes hält von der ersten bis zur allerletzten Seite an, ich habe mich nicht auf einer der 1280 Seiten gelangweilt, das Interesse daran, weiterzulesen, ist immens.

Der Schluss hat mich nicht vollends überzeugt, aber das ist nicht schlimm. In jedem Falle akzeptabel. Die Länge des Romans könnte auf einige Leute abschreckend wirken, aber die Spannung ist hoch genung, als dass man irgendwie nicht weiterlesen könnte.

Außerdem ist die Fülle an Perspektiven, aus der die Handlung erzählt wird, groß und zu Anfang erschlägt sie einen. Aber auch dieser Kritikpunkt wird im Verlauf des Buches null und nichtig.

Das Buch war seinen Preis sowas von wert. Es bietet Entertaiment vom Allerfeinsten, es unterhält einen von vorne bis hinten. Spannung pur, und Stephen King beweist wieder einmal warum er der erfolgreichste Autor unserer Zeit ist. Ich emphele das Werk jedem! Wenn das mal nicht ein Klassiker der Thriller-Horror-King-Literatur ist…

Bewertung: 

Tucker & Dale vs. Evil (2010)

Tucker und Dale sind zwei typische Landeier, die mal ihr neues Ferienhaus auf Vordermann bringen wollen. Auf dem Weg dahin begegnen sie einer Gruppe von (typisch amerikanischen) Studenten. Infolge unglücklicher Umstände glauben diese, dass Tucker und Dale ihre Freundin gekidnapped haben und sie umbringen wollen. Die Clique versucht sie zu „befreien“, was jedoch nicht ganz so gut gelingt.

Bei dem Film handelt sich um eine illustre Hommage an diverse Horror-Splatter-Schock-Filme, allen voran Texas Chainsaw Massacre. Jedoch auf eine derart lustige Art und Weise, dass die „originalen“ Schinken in ihrer Klichee-Haftigkeit entblößt werden. Es gibt wirklich nicht viele Filme dieser Art, die nicht in total belanglosen Klamauk abdriften. Insofern erinnert das etwas tollpatschige Duo an Shaun of the Dead.

Der Film startet wirklich super. Die Teenies sterben Reih um Reih beim Versuch, ihre Freundin zu befreien. Hierbei spart der Film nicht mit blutigen Szenen, die jedoch wieder derart überzogen sind, dass man im Hinblick auf Splatter-Schocker wie Saw oder Hostel lächelnd zurückblicken kann oder auch muss.

Die erste Hälfte ist hierbei sehr schnell bzw. behält ein sehr hohes Tempo bei. Leider fand ich dann die 2. Hälfte nicht mehr ganz so unterhaltsam, was dem sehr guten Gesamteindruck keinen großen Schaden antut. Postiv bemerken kann man noch die Spezialeffekte. Der Film hat garantiert kein großes Budget gehabt, doch das Gesplatter sieht auf jeden Fall sehr nett aus.

Die beiden Hauptcharaktere sind zudem, trotz eines gewissen Landeier-Touches und ihrer hohen Affinität zu Bier, durchaus sympathisch (oder gerade deswegen?). Der Film ist mit seinen 90 Minuten auch nicht in die Länge gezogen.

Besonders bemerkenswert finde ich die Tatsache, dass das übliche Gut-Böse-Schema, das den persiflierten Filmen dieser Art beiwohnt, aufgebrochen wird und man so auch eine gewisse Message mit auf den Weg bekommt, welche auch explizit erwähnt wird (Die meisten Konflikte beruhen auf einem Defizit an Kommunikation zwischen den Parteien).

Tucker & Dale vs. Evil ist super.  Es ist kein tiefgründiger Film, aber eine gute Komödie, wenn man Freunde zu Gast hat und die Geschmäcker zu weit auseinander gehen. Leute, denen Hot Fuzz, Shaun of the Dead oder Evolution gefallen haben, werden Tucker und Dale eine große Freude bereiten.

Regie: Eli Craig (The Tao of Pong)

Schauspieler: Tyler Labine, Alan Tudyk, Katrina Bowden

Bewertung: